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Schwester Tod: Weibliche Trauerkultur - Abschiedsrituale, Gedenkbräuche, Erinnerungsfeste
 
 
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Schwester Tod: Weibliche Trauerkultur - Abschiedsrituale, Gedenkbräuche, Erinnerungsfeste [Gebundene Ausgabe]

Erni Kutter
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag; Auflage: 2 (19. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3466368774
  • ISBN-13: 978-3466368778
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 103.219 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Erni Kutter
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ars Moriendi. Christliche Bräuche und heidnische Mythen verweisen auf eine besondere weibliche Sterbe- und Trauerkultur. Die Autorin Erni Kutter verknüpft altes Wissen und neue Formen des Umgangs mit dem Tod." (Fränkischer Sonntag )

"Fazit: alles in allem ein überaus spannendes und lesenswertes Buch. Es wird nicht nur Betroffenen wertvolle Anregungen und Hilfe geben." (Merkur-Online )

"»Schwester Tod« hilft, das Thema Tod und Sterben in unser Leben zu integrieren, und am Ende verstehen wir, dass die Kunst des Lebens ganz eng mit der Kunst des Sterbens verbunden ist." (efi - Evang. Frauen Information, Juliane Blumberg )

Kurzbeschreibung

Frauen trauern anders

Dieses konkurrenzlose Begleitbuch aktiviert den reichen Erfahrungsschatz alter Traditionen, Mythen und Märchen. Rituale und Bräuche eines nur scheinbar vergangenen weiblichen Wissens unterstützen Frauen in ihrem Umgang mit Tod und Trauer. Gekonnt verbindet die Autorin religions- und kulturgeschichtliche Informationen mit Vorschlägen für eine heute stimmige Trauerkultur.


Altes Frauen-Wissen für heute
Einfühlsame Hilfe bei der Begleitung Sterbender
Abschiedsrituale und praktische Impulse zur Trauerbewältigung


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
In ihrem neuesten Buch hat die Autorin ein Thema aufgegriffen, das in unserer Gesellschaft mehr und mehr unterdrückt wird, nämlich den Umgang mit dem Tod. Aus Sicht der Frauenarbeit beschreibt Frau Kutter die Möglichkeiten, Sterbende zu begleiten, letzte Regelungen" zu treffen, lernen loszulassen oder Rituale und Handarbeiten als letzte Liebesbezeugung durchzuführen, was sich vielleicht dann auch zu den Jahresfesten wiederholen lässt.
Sie ermöglicht Einblicke in die Hospizpflege und führt Adressen alternativer Bestattungsmöglichkeiten an, die sich besonders auf Frauenwünsche spezialisiert haben.

Aber die für mich interessantesten Kapitel in diesem Buch sind allerdings die, wenn Frau Kutter von Göttinnen, Heiligen und Helferfrauen erzählt, die in unserem Kulturkreis die Verbindung von Leben und Tod verknüpfen.
Sie weißt z.B. bei der Beschreibung der Hlg. Notburga auf die deutliche Ähnlichkeit mit der Göttin Demeter hin, die beide mit Ährengarben und Sichel ausgestattet sind und deren Symbolik sowohl für Wachstum und Ernte, wie auch für den Tod stehen.
Sie sieht auch in der Hlg. Gertrud v. Nivelles eine starke Verknüpfung zu den Alpengöttinnen Holla und Percht oder zur germanischen Freya.
Auch ihr mutiger Vergleich des Christopherus mit dem antiken Seelenfährmann Charon, der die Seelen über den Styx direkt zum Hades geleitet, ist eine sehr schöne Brücke vom alten Glauben in die Neuzeit. Dass den Christopherus auch immer Wasser- oder Mischwesen begleiten, unterstreicht diesen Gedanken; speziell die Gestalt der Nixe als Seelenbegleiterin zeigt die Mittlung zwischen Leben und Tod.
Beleuchtungen weiterer Heiligen, wie z.B. Ursula, Barbara, Katharina oder Anna, als Totenmutter und Urahnin sind ganz interessante Erörterungen über Legenden, die nicht erst durch die christliche Kultur ins Leben und den Alltag getreten sind, sondern schon seit Urzeiten in den Zellen der Frauen aktiv sind.

Zum Abschluss beschreibt die Autorin, die auch als Tanztherapeutin arbeitet, einige alte Ritualtänze, die man für die Verstorbenen oder mit ihnen - also, in dem man sie mit in den Kreis bittet - schreiten oder schwingen kann.
Ich finde das ist eine ganz wunderbare Ehrung für einen geliebten Menschen.

Dieses Buch ist jetzt nicht nur für Frauen geeignet, die mit der Trauerarbeit beruflich oder ehrenamtlich verbunden sind, sondern eigentlich für alle, die sich mit dem Thema Tod - Tödin - Ehrung über das Leben hinaus" beschäftigen möchten. Es ist in klaren Worten geschrieben, ohne mitleidiges Pathos oder falsches Schluchzen", und trotzdem mit vollem Herzgefühl und Achtung für die Begleiter und zu Begleitenden.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Darauf haben viele Frauen gewartet! Erni Kutter, seit langem in der Frauenbildung tätig, hat den reichen Erfahrungschatz ihrer Beschäftigung mit Frauengeschichte und -traditionen in ihrem neuen Buch ausgeführt. Sie befaßt sich kenntnisreich und einfühlsam mit Themen um Sterben und Tod und gibt dem vorhandenen reichen Frauenwissen Ausdruck. Das ist traditionell ein Aufgabenbereich von Frauen, und auch heute sind sie es, die sich mit Krankheit und Sterben beschäftigen, über den eigenen Abschied nachdenken, in Hospizen arbeiten oder Trauerseminare und Ausbildungen zur Sterbebegleiterin anbieten.
Die Autorin führt uns in die reiche Symbolwelt von Bildern, Mythen und Märchen ein, die uns zur Verfügung steht und gerade in krisenhaften Zeiten des Übergangs fruchtbar gemacht werden kann. Ganz im Sinne der mittelalterlichen Kunst des Sterbens, der "Ars moriendi",ermutigt sie, sich im Leben vorzubereiten und mit Bildern vertraut zu machen, die dem Tod den Schrecken nehmen und neue Perspektiven und Sichtweisen ermöglichen, wie etwa dem keltischen Verständnis vom Tod als der Mitte eines langen Lebens. Da öffnet sich ein spiritueller Raum, der jenseits der männlichen Dominanz einem Weiblich-Göttlichen nachspürt, aus dem Trost, Geborgenheit und Schutz kommen und ihm Geltung verschafft.
Erni Kutter beginnt ihren Bogen mit der heute als vorhistorisch bezeichneten Weltsicht, in der sich die Menschen als Teil des Großen Ganzen betrachten und Werden und Vergehen eingebettet waren in den großen Kreislauf, wie Felsritzungen, Höhlenzeichnungen, Grabbeigaben, aber auch Riten und Bräuche belegen, die teilweise heute noch praktiziert werden oder unter den Schichten der Christianisierung gehoben werden können. Es wird deutlich, dass in vielen Kulturen der Tod ein weibliches Gesicht hat - ein archetypisches, tröstliches Bild - und dass ein reicher Schatz an damit verbundenen weiblichen Traditionen vorhanden ist, aus dem wir schöpfen können.
An Beispielen wie die White Laydies, die weißen Frauen, Schnitterin Tod oder die Tödin, aber auch heiligen Frauen wie die Heiliginnen Notburga oder Gertrud und Mystikerinnen wie Gertud von Helfta zeigt sie auf, wie sie noch heute für uns unterstützend sein können.
Da wird der Tod, die Tödin als Freundin, Schwester oder Bruder betrachtet und in Form von "Impulsen zum Nachdenken", die viele Kapitel des Buches beenden, eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben, den Ängsten und tröstenden Vorstellungen ermöglicht. So kann die Leserin mitgehen, einen ganz spezifischen inneren Dialog führen - begleitet durch wunderbare Abbildungen, Gedichte, Angebote zum Innehalten, und sich dem eigenen Prozess stellen.
Sehr konkret, einfühlsam und kenntnisreich stellt Erni Kutter dar, wie Frauen die Verabschiedung ihrer Mutter oder Freundin gestaltet haben. Praktische Beispiele von professionell Tätigen sowohl in der Sterbebegleitung als auch im Seelengeleit werden ebenso behandelt wie spezifische Formen für die Übergangszeit zwischen Tod und Beerdigung, aber auch verschiedene Variationen von Abschiedsfeiern, Trauenfeiern oder Beisetzungen in Frauenhänden.
Eindrucksvolle künstlerische und handwerkliche Ausdrucksformen einer weiblichen Erinnerungs - und Gedenkkultur führen die Leserin in die Gegenwart und ermuntern dazu, selbst aktiv zu werden.
Immer wieder gibt Erni Kutter konkrete Anregungen zu Tänzen, Ritualen, Meditationen aus ihrer eigenen langenjährigen Praxis, um die Lesenden einzuladen, sich diesen Dimensionen auf neue und doch - beruhend auf altem Frauenwissen - vertraute Weise zu nähern.
Ein sehr gelungenes Buch, das ich Frauen, aber auch Männern empfehle, die in einer neuen Weise ihren eigenen Prozess von Leben zum Tod erleben und gestalten möchten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Umgang mit dem Tod und der Trauer um Verstorbene, die Form, in der Menschen von ihren Toten Abschied nehmen, hat sich in unserem Kulturkreis, der jahrzehntelang von den beiden großen christlichen Kirche geprägt war, in den beiden letzten Jahrzehnten stark und unwiderruflich verändert.

War es in den frühen achtziger Jahren, als ich als junger Pfarrer auf einem südhessischen Dorf meinen Dienst aufnahm, eine nur alle paar Jahre vorkommende Ausnahme, dass ein verstorbener Einwohner nicht kirchlich bestattet wurde, so ist die Zahl der Bestattungen, die nicht durch einen katholischen oder evangelischen Pfarrer vorgenommen werden, auch auf dem Land in der letzten Zeit sehr gewachsen. Das hängt zum einen mit der großen Zahl von Menschen zusammen, die - in den letzten Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten - nun sterben und nun begraben werden. Zum anderen haben sich viele Menschen innerlich von den mit den kirchlichen Zeremonien verbundenen Vorstellungen von Tod und Weiterleben derartig gelöst, dass sie nach anderen Formen der Trauerbewältigungen suchen und für neue Rituale offen sind. Dazu kommt, dass nach einer Zeit der Öffnung, nun auch sehr liberale Pfarrerinnen und Pfarrer es mittlerweile ablehnen, Menschen zu bestatten, die aus der Kirche ausgetreten sind, auch wenn deren noch zur Kirche gehörenden Angehörige das wünschen.

Das vorliegenden Buch spricht in diese entstandene Lücke hinein, und es spricht vorzugsweise Frauen an. Erni Kutter erinnert sich und ihre Leserinnen daran, dass die Sterbebegleitung und die Totenfürsorge seit jeher eine Domäne der Frauen war. Sie hat ausführlich recherchiert und gesammelt und legt in diesem Buch einen wahren Schatz an Frauentraditionen in Bezug auf das Sterben und den Tod vor.

Das Buch will eine kompetente Hilfe sein für Trauernde und Menschen, die Sterbende begleiten, etwa in der Hospizbewegung und ist aber auch hervorragend geeignet für alle, die sich mit der eigenen Sterblichkeit beschäftigen wollen. Insofern kann man das vorzugsweise an Frauen gerichtete Buch auch interessierten Männern empfehlen.
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