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Schwarzes Wasser [Gebundene Ausgabe]

Maximilian Steinbeis
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

23. Juli 2003
Elisabeth, eine der drei Hauptfiguren in Maximilian Steinbeis' Erzählung Schwarzes Wasser, feiert ihren zwanzigsten Geburtstag mit einem großen Fest bei Wolodja, ihrem besten Freund. Sie feiert ihren Geburtstag nicht unbeschwert, sie ist immer noch Jungfrau, uneingeweiht ...
Die meisten der Partygäste sind ihr da weit voraus. Wolodja, der seinen Namen dem russischen Großvater verdankt, der ebenfalls mit im Haus wohnt, kommt merkwürdigerweise nicht infrage. Vielleicht Albert, Wolodjas engster Freund? Und dann ist da noch jener Großvater, gebrechlich, fast hundert Jahre alt, der noch etwas zu erzählen hat, was die Familie betrifft, die Geschichte einer anderen weiblichen Initiation.
Schwarzes Wasser erzählt den Ablauf eines einzigen Tages und einer Nacht, erzählt vom Glück und der Gewalttätigkeit der Liebe, von dem Ungeheuren, das möglich ist zwischen den Menschen, vom Gelingen und vom Scheitern. Ein beeindruckendes und bewegendes Debut voller Intensität.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (23. Juli 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340650969X
  • ISBN-13: 978-3406509698
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.206.834 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Steinbeis

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5.0 von 5 Sternen 24 fuminante Stunden 16. August 2003
Ein tolles Buch, lebendig geschrieben, einfühlsam und spannend zugleich. Es geht um Licht und Schatten von Liebe und Sexualität, um Verlangen, Irrtum und Verwirrung - und die daraus resultierenden tragischen Konsequenzen. Und um das, was sich jeder Mensch als vollkommen ersehnt, aber nicht jeder erreicht.
„Das erste Mal" - nach Elisabeth's Wunsch soll das endlich an Ihrem 20. Geburtstag geschehen, auf einer Party, den ihr platonischer Freund Wolodja für sie ausrichtet. Mit überaus feinsinniger Beobachtung beschreibt Steinbeis die Gefühle der jungen attraktiven Nachwuchs-Pianistin, die sich in Albert, den Freund Wolodjas, verguckt hat. Doch dieser gilt als eher flüchtiger Zeitgenosse, der im Rufe steht, nichts anbrennen zu lassen.
Mitten in die abendliche Party setzt Steinbeis eine Rückblende. Im Mittelpunkt steht der über 90-jährige Großvater Wolodjas. Auch in dieser Geschichte geht es um das erste Mal - die verhängnisvolle Verführung einer Minderjährigen durch einen gestandenen verheirateten Mann - beschrieben aus einer gefühlsverwirrten, unkontrollierten und verstrickten Männersicht. Abschreckend und faszinierend zugleich, von „schaudernd" über „bittersüß" bis „entsetzt" nimmt einen die Erzählung gefangen. Doch mehr wird nicht verraten!
Steinbeis setzt sich mit Kraft und Ohnmacht der Liebe auseinander, und damit zugleich mit der inneren und natürlichen Ordnung des Lebens, dessen höchste Instanz die gelebte Sexualität ist. Der Vollzug der Liebe und das gemeinhin als triebhaft im Menschen Verdrängte ist letztlich stärker als alle Vernunft. Und nirgendwo sonst ist jeder einzelne Mensch, der lebt, verletzlicher. Der Schmerz Wolodjas am Ende der Erzählung, als er gewahr wird, dass zwischen Elisabeth und Albert etwas läuft, ist starker Ausdruck für die tief verwurzelte Sehnsucht jedes Menschen nach Vereinigung mit dem anderen Geschlecht. Wo das nicht gelingt, ist alles andere menschliche Tun dem gegenüber nur Mangel und Ersatz - so wie der ganze Unrat, den die Partygäste hinterlassen.
Die Erzählkunst von Maximilian Steinbeis nimmt einen von Anfang an gefangen. Mit einem fulminanten Anfangssatz, der sich über 1  Seiten erstreckt, nimmt einen der Autor mit hinein in den anbrechenden Tag und die folgende Nacht. Auch wenn das Buch nur 140 Seiten umfasst - die 24 Stunden haben es wirklich in sich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fulminantes 24-Stunden-Erlebnis 11. August 2003
Ein tolles Buch, lebendig geschrieben, einfühlsam und spannend zugleich. Es geht um Licht und Schatten von Liebe und Sexualität, um Verlangen, Irrtum und Verwirrung - und die daraus resultierenden tragischen Konsequenzen. Und um das, was sich jeder Mensch als vollkommen ersehnt, aber nicht jeder erreicht.
„Das erste Mal" - nach Elisabeth's Wunsch soll das endlich an Ihrem 20. Geburtstag geschehen, auf einer Party, den ihr platonischer Freund Wolodja für sie ausrichtet. Mit überaus feinsinniger Beobachtung beschreibt Steinbeis die Gefühle der jungen attraktiven Nachwuchs-Pianistin, die sich in Albert, den Freund Wolodjas, verguckt hat. Doch dieser gilt als eher flüchtiger Zeitgenosse, der im Rufe steht, nichts anbrennen zu lassen.
Mitten in die abendliche Party setzt Steinbeis eine Rückblende. Im Mittelpunkt steht der über 90-jährige Großvater Wolodjas. Auch in dieser Geschichte geht es um das erste Mal - die verhängnisvolle Verführung einer Minderjährigen durch einen gestandenen verheirateten Mann - beschrieben aus einer gefühlsverwirrten, unkontrollierten und verstrickten Männersicht. Abschreckend und faszinierend zugleich, von „schaudernd" über „bittersüß" bis „entsetzt" nimmt einen die Erzählung gefangen. Doch mehr wird nicht verraten!
Steinbeis setzt sich mit Kraft und Ohnmacht der Liebe auseinander, und damit zugleich mit der inneren und natürlichen Ordnung des Lebens, dessen höchste Instanz die gelebte Sexualität ist. Der Vollzug der Liebe und das gemeinhin als triebhaft im Menschen Verdrängte ist letztlich stärker als alle Vernunft. Und nirgendwo sonst ist jeder einzelne Mensch, der lebt, verletzlicher. Der Schmerz Wolodjas am Ende der Erzählung, als er gewahr wird, dass zwischen Elisabeth und Albert etwas läuft, ist starker Ausdruck für die tief verwurzelte Sehnsucht jedes Menschen nach Vereinigung mit dem anderen Geschlecht. Wo das nicht gelingt, ist alles andere menschliche Tun dem gegenüber nur Mangel und Ersatz - so wie der ganze Unrat, den die Partygäste hinterlassen.
Die Erzählkunst von Maximilian Steinbeis nimmt einen von Anfang an gefangen. Mit einem fulminanten Anfangssatz, der sich über 1  Seiten erstreckt, nimmt einen der Autor mit hinein in den anbrechenden Tag und die folgende Nacht. Auch wenn das Buch nur 140 Seiten umfasst - die 24 Stunden haben es wirklich in sich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachgewaltig und subtil 30. August 2003
Ein wunderbar subtiles, sprachlich faszinierendes Buch.
Allein das sprachliche Feuerwerk der ersten anderthalb Seiten, wenn sich der Vorhang zur Erzählung öffnet, ist die Anschaffung wert!! Was danach als Teenie-Geschichte beginnt, wird bald auf elegante Art mit einem äußerlich ganz anderen, aber doch verwandten Handlungsstrang verknüpft und gewinnt durch diese zweite Ebene noch mehr Tiefe. Die eingeschobene Erzählung ist für sich allein anrührend, gleichzeitig übt sie subtil Einfluß auf die "Hauptgeschichte" aus, und zwar sowohl in Bezug auf die Wahrnehmung des Lesers als auch in Bezug auf deren Protagonisten. So entsteht eine melancholische, tiefgründige Geschichte, eingefasst in einen wunderbar leichten Rahmen.

Steinbeis ist sprachlich souverän, sein ausgefeilter Stil, seine Liebe zum Detail und zu originellen aber immmer treffenden Metaphern heben das Buch höchst angenehm vom gewollt lapidaren Stil der sog. Pop-Literatur ab. Die Lektüre ist ein Genuß.

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