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Produktinformation
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Serienkiller haben Hochkonjunktur, ob in Pseudodokumentationen oder halbwegs seriösen Serien im Fernsehen, ob in neuen Kinoproduktionen oder zwischen Buchdeckeln -- die Sphinx des Massenmörders garantiert noch immer solide bis hervorragende Verkaufszahlen und Zuschauerquoten. Gerade bei Krimi und Thriller rückt die Qualität der Literatur dabei zunehmend zugunsten des reinen Schockeffekts und der Sensationshascherei in die dritte Reihe. Umso wohltuender in literarischer wie stilistischer Hinsicht hebt sich Togawas vor vier Jahrzehnten erschienener Thriller von den vielen zeitgenössischen 08/15-Produkten ab.
Distanziert und unterkühlt, mit klarem Blick für die Psyche ihrer Figuren, schildert die Autorin die Tragödie des Computerspezialisten Ichiro Honda, der wochentags in Tokio seinen Beruf ausübt und nur an den Wochenenden seine in Osaka lebende Frau besucht. Nachts begibt sich Honda in den Straßen und Bars der Hauptstadt auf die Jagd -- nach Sex. Zwanghaft und berechnend sucht er die körperliche Liebe fremder Frauen und führt gewissenhaft Buch über seine Errungenschaften, während er zum Sex mit der eigenen Frau nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr in der Lage ist. Schließlich fallen einige seiner Gelegenheitsbekanntschaften einem Mörder zum Opfer, der peinlich darauf achtet, dass Honda selbst für die Tatzeiten keine Alibis aufweisen kann, mehr noch, der ihn zunehmend durch Indizien belastet. Honda wird verurteilt und vegetiert ohne jede Hoffnung im Gefängnis dahin, bis sich der skurrile Anwalt Hatanaka des Falles annimmt und seinen Jäger Shinji auf die Spur des unbekannten Killers schickt.
Japanische Spannungsliteratur wurde bisher bei uns kaum von einer nennenswerten Öffentlichkeit wahrgenommen. Mit dem vorliegenden Buch und der Verfilmung des Romans durch Harold Becker (Sea of Love) wird sich das hoffentlich ändern. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit der Abenddämmerung fängt die Jagd an ...,
Von Erkan A. (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Schwestern der Nacht. (Taschenbuch)
Damit ist nicht etwa das Herangehen eines Löwen oder eines Wolfs gemeint, der sich lautlos an seine Beute nähert um sie dann gezielt zu erlegen. Nein, in Masako Togawas "Schwestern der Nacht" aus dem Jahre 1963 sind es "zivilisierte" Menschen, die Nachts in der Metropole Tokio ihre menschlichen Opfer aussuchen um sie dann zur Strecke zu bringen.Die Gründe des Jagens und des gejagt seins sind dabei so unterschiedlich wie die Akteure selbst. Zu diesen Akteuren gehört ein verheirateter Computerspezialist, der seine sexuellen Gelüste ständig bei neuen Frauen auslebt, um dann seine amourösen Abenteuer detailliert in sein "Jäger-Logbuch" niederzuschreiben. Des weiteren seine Opfer (einsame Bibliothekarin, Studentin, Kosmetikerin ...etc), die man später ermordet in ihren Wohnungen auffindet. Außerdem eine verbitterte Schneiderin, die um ihre verstorbene Schwester nachtrauert ,und eine in ihrer Ehre verletzte Ehefrau, die sich ein intaktes Eheleben wünscht. Beim Lesen von Togawas "Schwestern der Nacht" glaubt man sehr schnell alles durchschaut und den "wahren Schuldigen" gefunden zu haben. Erst viel zu spät bemerkt man, daß man selbst raffiniert in die Irre geführt wurde. Die Suche nach dem Täter und die Fallauflösung sind bis zum Ende packend dargestellt. Neben der Thematik, daß auch ein Mensch vom Jäger zum Gejagten werden kann gefällt mir persönlich der Einblick in die menschliche Psyche. Masakos Kriminalroman "Schwestern der Nacht" kann ich nur weiterempfehlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Raffinierter Plot, abgründige Charaktere,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schwestern der Nacht (Broschiert)
Die neunzehnjährige Keiko Obana, Schreibkraft in einem Versicherungsunternehmen und depressiv, trifft in einer Bar auf einen gut aussehenden Mann mit einer wunderbaren Stimme. Ohne zu überlegen, geht sie mit ihm.
Ein halbes Jahr später stürzt sich Keiko, infolge dieser Nacht schwanger geworden, von einem Hochhaus. Und jemand beginnt nun, den Mann zu jagen, der sich seinerseits als Jäger sieht: als Jäger von Frauen, die seinem Charme stets erliegen. Ichiro Honda lebt in Tokio und arbeitet dort als Computerspezialist; an den Wochenenden besucht er seine Frau in Osaka. Es hat mit einem traumatischen Erlebnis in dieser Ehe zu tun, dass er ständig neue flüchtige Eroberungen sucht. Und nun werden diese Eroberungen stets dann ermordet, wenn er gerade eine neue Frau verführt hat. Raffiniert platziert der Mörder scheinbar unwiderlegbare "Beweise" für Hondas Schuld und nimmt ihm potenzielle Alibis. Für Honda beginnt ein wahrer Alptraum. Zu einer Zeit, als das Genre des Thrillers noch nicht als Untergattung des Kriminalromans existierte, schrieb Masako Togawa bereits Romane, die eindeutig diesem Genre zuzuordnen sind. Es geht darin erst in zweiter Linie um die Ermittlungsarbeit. Das Hauptaugenmerk des Romans ist auf die Psyche der Protagonisten ausgerichtet - nebst Honda, seinem freilich vor allem als Phantom auftretenden Verfolger und dem Anwalt Shinji, der rasch ein persönliches Interesse an dem Fall entwickelt, auch Hondas Kurzzeit-Gespielinnen. Zu einer Überfrachtung kommt es dabei nicht. Zudem ist der Roman raffiniert aufgebaut. Möchte man anfangs Ichiro Honda für einen perversen Mörder halten, so revidiert man diesen ersten Verdacht recht schnell, bekommt man doch einen anderen Verdächtigen vorgesetzt und erwartet nun, dass es im weiteren Verlauf der Handlung vor allem darum gehen werde, auf welche Weise der Fall aufgeklärt wird. Aber so einfach macht es die Autorin ihren Lesern nicht: Sie hat noch mehrere verblüffende Wendungen in petto. Ein außerordentlich spannender, lesenswerter Kriminalroman! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannend!!,
Von Vandella "Vandella" (Cham, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Schwestern der Nacht. (Taschenbuch)
Seit ich dieses Buch bekommen habe und es lese, kann ich es kaum noch aus der Hand legen.Hier liegt ein Meistertitel des Krimis vor! Der Schreibstil fesselt bis zum Schluss und man möchte endlich wissen, wer nun der Schuldige ist. DAS ist Krimi-Unterhaltung vom Feinsten. Ich bevorzuge Bücher, in denen die Auflösung erst am Schluss erfolgt, da so die maximale Spannung erhalten wird. Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen, dieses Buch ist Top! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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