In diesem Polit-Thriller von 1975 benutzen arabische Terroristen einen im Vietnamkrieg traumatisierten Piloten, um beim Super-Bowl-Endspiel das ganze Stadion in die Luft zu sprengen.
Auch wenn dieser Roman nicht in einer Reihe mit Harris späteren Erfolgen steht, so ist er doch trotzdem lesenswert. Durch die ausführliche Beschreibung der langwierigen Vorbereitungen erzeugt der Autor fast Sympathie für das Vorhaben; ich habe mich jedenfalls zwischendurch ein paar Mal dabei ertappt, wie ich auf Seite der Terroristen einem Gelingen des Anschlags entgegenfieberte. Aber zum Glück kommt es anders, wenn auch zu keinem wirklichen Happy End....
Mitleid geweckt wird auch für den im Vietnamkrieg abgeschossenen Piloten, der in der Kriegsgefangenschaft gefoltert wurde und als gebrochene Persönlichkeit zurückkehrte. Er verlor seine ganze Familie und fand nicht mehr in ein normales Leben zurück – um sich an der US-Gesellschaft zu rächen, lässt er sich von den Terroristen einspannen. Allerdings spielen dabei auch die Verführungskünste der attraktiven Araberin Dahlia eine Rolle.
Man stellt fest, dass sich seit den Siebzigern gar nicht so viel geändert hat, lediglich stand der Terrorismus in dieser Zeit etwas mehr im Zeichen des Ost-West-Konfliktes, die religiöse Komponente war noch nicht so stark.
Die Geschichte hat gezeigt, dass die Vorstellung, Terroristen würden ein ganzes Stadion zum Ziel eines Anschlags machen, so abwegig nicht war.
Ähnliches passiert ja auch in Tom Clancys „Echo aller Furcht“, allerdings schreibt Thomas Harris um einiges besser!
Gelungen ist auch die Verfilmung mit Robert Shaw, Bruce Dern und Marthe Keller. Leider gibt es den Film noch nicht auf DVD.