Franz Eberhofer, seines Zeichens frisch ernannter Kommissar im bayrischen Niederkaltenkirchen, ist schwer im Stress. Richter Moratschek wird bedroht und fordert polizeilichen Schutz, ein verurteilter Mörder ist entflohen und muss wieder aufgespürt werden, Bruder Leopold samt Familie nervt wie gewöhnlich, der Papa mischt sich - wie eh und je - in alles ein, die Oma hört noch immer schlecht ( kocht aber hervorragend ) und Freundin Susi muss gerettet werden. Wie soll er das nur alles unter einen Hut bringen?
In altbekannter, sehr eigenwilliger, stoischer Manier löst der Eberhofer Franz mit Hilfe schon bekannter " Gesichter " seinen dritten "großen" Fall. Wie bereits in den Vorgängern steht auch hier wieder die eigentliche Krimihandlung eher im Hintergrund. Die agierenden Personen mit ihren so unterschiedlichen, egozentrischen, aber deswegen auch liebenswerten Charakteren und ihre Handlungen sind das eigentliche Potential dieser "Krimi"-Reihe. Witzige Situationen und urkomische Konstellationen machen das eigentliche Flair aus. Allerdings ging es in diesem Fall meines Erachtens stellenweise dann doch etwas arg haarsträubend und damit unglaubwürdig zu. Dennoch habe ich viel gelacht und mich gut unterhalten.
Wer einen richtig spannenden, actionreichen Krimi erwartet ist mit diesem Buch ( bzw. mit dieser Reihe ) wohl eher nicht so gut beraten. Wer es jedoch beschaulicher mag und auch eine Prise Humor zu schätzen weiß, dürfte damit wohl genau richtig liegen.