Als Sohn eines berühmten Vaters hat man es vermutlich besonders schwer, nicht ständig verglichen zu werden.
Peter Brötzmann spielte seine Bassklarinette derartig heftig, dass für seine Spielweise der Begriff "brötzen" entstand. Vielleicht wäre ohne ihn eine deutsche Free-Jazz-Szene gar nicht möglich gewesen.
Der 1962 geborene Caspar transportierte mit seiner E-Gitarre den Free-Jazz gleich in eine klassische Rockbesetzung (+ Bass und Drums) und machte Musik, die von Beginn an voller Kraft und Intensität war.
Das 1987 entstandene Debutalbum "the Tribe" ist ein rotziges, wütendes, fetzendes Stück Rock, das man wohl nur verstehen kann, wenn man ob Caspars Verbindungen zum Free-Jazz weiß.
1989 folgte "Black Axis" und 1992 dieses Album hier, das meiner Meinung nach den Höhepunkt von Caspar's Schaffen darstellt, wobei ich zugeben muß, dass mir die gemeinsam mit seinem Vater produzierte Platte "Last Home" bis dato unbekannt ist (was sich jedoch in Kürze ändern wird).
Wer arge Musik sucht, die mit rein gar nichts zu vergleichen ist und von innerer Kraft nur so strotzt, ist hier bestens bedient!