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Schweiz ohne Armee?: Ein Palaver (suhrkamp taschenbuch)
 
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Schweiz ohne Armee?: Ein Palaver (suhrkamp taschenbuch) [Broschiert]

Max Frisch
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Produktinformation

  • Broschiert: 88 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (25. Mai 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518383817
  • ISBN-13: 978-3518383810
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 855.791 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der junge Jonas und sein Großvater, ein Armeeveteran, debattieren über Zweck und Unsinn unserer heutigen Verteidigungspolitik. Dieses Gespräch zwischen den Generationen erweist sich als ein Nachdenken über die Friedensfähigkeit unserer Gesellschaften.

Über den Autor

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb am 4. April 1991 an den Folgen eines Krebsleidens in seiner Wohnung in Zürich. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er jedoch 1933 nach dem Tod seines Vaters (1932) aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Er arbeitete als Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung.
Seine erste Buchveröffentlichung Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt erschien 1934 in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. 1950 erscheint Das Tagebuch 1946-1949 als erstes Werk Frischs im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Zahlreiche weitere Publikationen folgten.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Format:Broschiert
'Schweiz ohne Armee? Ein Palaver' ist ein Text der unter dem Titel 'Jonas und sein Veteran' 1989 anlässlich der Volksinitiative 'Für eine Schweiz ohne Armee und eine umfassende Friedenspolitik' - von der GSoA 1986 eingereicht - auf die Bühne gebracht wurde.

In diesem zwei Jahre vor seinem Tod verfassten Stück übernimmt Max Frisch die Rolle des Grossvaters - des Veterans - der sich am gemütlichen Kaminfeuer mit seinem Enkel unverbindlich über die Abschaffung der Armee unterhält.

In dem Dialog kommt Frischs Haltung klar zum Ausdruck (Armee als Beschützerin der Plutokratie, als Instrument zu stabilisierenden Absicherung gegen innen getarnt als Folklore, Armee als Brauchtum etc.); dabei spielen auch seine persönlichen Erfahrungen, die er bereits im 'Dienstbüchlein' (1974) verarbeitet hat, eine wichtige Rolle (z.B. die damals verdrängten Zweifel an Sinn und Zweck des Reduit, jüdische Asylproblematik etc.).

Obwohl das Feindbild des Kalten Krieges verschwunden ist (bei Frisch bezieht sich die Frage über Sinn und Zweck auch auf die Möglichkeit eines Nuklearkrieges, der Armee und Zivilschutz ad absurdum führt) und die Initiative nicht angenommen wurde (trotzdem überraschende 35% JA-Stimmen), ist die angesprochene Problematik aktueller denn je: 2001 Stimmten bei der zweiten GSoA-Abschaffungsinitiative ('Für eine glaubwürdige Sicherheitspolitik und eine Schweiz ohne Armee') nur noch 21,9% für die Abschaffung der Armee, und ein neues Feindbild (bspw. Terrorismus) wurde auch schon gefunden.

Über die Plausibilität Frischs Thesen lässt sich streiten; auch Armeebefürwortern dürfte dieses Büchlein einige Erhellungen bescheren. Unbedingt (zusammen mit dem Dienstbüchlein) lesen, wer sich über die seit zwei Jahrzehnten andauernde Debatte des Armee(un)sinns informieren will.
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gesellschaftkritik 1. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Max Frisch, ein der wichtiger Schriftsteller der Schweiz, wurde im Jahre 1911 als Sohn eines Architekts im Zürich geboren, und ist 80 Jahre später gestorben. Er hat angefangen mit einer Stelle als Journalist und Korrespondent von Öst-Europa, und nur danach hat er das Weg des Vaters untergenommen, und zwar mit dem Hochschulabschluss im Architektur. Sein erstes Werk hiess "Stahl" und wurde als er 16 Jahre alt war geschrieben. Was ich gelesen habe ist Frischs letzte grössere literarische Arbeit, und zwar "Schweiz ohne Armee? Ein Palaver", geschrieben im Jahre 1989, als die schweizerische Bevölkerung an die Urne gerufen war, um zu wählen ob die Armee abzuschaffen wäre. Das Buch ist mit die Struktur des Dialogs, der "Gespräch zwischen den Generationen" geschrieben worden: Jonas, der Enkel, diskutiert mit seinem Grossvater, der Author, ein Veteran, über das Zweck und die Nützlichkeit der Schweizerischen Armee und über unsere Verteidigungspolitik. Die Gesellschaftkritik, immer im Frischs Werke wahrnehmbar, ist sehr stark auch hier: nicht zur Verteidigung der Demokratie existieren unsere Militären, sondern als "Leibgarde unsrer Plutokratie"!
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