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Genauso wie irgendeinen Sinn für Realität. Da gibt es einen Helden, der Prokurist ist, aber zum Privatdetektiv avanciert. Und der alles kann: Kirchenorgel spielen, mal eben in eine Polizeistation einbrechen, mit Pistolen umgehen. Es gibt massenhaft Leichen (sieben Stück, wenn ich richtig gezählt habe); und es ist überhaupt kein Problem für das Gewissen unseres Helden, daß er an mindestens einem Toten (ein Schüler, den er als Hilfsschnüffler engagiert hat) selbst Schuld trägt.
Und was ist nicht alles sonst noch vertreten in diesem Werk! Ku-Klux-Clan-ähnliche Faschingsveranstaltungen, die als "Satanismus" bezeichnet werden. Drogen, die aus Konsumenten willenlose Schafe machen. Ein von einer notgeilen Schülerin verführter Pädagoge. Eine eifersüchtige Lehrersfrau. Prügelnde Polizisten. Eine spröde Bäuerin, die - wir ahnen es - am Ende unserem Helden doch zu Willen sein wird.
Fazit: Es gibt eine ganze Reihe hervorragender Kriminalromane aus deutschen Landen. Jacques Berndorfs Eifel-Reihe, Reinhard Junges "Pegasus"-Ermittler oder die Kayankaya-Romane von Jakob Arjouni. Von dieser Liga ist "Schwein gehabt" in jeder Hinsicht meilenweit entfernt. Jeder Jerry Cotton (der sprachlich ungefähr auf demselben Niveau liegt) ist spannender und inhaltlich logischer aufgebaut.
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