Da die meisten Afrikaromane sehr kitschbeladen sind und in ihren Beschreibungen von Land und Leuten eher an der Oberfläche bleiben, hebt sich dieser Roman sehr positv von solchen Büchern ab. Nicht immer leicht zu verdauen sind die Schilderungen des kriegsgebeutelten Ruanda,in denen Hutu
und Tutsi sich gegenseitig bekämpfen.Ein korruptes , unorganisiertes System, was den Einwohnern das Leben zur Hölle macht wird genauso beschrieben, wie die Widersprüchlichkeit, die wir dem Kontinent versuchen überzustülpen.Einerseits wollen wir den Einwohner unsere Kultur aufzwingen, weil wir glauben, dass es den Menschen dann besser geht, anderseits finden wir als Touristen das Vorfinden alter Kulturen schön, da es doch so schön auf Zelluloid zu bannen ist. Auch die Denkweise der Afrikaner, die für uns so häufig unverständlich ist, wird gut beschrieben.
Eingebunden in die Geschichte um die amerikanische Psycholgin Josephine Carter, die ihre auf dem schwarzen Kontinent verschollene Zwillingsschwester Angelina sucht, bringt dieser Roman dem Leser das realistische Afrika nahe. Abenteuerlich wird die Suche Josefines beschrieben, die den Dschungel Afrikas durchquert, in dem ihre Schwester Angelina verschwunden ist und die auf ihrer Suche, durch den Kriegszustand im Lande, an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommt. Doch ihr Leben in Afrika, die Erfahrungen und Beobachtungen mit den Menschen ihrer Umgebung,verändern Josefine.Als ihr der Mann ,mit dem Josefine sich vorstellen kann ihr Leben zu verbringen,die Frage stellt ,ob sie bleiben will,steht sie vor einer großen Entscheidung.
Sehr empfehlenswert.