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Schwarzer Rücken der Zeit
 
 
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Schwarzer Rücken der Zeit [Gebundene Ausgabe]

Javier Marías , Elke Wehr
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 02.09.2000
Milde geht Verena Auffermann mit dem 49-jährigen, "wohlhabend" gewordenen spanischen Schriftsteller um, in dessen "Labyrinth" selbst sie, die seine Bücher liebt, sich manchmal verliert. Dann fühlt sie sich aus dem Text geworfen und mutmaßt, dass man ihm überhaupt gar nichts glauben kann, weder die Fiktion noch die Fakten. Mit der Mischung von beidem beschäftigt sich nämlich dieses "Buch über Bücher" noch einmal auf besondere Weise. Marías nimmt den "Rücken" in seinem Titel als Rückseite der Geschichte, jeder Geschichte, ernst, und gibt, so Auffermann, hier "Auskunft über das Verhältnis realer Personen zueinander, die sich in Marías fiktiven Figuren zu erkennen glauben". Oberflächlich gesehen wurde dies ausgelöst durch einige Oxforder Professoren, die sich über Missrepräsentationen empörten, nachdem sie sich in Marías Roman "Aller Seelen" dargestellt wähnten. Damit hatte der "internationale Star" sie am Haken und schreibt hier seinen Roman noch einmal, gewissermaßen aus der Sicht der anderen und macht so zum Thema, was Kunst und Leben gleichermaßen auszeichnet. Denn "nicht nur der Schriftsteller `fälscht` Biografien", schreibt Auffermann, "jeder Mensch tut es, wenn nicht mit anderen, dann mit dem eigenen Leben. Darüber gibt Marías Auskunft." Eine "Arbeitsanalyse des Schriftstellers" ist dies zudem, meint die Rezensentin, und dem Literaturliebhaber gibt sie weitere Hinweise an die Hand, wie das Buch zu lesen sei: da gibt es z.B. Anspielungen auf Nabokov, auf Marías Biografie und auf die anderer Schriftsteller, und natürlich seine eigenen Bücher. Und sie lobt am Schluss die Übersetzerin Elke Wehr, die seine "verzwickten Bücher so souverän, schlank und lakonisch übersetzt".

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Wird eine Geschichte in der ersten Person Singular erzählt, werden ferner Dinge erwähnt, die dem Autor selbst tatsächlich zugestoßen sind, dann mag es verführerisch sein, den Autor gleichzusetzen mit dem Ich-Erzähler. Das geschah Javier Marias mit einem Roman. Er erhielt Anrufe von Freunden und völlig Fremden, die sich in gewissen Figuren wiedererkannt hatten; und er hörte von anderen, die sichtlich verschnupft waren, weil sie nicht vorkamen. Die Wahrheit war: alle Romanfiguren waren erfunden, die einzig nicht-erfundene Figur war ein wenig bekannter Schriftsteller, der lange tot war. Ein Beweis für die Macht der Fiktion, Wirklichkeit zu schaffen ohne ein reales Vorbild; und Vergessenem durch Erzählen Dauer zu verleihen. Um diese Gedanken kreist dieser neue Roman von Javier Marias. Plaudernd, ironisch, klug, immer unterhaltsam verfolgt Marias wie ein Detektiv die abenteuerlichen Lebensläufe des Dichters Gawsworth, dessen Mentors Wilfried Ewart oder des Abenteurers Hugh Oloff de Wet, deren Wege sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder gekreuzt haben. Lücken in ihren Biographien füllt er gekonnt mit Erfundenem. Die Übergänge zwischen der Rekonstruktion eines Ereignisses und der erzählerischen Imagination sind fließend und legen nahe, dass es sich bei "Schwarzer Rücken der Zeit" selbst möglicherweise um eine subtile Fälschung handeln könnte.
Javier Marias, 1951 in Madrid geboren, ist einer der bedeutentsten und der am meisten übersetzte Gegenwartsautor Spaniens. Seit seinem Welterfolg "Mein Herz so weiß" ist er mit zahlreichen international wichtigen Preisen ausgezeichnet worden.

Der Verlag über das Buch

»Die Lektüre des Buches ist ein Genuss, auch und gerade für denjenigen, der das Original nicht unmittelbar zur Hand hat.« Hispanorama

»Javier Marías verwandelt seine Biographie in den abenteuerlichsten seiner Romane.« Emma Rodríguez in ›El Mundo‹

»›Schwarzer Rücken der Zeit‹ ist durchaus etwas Neues: ein Abenteuerroman für bibliophile Spurensucher, die sich gerne durchs dichte Unterholz eines Dschungels exotischer Existenzen schlagen.« Christine Diller im ›Münchner Merkur‹

»Ein weniger talentierter Autor hätte aus den verstreuten Themen und Figuren wohl kaum etwas Zusammenhängendes schaffen können. Marías aber spinnt […] den Leser ein in eine Art kriminalistische Bibliographie und Biographie. […] Die mysteriöse Spannung seines Buches liegt vor allem in der schließlich unmöglichen Trennung zwischen wahren und fingierten Schilderungen. […] Ein so wunderbar versponnenes und exquisit exzentrisch bevölkertes Buch wird man so schnell nicht wieder finden: sicher ein egozentrisches Werk, aber auch ein großer Roman über die Vergänglichkeit, über Verhängnis und Zufall.« Volker Isfort in der ›Abendzeitung‹

»Wieder fesselt sein plaudernder Erzählton, der eindrückliche Bilder und Szenen zu beschwören vermag.« Thomas Groß im ›Rheinischen Merkur‹

»Es gibt niemanden, der aus […] den ungezählten Kleinigkeiten auf dem Wegesrand offizieller und bedeutender Ereignisse, aus diesen en passant aufgesammelten Splittern […] zauberhaftere Dichtung schaffen kann als Javier Marías.« Steffen Kopetzky in der ›Süddeutschen Zeitung‹ -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenportrait

Javier Marias, 1951 in Madrid geboren, ist einer der bedeutentsten und der am meisten übersetzte Gegenwartsautor Spaniens. Seit seinem Welterfolg "Mein Herz so weiß" ist er mit zahlreichen international wichtigen Preisen ausgezeichnet worden.
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