Im neuen Fall von Detective Jane Rizzoli und Rechtsmedizinerin Maura Isles stellt Tess Gerritsen wie bereits in "Todsünde" Maura Isles in den Mittelpunkt des Geschehens. Als vor Mauras Haus die Leiche einer ihr fremden Frau gefunden wird, die ihr bis aufs Haar gleicht, glaubt Maura nicht an einen Zufall. Bei ihren Nachforschungen stellt sie fest, dass es sich bei der Toten um ihre Zwillingsschwester Anna handelt, die ebenso wie Maura als Baby adoptiert wurde. Die erste Spur bei der Suche nach dem Mörder führt zu Annas gewalttätigem Ex-Freund, der die Trennung offenkundig nicht akzeptieren wollte. Als Maura jedoch weiter im Leben ihre Schwester nachforscht, entdeckt sie, dass Anna auf der Suche nach ihrer familiären Wurzeln war und dabei Schreckliches zutage gefördert hat. Könnte auch die Entdeckung der Identität der eigenen Mutter der Schlüssel zu dem Mord an Anna sein? Gleichzeitig werden in unterschiedlichen Bundesstaaten schwangere Frauen entführt, und Maura muss skelettierte Frauenleichen sezieren, denen offenkundig nach der Geburt die Kinder gestohlen wurden. Je weiter Maura in ihrer Vergangeneheit forscht, desto mehr gelangt sie zu der Erkenntnis, dass die rätzelhaften Leichenfunde mit ihrer Herkunft in Verbindung stehen...
"Schwesternmord" ist ein ausnehmend spannender und rasanter Krimi. Der Fall geht wirklich unter die Haut und zeigt in entsetzlicher Art und Weise auf, wie weit Menschen auf der Suche nach Profit zu gehen bereit sind. Gleichzeitig überzeugt "Schwesternmord" aber auch durch seine emotionale Dichte. Die Kenntnis der eigenen Herkunft mit den damit verbundenen Selbstzweifeln und deren Verarbeitung durch Maura werden von Tess Gerritsen sehr eindringlich und authentisch beschrieben.
Mein Fazit: Ein wirklich lesenswerter Krimi, der Lust auf weitere Tess-Gerritsen-Romane macht!