Sprachlich gelungen, setzt der Krimi auf einer Wanderung zweier Ehepaare bei schlechtem Wetter ein. Die Frauen gehen, wie man's kennt, ein Stück hinter den beiden Männern her. Die eine, hochschwanger, beschließt irgendwann zurückzugehen und wundert sich dabei über einen verdächtigen Knochen im Wildschweingehege. Sie wartet in einem verkommenen Ausflugslokal, bis irgendwann die Männer zurückkommen und es sich herausstellt, dass die zweite Frau niemals zu ihnen aufgeschlossen hat; sie ist und bleibt verschwunden. Und nein, es geht nicht um einen Serienmörder.
Viel mehr vom Inhalt will ich nicht verraten. Nur zum Ambiente noch so viel, dass wir uns in einem winzigen Provinzkaff bewegen. Wenn mich an diesem schönen Krimi etwas gestört hat, dann am ehesten, dass die Komissarin single ist und ein Alkoholproblem hat. Ich finde dergleichen inzwischen sehr klischeehaft und bezweifle zudem, dass dem Klischee eine Realität gegenübersteht: Polizeibeamte sind nach meiner Erfahrung meist sehr stabile, gutbürgerliche Leute mit stinknormalem Familienleben. Noch ein kleiner Kritikpunkt: Von den hausbesitzenden Provinzdamen gibt es wohl eine zuviel, ich jedenfalls habe irgendwann zum Verwechseln geneigt. Am Plot ist nichts auszusetzen. Das war mein erster, aber sicher nicht mein letzter Monika-Geier-Krimi.