Als großer Krimifan habe ich mich von den vielen positiven Rezensionen leiten lassen und meinen ersten Burger-Krimi bestellt. Leider bin ich etwas ernüchtert, denn der Krimi ist allenfalls souverän runtergeschrieben und kommt ohne besondere Höhepunkte aus. Der Stil des Autors erinnert mich ein bisschen an die Montalbano-Krimis von Camilleri, die man flott runterlesen kann.
Die Geschichte um einen toten Afrikaner und eine Frau, die lebend, aber schwer verwundet in einem Waldstück gefunden wird, erzählt Burger klar und stringent runter. Allerdings glänzt die Ermittlungsarbeit nicht gerade durch pfiffige oder gar innovative Einfälle. Überraschende Wendungen und atemberaubende Spannung sucht man ebenfalls vergebens.
Fazit: Ich habe mehr erwartet, wurde aber wegen der logischen und souveränen Erzählweise des Autors nicht enttäuscht. Für Vielleser und Krimifans, die dringend neuen Lesestoff brauchen, würde ich eine Empfehlung aussprechen. Wer nur selten ein Buch liest, dem würde ich raten, noch ein bisschen weiterzusuchen.