Übungen im Zusammenhang mit einem Krimi! Spanisch kochen lernt man nebenher! Das klingt super! In der Ausführung zerreißt es das Buch.
Es gibt je eine halbe Seite Text, eine halbe Seite Übung.
Anfang: Komissar und Assistentin sitzen im Lokal. Erste Übung. Er gibt ihr das Rezept für das Essen, komplett mit Mengenangaben und Kochanleitung. (Toll? Vielleicht beim ersten Mal) Übung. Anruf: es gibt eine Leiche. Übung. Besprechung. Übung. Anreise. Übung. Man sucht die Witwe auf,(Übung) die bietet etwas zu essen an, erläutert das komplette Rezept, (Übung)verweist an einen Freund des Toten (Übung), der bietet etwas zu essen an, erläutert das Rezept...
Mal wird der Text für die Übung unterbrochen, mal wird die Übung in den Text eingebaut. Bsp.: Autobremse manipuliert, Fahrt bergab... BITTE FÜLLEN SIE FOLGENDE PRÄPOSITIONEN IN DIE LÜCKEN EIN! Richtig gelesen! Das Schlittern, Überschlagen, Registrieren, des Wagens, der einem seit langem folgt... wird zum Lückentext, den man nicht einfach liest, sondern den man nebenher erst noch komplettieren muss.
Ich kann mich den lieben langen Tag auf spanisch unterhalten, nicht mühelos oder fehlerfrei, aber ohne große Probleme. Dennoch ist dieser Text für mich anspruchsvoll genug, auch ohne dass ich während des Lesens Anagramme lösen muss. Dabei sind die Übungen nicht schwierig, oft so einfach, dass sie ohnehin geschenkt sind, aber sie stören. Wie soll man denn da ein Sprachgefühl entwickeln, wenn die Sprache so zerhackt wird? Bei den Rezepten habe ich schließlich nur noch geguckt, wo hört das denn wieder auf, und habe dort weitergelesen. Leider ging das mit mindestens der Hälfte der Übungen nicht, denn sie waren ja Bestandteil des Textes. Ich finde es nervig während des Showdowns eine Grammatikaufgabe lösen zu müssen.
Da wollte jemand deutlich zuviel des Guten. Schade! Denn wenn die Bücher vernünftig lesbar wären, würde ich mir gerne mehr davon anschaffen, z. B. mit ausführlichen Rezepten im Anhang