Dies ist die zweite Rezsension, die ich über dieses Buch schreibe. Die erste habe ich gelöscht, weil ich meine Meinung revidieren muss.
Zunächst war ich bei der Reiseplanung mit dem Dumont sehr unzufrieden. Ich hatte Schwierigkeiten, mich in dem Buch zu orientieren und fand selten das, was ich wissen wollte. An vielen Stellen kam er mir zu "dünn" vor. Irgendwann legte ich ihn entnervt auf die Seite und gab ihm einen Stern.
Ich holte ihn dann erst wieder heraus, als die Reise fast komplett geplant war und als wir tatsächlich nach Schweden aufbrachen - und dann stellte er sich völlig überrraschend als doch sehr hilfreich heraus. Insbesondere der Teil über Stockholm und Umgebung erschien uns sehr gelungen. Aber auch im Teil über Jämtland und Lappland fanden wir viele interessante Infos.
So kam es, dass der ursprünglich verschmähte Reiseführer am Ende doch in sehr regem Gebrauch war, was man ihm nach zweieinhalb Wochen kaum ansah (Soll heißen: Das Papier und die Bindung sinde von außerordentlich guter Qualität - gerade bei einem Reiseführer sollte man dies nicht unterschätzen!)
Ein Schweizer Ehepaar, das wir auf dem Dampfer nach Gripsholm trafen, warf einen Blick in unseren Reiseführer und beneidete uns darum: "Ach hätten wir nur den Dumont gekauft." (Ich weiß allerdings nicht mehr, mit welchem Reiseführer sie unterwegs waren.)
Für fünf Sterne reicht es trotzdem nicht. Wie gesagt: Für die Reiseplanung taugt er meines Erachtens nicht besonders gut. Und einige wenige Fehler fanden wir auch. Der auffälligste: Einmal heißt es, in Schwede sei es unüblich, Trinkgeld zu geben. Ein andermal liest man, in Schweden gäbe man 5% bis 10% Trinkgeld. Was denn nun?
Trotzdem: Alles in allem hat sich der Kauf mehr als gelohnt.