Schwarzer Tod, von Greg Iles, spielt im zweiten Weltkrieg. Die Deutschen, aber auch die Alliierte, entwickeln Giftgase. Da die Alliierte kurz vor der Invasion mit der Entwicklung des Giftgases ins Hintertreffen zu geraten scheinen, sollen zwei Zivilisten (ein amerikanischer Chemiker sowie eine deutscher Jude) ins deutsche Reich eindringen und in einem KZ, wo die Deutschen ihr Giftgas entwickeln und testen, aus Abschreckungsgründen, das englische Giftgas zum Einsatz bringen.
Bei diesem Roman handelt es sich um einen Aktion-Thriller mit historischen Hintergrund. Im ersten Teil des Buches gibt es zwei Erzählstränge: zum einem wird das Team ausgewählt und ausgebildet, zum anderen das Leben im KZ anhand von einzelnen Schicksalen recht bildhaft dargestellt. Der zweite Teil des Buch handelt dann vom eigentlichen Einsatz.
Die Geschichte könnte einem daher bekannt vorkommen: ein Spezialteam dringt ins Feindesland ein, stoßen auf Probleme und versuchen ihren Auftrag “intelligent” zu erledigen. Dies jedoch in einem KZ anzusiedeln und über eine mögliche Verwendung von Giftgas in einem Roman zu schreiben, war für mich neu. Die Darstellung des KZ-Lebens macht nachdenklich.
Der Roman scheint die Leser zu polarisieren, zumindest hatte ich den Eindruck beim Lesen einiger Rezensionen. Natürlich kann man sich fragen, ob man einen Roman in einem KZ spielen kann. Ich denke, solange dies nicht verherrlicht wird, ist das o.k. Und dies findet in diesem Roman nicht statt.
Auf rund 686 (!) Seiten hat Iles einen spannenden Roman abgeliefert, der insbesondere im letzten Drittel recht dramatisch wird. Er ist aber etwas anders als seine andere Romane (”At E.R.O.S.”, “Unter Verschluß” oder “24 Stunden”).
Bei diesem Roman hatte ich aufgrund von Rezensionen länger beim Kauf gezögert, letztendlich aber nicht bereut.
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