Mit "Schwarzes Gold" legt das Label "Hörbucht" das erste Hörspiel vor. Im Großen und Ganzen darf man diese Premiere als durchaus gelungen bezeichnen.
Auch wenn der Name "Jules Verne" für sich spricht, hatte ich doch bei der ausgewählten Geschichte die Befürchtung, dass diese entsprechend ihrem vergleichsweise geringem Bekanntsheitsgrad, eher zu den schwächeren Erzählungen aus der Feder des Autors gehört. Zwar fällt diese tatsächlich etwas gegenüber den bekannteren Klassikern ab, tatsächlich schwach ist sie allerdings keinesfalls. Eine solide Abenteuergeschichte, die zwar zum Teil mit bekannten Elementen spielt, aber auch durchaus originelle und eigenständige Aspekte hat.
Die Geschichte hat zudem auch genügend Substanz, um über die Spielzeit von 79 Minuten den Hörer gut unterhalten zu können. Allerdings ist das Erzähltempo nicht sonderlich hoch, was zwar zur Geschichte passt, aber doch dem einen oder anderen Hörer vielleicht etwas zu langatmig wirkt.
Die Darstellung, sowohl was Musik und Geräusche, aber auch die schauspielerische Leistung betrifft, ist überraschend gut gelungen. Für eine Premiere hat man hier eine wirklich beachtliche Leistung erbracht, die sich am Markt sicherlich nicht zu verstecken braucht.
Ein gelungener Einstand - Mit "Schwarzes Gold" legt das Label "Hörbucht" ein mehr als solides Abenteuerhörspiel vor, dass sicherlich nicht nur bei Jules-Verne-Fans Gefallen finden dürfte.