Kurzbeschreibung
Durch die jüngsten Steueraffären ist die Moral der für ihre Neutralität bekannten Schweiz stark ins Wanken geraten. Johannes von Dohnanyi geht dem Schweizer System auf den Grund und deckt auf, in welchem Ausmaß die Schweiz Steuerbetrug unterstützt oder sogar aktiv fördert. Und er stellt diejenigen an den Pranger, die überhaupt erst ermöglicht haben, dass sich mitten in Europa ein schwarzes Loch auftut.
Die Liechtenstein-Affäre machte den Anfang jetzt ist die Schweiz an der Reihe, wie der angekündigte geheime Verkauf von über 30.000 Daten Schweizer Konten an den BND vor kurzem bewies. Verglichen damit ist Liechtenstein ein Sturm im Wasserglas. Denn durch das System Schweiz bekommt der Steuerbetrug Methode und ist ein schwarzes Loch mitten in Europa entstanden. Der als streitbar bekannte Autor Johannes von Dohnanyi deckt die wahren Abgründe hinter dem Bankgeheimnis auf und stellt vor allem die immer dringender werdende Frage, inwiefern die im Schatten der Aushängeschild-Neutralität des Landes getätigten Bankgeschäfte noch vereinbar sind mit Begriffen von Ethik und Moral.
Über den Autor
Johannes von Dohnanyi, geb. 1952, war 25 Jahre lang politischer Korrespondent in Italien, Singapur und Thailand für u. a. die Zürcher Weltwoche und die Zeit. Über die Jahre hat er sich auf das internationale organisierte Verbrechen und das globale Netz des islamistischen Terrorismus spezialisiert. Heute arbeitet der mit dem Journalistenpreis der Stadt Rom ausgezeichnete Autor als Leiter des Auslandsressorts beim SonntagsBlick in Zürich und lehrt am Fachbereich Medien der Universität Düsseldorf. Vom Autor bei Pendo erschienen: Schmutzige Geschäfte und Heiliger Krieg. Al-Quaida in Europa (2002).