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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Durchschnittsware,
Von Mehlschwalbe (Rotenburg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Schwarzfall: Thriller (Taschenbuch)
Katastrophenthriller sind eines meiner Lielingsgenres, wenn es um Unterhaltungsliteratur geht. Der Inhalt klingt interessant, und der Roman spielt in Deutschland, was immer eine erfrischende Abwechslung ist.
Im hochsommerlichen Frankfurt fällt für mehrere Tage der Strom aus ' was würde wohl passieren. Der Leser folgt einer Handvoll Figuren durch diese Extremsituation ' einer aufopfernden Ärztin, einem Kleinkriminellen, einem Besserverdiener ' und erlebt mit, wie sie diese Zeit erleben. Leider sind die Protagonisten für meinen Geschmack sehr klischeebeladen und handeln dementsprechend vorhersehbar. Darüber hinaus werden mittendrin auf einmal neue Figuren, neue Konflikte eingeführt, nur um 50 Seiten vor dem Schluss einfach wieder zu verschwinden. Lose Fäden in der Erzählung. Auch die (ohnehin sehr gemächlichen) Hauptspannungsbögen werden nicht konsequent zu einem Höhepunkt geführt, sondern bleiben kurz vor dem Gipfel schnaufend stehen. Mich ließ der Schluss eher unbefriedigt zurück, sodass die fehlende Spannung nicht aufgefangen werden konnte. Eines der größten Mankos ist in meinen Augen, dass nicht einziges Mal 'herausgezoomt' und das große Ganze betrachtet wird. Der Leser wird ausschließlich Zeuge der unmittelbaren Erlebnisse der Protagonisten, es fehlt jeglicher Bezug zu einer landesweiten Situation (von fünf Zeilen Nachrichten aus dem Radio einmal abgesehen). Zu dem doch sehr einfachen Schreibstil gesellen sich noch fehlende kreative Ideen hinzu. Die auftretenden Motive (Machtergreifung, sich ausbreitende Anarchie etc.) wurden alle schon hundert Mal woanders geschrieben ' nur unterhaltsamer. Wer selten Thriller liest bekommt mit 'Schwarzfall' sicherlich ein nettes Häppchen für zwischendurch. Aber grandios unterhalten oder gar nachhaltig beschäftigen kann der Roman leider nicht. Durchschnittsware, welche noch am ehesten mit der schicken Aufmachung punkten kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wenn Menschen auf sich selbst zurückgeworfen werden,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schwarzfall: Thriller (Taschenbuch)
Was geschieht in unserer energieintensiven Zeit, wenn der Strom ausfällt und das für einen deutlich längeren Zeitraum als ein paar Stunden? Welche Entwicklung nimmt das, scheinbar nur vordergründig gezähmte "Raubtier Mensch", wenn der ordnende Rahmen der Staatsmacht nicht mehr in Erscheinung tritt?
In seinem neuesten Roman greift Peter Schwindt, bisher bekannt vor allem als Autor von Jugendbüchern, dieses brisante Thema auf. Anhand dreier Personengruppen entfaltet er eine sich langsam, aber stetig steigernde Geschichte. Das junge Elternpaar Jessie und Patrick, haltlos und Arbeitslosengeld II Empfänger, in einem Wohnsilo von Seckbach, einer Stadt im Frankfurter Umland. Das gestandene Ehepaar Hellmann samt Familie, eher der klassischen Mittelschicht zu zurechnen und entsprechend in Seckbach im Einfamilienhausvietel lebend und Katharina Debus, Ärztin am Krankenhaus in Seckbach, werden zu Beginn des Romans in ruhiger, ausführlicher und dennoch nicht langatmiger Weise in ihren Persönlichkeiten, Lebensumständen und Prägungen vorgestellt. Die Geschichte der Protagonisten beginnt, sich im Verlauf eines Tage anhaltenden Stromausfalles mehr und mehr zu Verknüpfen. Jede der Figuren des Buches stellt sich den immer katastrophaler werdenden Umständen in ihrer ganz eigenen Weise und sieht sich mit ganz eigenen, sich ebenfalls steigernden, privaten Problemen konfrontiert. Im zweiten Teil des Buches eskalieren die Ereignisse. Was wird passieren, wenn die Bürgerwehr des bürgerlichen Wohnviertels in Seckstedt sich der Konfrontation mit den unerträglich werdenden Umständen des sozialen Brennpunktes in der Nachbarschaft gegenüber sieht? In sprachlich ausgewogener Form, mit einem geschärften Blick für das Detail und in unaufgeregtem Erzählstil gelingt es Peter Schwindt, aus den zunächst vorgestellten Stereotypen seiner Protagonisten eine lebendige und nachvollziehbare Entwicklung der Personen intensiv zu vermitteln. Spannend, wie sich Patrick von einem ständig auf "Respekt" pochenden Mann der Unterschicht, der Gewalt als grundlegende Strategie nach vorne rückt, zu einem verantwortlichen Vater entwickelt. Ebenso eindringlich der Blick hinter die Kulissen der "heilen Welt" des Ehepaares Hellmann und seiner beiden Söhne, bei dem die mühsam beherrschten "inneren Gewalten" die Fassade im Verlauf der Geschichte tiefen Rissen zuführt. Diese Entwicklungsgeschichten sind das eigentliche Thema des Buches, das damit wie ein Spiegel der Prägungen und Fassaden eines vermeintlich zivilisierten Lebens fungiert. Eine Fassade anerzogener sozialer Verträglichkeit, die nicht lange Bestand hat, wenn das gewohnte Leben intensivem Druck ausgesetzt ist. Ebenso lässt das überraschende Ende und die entscheidende Rolle, die die, bis dahin blasse, Ehefrau Hellmann dabei spielt nicht Gutes für die Zukunft erahnen und bleibt dennoch im Blick auf andere Figuren der Geschichte nicht ohne Hoffnung auf die Entwicklungsfähigkeit des Menschen selbst in Grenzsituationen. Wie sehr unsere vermeintlich lange Zeit austarierte Gesellschaft unter der Oberfläche bereits in brodelnde Spannung geraten ist, wie sehr wir, selbst was einfache Lebensmittel angeht, vom energiehungrigen Strom der Waren abhängen und wie schwierig ein wirkliches soziales Miteinander ist, davon zeugt dieses Buch. Immer mit einer latenten Spannung und auch in den Nebenfiguren in der Tiefe beschrieben gestaltet. Gerade die vermeintlichen "Eckpfeiler" der Gesellschaft werden hier in ihrer meist meisterhaft versteckten, hässlichen Seite entlarvt. Fazit: Ein in seinem Sprachrhythmus gut zu lesendes Buch, dass uns die Gefährdungen, aber auch Möglichkeiten unseres Lebens im sozialen Rahmen eindringlich vor Augen führt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Sehr nahe am Groschenroman,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schwarzfall: Thriller (Taschenbuch)
Dieses Buch war ein echter Reinfall.
Flache Story - blasse Charaktere - Lindenstrasse in Buchform mit ein wenig Endzeit-Beigabe. Als Groschenroman ok - aber sonst.... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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