Ich habe das Buch gerne gelesen und es bietet Inhalt exakt wie der Untertitel verspricht: "Eine Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter". Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr! Alle wichtigen Grundlagen der Bildgestaltung werden übersichtlich und leicht verständlich dargestellt. Im letzten Kapitel wird, sehr knapp aber durchaus präzise, der grundlegende digitale Workflow bezogen auf die Schwarz-Weiß Fotografie anhand von Photoshop CS2 erklärt. Photoshop Elements reicht aber völlig aus um die Beispiele nachvollziehen zu können. Diejenigen Amatuere, die sich die Frage stellen: Was muss ich tun um mehr as nur 08/15 Bilder zu produzieren, bekommen mit diesem Buch einen guten und vor allem schnellen Überblick. Der Profi wird allerdings schon alles wissen. Alle Bilder sind erklärt (meist auch mit einer kleinen Geschichte zur Entstehung), lehrreich und korrespondieren immer mit dem gerade erklärten Thema. Mehr als die Hälfte der aufgenommenen Bilder stammen noch aus dem analogen Zeitalter.
Inhaltliche Themen (Klischebilder überwinden, Street Photography, Architekur) und Themen zur Bildgestaltung (Bildaufteilung, Bildwirkung) sind übersichtlich und kapitelweise aufbereitet und mit den jeweils passenden Bildern ausgestattet. Man lernt damit anhand der Bildbeispiele.
Kritikpunkte: Die Informationen zu den Bildern muss man sich immer aus dem Lesetext zusammensuchen und ein bisschen hat man auch den Eindruck, dass der Autor eben schnell auch noch ein Buch 'für das digitale Zeitalter' geschrieben hat (ergänzend zum Buch 'Workshop kreative Schwarz-Weiß Fotografie' aus dem Jahre 2001).
Wer einen schnellen und soliden Einstieg in die Bildgestaltung sucht bekommt hier ein sehr gutes Buch. Wer mehr Tiefgang will, sollte sich eher das Buch 'Der fotografische Blick' von Michael Freeman ansehen. Weil das Buch hauptsächlich die Bildgestaltung behandelt, ist es auch für Leute zu empfehlen für die Schwarz-Weiß Fotografie nur ein Nebenthema ist.