Auch das dritte Buch von Karl Olsberg"Schwarzer Regen", kann man als gelungenen Thriller bezeichnen,obwohl er für meinen Geschmack ein paar Schönheitsfehler aufweist.
Die Themen , die der Autor aufgreift sind hochaktuell und treffen immer ins Schwarze.
In Karlsruhe detoniert eine Atombombe mit immenser Sprengkraft. Sie zerstört die Stadt fast vollständig und hinterläßt zehntausende von Toten und stark geschädigten Strahlenopfern.Wer ist für diesen Anschlag verantwortlich?Der Expolizist Lennard Pauly, dessen Sohn bei diesem Anschlag ums Leben kam, macht sich auf die Suche nach den Verantwortlichen und erfährt Ungeheuerliches bei seiner Recherche, die ihn selbst in Lebensgefahr bringt.
Das neue Buch von Karls Olsberg, läßt sich bis auf einen etwas zähen Einstieg flüssig und sehr spannend lesen. Am Anfang wurden mir persönlich etwas zu viele Personen vorgestellt.Dann aber legt Olsberg rasant an Tempo zu und liefert einen Roman , durch den man bis zum Ende hechelt ,ohne die Mörder zu kennen.
Allerdings hat Olsberg für meinen Geschmack ein paar Aspekte zuviel in die Geschichte gebracht, die dann am Ende recht lapidar ,oder garnicht erklärt werden. Außerdem stellt er eine Nuklearkatastrophe diesen Ausmaßes etwas zu unrealistisch dar.Er spricht immer nur von den Konsequenzen für Karlsruhe und nicht für ganz Deutschland und auch die anderen Staaten, die bei solch einem Szenario auf Jahrzehnte hinaus die Auswirkungen spüren würden.
Was mich auch ein bisschen unbefriedigt zurückgelassen hat, war die Tatsache, dass es keine klare Aufklärung des Falles gibt. Es erscheint der Eindruck, als wenn der Auror vor der Brisanz einer Schuldzuweisung zurückschreckt.
Also etwas zu viele unerledigte Sachen, die den Genuss etwas schmälern.
Trotz allem war das Buch superspannend zu lesen und mir lief es mehr als einmal kalt über den Rücken, denn allein die Vorstellung einer solchen Katastrophe bringt einen um den Schlaf.
Für meine Kritikpunkte einen Punkt Abzug, aber trotzdem empfehle ich dieses Buch unbedingt zu lesen,sie werden es nicht bereuen,da es hundertprozentig spannende Lesestunden beschehrt.