....aber doch ein guter Mari-Jungstedt-Krimi.
Den niedrig besternten Rezensionen kann ich mich so nicht anschließen. Für mich war "Schwarzer Engel" durchaus ein lesenswerter Krimi und auch ein gutes Beispiel dafür, dass man in Fortsetzungen nicht noch mehr Blut und Perversion und verstümmelte Opfer aus dem Hut zaubern muss um den Leser gut zu unterhalten.Schaudern macht sich auch hier breit,je mehr man die Story durchschaut, aber auf einem anderen Level, als dem des Schlachthausvoyerismus.
Ein Eventmanager kommt auf einer Eröffnungsfeier zu Tode und es ist kurz darauf klar, nicht Unfall sondern Mord ist hier der Fall.
Beliebt war er nicht bei jedem. Da gibt es den in Konkurs gegangenen Konkurrenten, die Ehefrau der grade eben eröffnet wurde, dass die Scheidung ins Haus steht und eine Geliebte, deren labiler Charakter sich recht schnell herausfiltriert. Auch beim Sohn war die Sympathie für den Vater eher klein.......
Kommissar Knutas hat neben seinen Ermittlungen auch wieder etliche private Belange zu bedenken und besonders seine pubertierenden Kinder geben ihm Rätsel auf in ihrer Unnahbarkeit und mit rasch wechselnden Launen.
Und auch das drückende Geheimnis seiner Kollegin Karin spielt in diesem Buch eine hervorgehobene Rolle. Wie belastbar ist ihre und Knutas Freundschaft?
Zu alledem gesellt sich noch der Fall eines Jugendlichen, der nach einer Schlägerei in der Discothek des ermordeten Eventmanagers im Koma liegt....Welche Verbindungen lassen sich hier zum Mord ziehen?
Auch Emma und Johan begegnen wir in diesem Buch wieder und den Stern Abzug bekommt es hauptsächlich wegen dieses Handlungsstranges. Ein wenig zu konstruiert wirkt mir das erneute Hineinziehen in ein Verbrechen.
Insgesamt ein Krimi den ich gern und auch hintereinander gelesen habe, der die Geschichten der Personen bei Polizei und Journalisten weiterspinnt und Platz für eine nochmalige Fortsetzung lässt. Sprachlich gut und angenehm, in den Ortsschilderungen immer sehr bildlich und positiv für die Vorstellungskraft des Lesers.