Ich bin so aufgewühlt, dass ich nicht mal richtig weiß, was ich schreiben soll. Geh ich mal kategorisch vor...
Also der Schreibstil ist mal 0815. Da gibt es im Prinzip nichts dran auszusetzen- ist leicht verständlich. Nun gut, die Frau Autorin hat irgendwie ein Faible für die gälische Sprache. Ich habe nichts dagegen an sich- ich liebe diese Sprache auch, aber- gottlob- ich beherrsche sie wenigstens auch ein wenig. Es waren nicht sehr viele Fehler, aber es hat mich schon gestört. Dafür zieh ich jetzt aber kein Stern oder so ab, weil es der Großteil der Leserschaft ohnehin egal ist. Zum Gälischlernen ist das Buch also nicht geeignet *schmunzel* da sollte man sich lieber Gabaldons 'Der magische Steinkreis' anschaffen. Da frage ich mich im Übrigen ehrlich, was das für ein ominöser Gälisch-Korrekturleser war, dem sie im Anhang dankt.
Der Inhalt hat sich leider immer wieder wiederholt, da schließ ich mich meinen Vorrednern an. Caitlin ist immer wieder in Gefahr und wird immer wieder vom ach so tollen Liam gerettet. Ach ja, der Liam. Ist den Gabaldonlesern etwas aufgefallen? Nein? Ich gebe einen Hinweis: Liam, der geschmeidige Kerl, mit den roten, langen Locken, die in der Sonne bronzen schimmern; Liam, mit den stahlharten Muskeln und der gerade, langen, schmalen Nase, die ihm ein aristokratisches Aussehen verlieh; Liam mit den wunderschönen blauen Augen, in denen man versinken kann... Ganz genau, es handelt sich da- rein äußerlich- natürlich um unseren allseitsgeliebten James Fraser.
Ein weiteres Makel, das meinen Lesefluss störte, war wohl die wahnwitzige Idee der Autorin, einfach mitten in die Geschichte noch etwas einzubauen, was ein paar hundert Seiten lang, quasi von Anfang an, gar nicht erwähnt wurde; auf einmal hat Caitlin einen Sohn von Lord Dunning, von dem nicht einmal Caitlin selbst etwas erzählt hat (die Geschichte wurde in der Ich-Erzählweise geschrieben), warum hat sie nicht einmal in ihren Gedanken an ihn gedacht?
Nun gut, wofür gebe ich diese 3 Sterne eigentlich? Im Großen und Ganzen eigentlich dafür, dass ich das Buch trotz aller Makel gerne gelesen habe. Allein der Preis war mir, für das was mir geboten wurde, doch zu teuer. Es war ein netter Zeitvertreib, wie schon gesagt wurde, aber etwas Herrausragendes war dieses Buch nicht.