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Severin Rast hat mit dem Roman "Schwerter des Königs" ein kurzweiliges Werk abgegeben.
Anders als die Verfilmung, die einige inhaltliche Lücken aufwies, hat der Autor diese gestopft, indem er seinen Roman etwas umfangreicher gestaltet und Erklärungen zu diversen Sachverhalten geliefert hat.
Nun, was erwartet den geneigten Leser hier?
Die Inhaltsangabe steht oben, deshalb gehe ich nicht genauer darauf ein. Nur eines dazu: Es gibt einige Nebenhandlungen und diese wechseln sich alle paar Seiten ab - was für eine Aufrechterhaltung der Spannung sorgt.
Da es sich um einen Fantasyroman handelt, findet man hier natürlich viele phantastischen Elemente, wie z.B. mächtige Magier oder Monster, die Krugs genannt werden und eigentlich nur humanoide Bestien ohne Sprachfähigkeiten sind, die durch Hexerei zu feindlichen Kriegern "umgestylt" wurden. Die dritte übernatürliche Konstante sind die menschenhassenden Amazonen eines Waldvolkes, welche die Fähigkeit besitzen, Ranken zum schnellen Wachsen und selbstständigem Bewegen zu bringen und sie notfalls als Waffe einzusetzen. Irgendwie kommen sie daher wie eine Mischung zwischen Tarzan und Elfen! ^^
Magie spielt - gleich nach den Kämpfen - eine tragende Rolle in diesem Roman. Gelegentlich wird die Zauberei auch interessant beschrieben ( z.B. die Teleportation der Magier ).
Neben den erwähnten Kämpfen ( Schlachten, Scharmützel und Duelle ) gibt es hier noch ein wenig Romantik und noch mehr Tragik. Epische Fantasy ( d.h. detaillierte Beschreibungen des Weltgefüges ) sucht man in diesem Roman hingegen vergeblich.
FAZIT:
Trotz oder vielleicht sogar wegen der Kürze des Romans ist die Geschichte abwechslungsreich und ohne exzessive Beschreibungen auch kurzweilig. Für Genre-Fans, die mal einen leichten Fantasy-Schmöker für Zwischendurch ( z.B. für lange Zugfahrten ) lesen möchten - ohne dabei der Gefahr ausgesetzt zu werden, nicht mehr aufhören zu können - ist "Schwerter des Königs" genau das Richtige.
PS:
Einen Stern Abzug muss ich trotzdem geben. Auch wenn hier die Kürze der Geschichte eigentlich eher vorteilhaft für diese ist, so bin ich halt an fette Fantasy-Wälzer gewöhnt ... und deshalb immer ein wenig enttäuscht, wenn eine Story zu schnell zu Ende geht.
Ausserdem gefällt mir das Cover nun überhaupt nicht ( bin halt dazu noch ein Ästhet ).
Als Illustration wurde natürlich das Filmposter verwendet, doch das Photo des Hauptcharas mit seiner Knast-Frisur ist - meiner Meinung nach - sowas von unpassend für einen Fantasy-Roman. Nun ja!