Nach dem Tod seiner Großmutter und dem Umzug des Großvaters in ein Heim kümmert sich der fünfzehnjährige Danny um Haus, Garten und um das Schwein der Großeltern. Täglich zieht er sich in dieses Sommeridyll am stillgelegten Stahlwerk zurück, wo er sich heimlich mit seiner indischen Freundin Surinder trifft und beide gemeinsam in ihrer eigenen Welt fernab vom grauen Alltag leben. Die Zeit scheint still zu stehen, die Vergangenheit wieder lebendig zu werden, da Danny sie zu konservieren versucht, indem er gegen den drohenden Verfall ankämpft, den Garten instand hält und das Schwein füttert und pflegt. Als einziger seiner Familie besucht er zudem regelmäßig den Großvater im Heim, auch wenn oder gerade weil dieser eigentlich nur noch in der Vergangenheit lebt - denn am liebsten möchte Danny sich der Gegenwart entziehen und "mit ihm in der Vergangenheit leben", wie Surinder treffend bemerkt.
Doch der Alltag, der von zunehmender Fremdenfeindlichkeit und von Arbeitslosigkeit geprägt ist, macht auch vor dem Idyll keinen Halt. Surinder, in England geboren und aufgewachsen und eifrig bemüht, über die Geschichte des Landes zu lernen (Zitat: "..Man sollte seine Geschichte kennen..."), um für sich ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, gerät mehr und mehr in Konflikt mit den Vorstellungen ihrer Eltern über ihre Zukunft.
Eine schöne, kleine Erzählung in typisch britischer Manier: realistisch, doch mit Humor gewürzt.