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Schwarze Weide. Roman
 
 
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Schwarze Weide. Roman [Gebundene Ausgabe]

Horst Lange
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 433 Seiten
  • Verlag: Stocker; Auflage: 1 (Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3853652174
  • ISBN-13: 978-3853652176
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,8 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 972.070 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der schlesische Dichter Horst Lange (1904-1971) gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter der „inneren Emigration“. Sein Hauptwerk „Die schwarze Weide“ schildert das Verhängnis zweier Ortschaften und ihrer Bewohner in dichter Verknüpfung mit der sumpfigen Landschaft der Region um Liegnitz. Im Stil eines magischen Realismus entsteht das Bild einer apokalyptischen Zeit, die friedlose Unersättlichkeit des Menschen spiegelt sich in einer harmonischen, dem Leben und Sterben gegenüber aber gleichgültigen Natur.

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Format:Gebundene Ausgabe
Dieser bemerkenswerte Roman erzählt die Geschichte des jungen Dimke, der kurz nach dem ersten Weltkrieg bei seinem Onkel in dem schlesischen Dorf Kaltwasser seine Ferien verbringt. Der ausserordentlich sensitiv veranlagte Junge erspürt die ineinander verhakten und weit in die Vergangenheit der jeweiligen Figuren zurückreichenden Verstrickungen aus Gier, Leidenschaft und Schwäche, die alle Figuren um ihn herum in tragischer Weise aneinander binden und ihnen keinen Ausweg aus dem selbstgeschaffenen Netz aus Verbrechen und Egoismus lassen. Besonders der Bauer Starkloff, eine ins Überwirklich gesteigerte dämonisch stilisierte Figur, steht im Zentrum: Er hat das ganze Dorf wirtschaftlich in der Hand und wird schließlich ermordert. Der mit der Gabe des zweiten Gesichts geschlagene Dimke sieht diesen Mord visionär vorweg und unterlässt es dennoch, Starkloff rechtzeitig zu warnen. Sein späterer Versuch, Kaltwasser und die Erfahrungen dort zu vergessen, scheitert: Dieses Mütterchen hat Krallen, so möchte man, Kafka folgend, sagen und so ist Dimke gezwungen, zehn Jahre später zurückzukehren und seine Schuld an Starkloffs Tod durch Entlarvung seines Mörders zu sühnen.
Langes großartiger Roman stellt in visionären Bildern die Sehnsucht nach Freiheit und die Unmöglichkeit, sie zu erlangen dar: Der Mensch, als erdgebundenes Lebewesen, bleibt eingebunden in die Gesetze aller naturgebundener Kreatur. Die menschliche Welt der Moral und der Sittlichkeit ist nur die Fortsetzung des Naturzwanges mit anderen Mitteln. Auch wenn die Sühnung alten Unrechtes gelingt - jede neue Generation ist aufgrund ihre Unersättlichkeit dazu verurteilt, "neue Erbteile von Unversühntem" hinter sich anzuhäufen, die späteren Geschlechtern die Verpflichtung aufnötigt, sich dieser Erbschuld zu stellen und ihr gegenüber sich zu bewähren, was der Hauptfigur dieser Geschichte schließlich gelingt. Daß Langes Werk in den dreißiger Jahren, also zur Zeit des dt. Faschismus entstanden ist, gibt seinem Thema eine besondere existentielle Schärfe. Der Leser spürt, daß die Erfahrung der Unfreiheit, die der Roman schildert, persönlich erlebt wurde. Lange beweist ungewöhnliche Sensibilität bei der eindringlichen Beschreibung der umgebenden Natur und der Eingebundenheit des Menschen in ihr. Ihre apokalyptische Intensität kommentiert eine Epoche in der Geschichte der Menschen, in der sein Leben und Überleben im Ganzen zur Disposition steht. Warum dieses Werk nahezu vergessen ist, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Die Handlung, obwohl vorallem die innere, geistige Seelenbewegung der Figuren darstellend, ist extrem spannend und sehr glaubwürdig gestaltet. Die von Lange beschworenen Bilder sind von dunkel brennender Schönheit, die zeigen, daß dieser Autor auch als Lyriker Bemerkenswertes geleistet haben muß. Zumindest wird jeder Kenner und Liebhaber von Trakls Seelenlandschaften auch an diesem Text seine Freude haben. Mein Fazit: Hier ist ein großer und bedeutender Roman der deutschen Literatur wieder zu entdecken, dem ich möglichst viele Leser und Liebhaber wünsche!
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Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Horst Langes Schwarze Weide" erschien 1937 und gilt als eines der bedeutendsten Werke, der nicht emigrierten deutschen Schriftsteller während der NS-Zeit.
Der Roman spielt im niederschlesischen Dorf Kaltwasser und zu einem kurzen Teil auch in Berlin. Ein junger Mann hilft in den Ferien bei Onkel und Tante in der Gärtnerei, wird in einen Mord hineingezogen und hat mit der Gutsherrentochter eine ungeklärte Beziehung voller gegenseitigen Anziehung und Abstoßung. Jahre später kommen die beiden spät doch noch zusammen.

Die Frauenfiguren sind wie die Männer oft promisk und leben freie Liebe aus. Hiermit will der Autor wohl die Dekadenz der Dorfgemeinschaft darstellen, die später durch eine Naturkatastrophe des Flusses Schwarze Weide bestraft wird.

Der Stil ist gewöhnungsbedürftig und manchmal anstrengend, manchmal faszinierend; eine Mischung aus Märchen, Expressionismus, Gruselgeschichte, Liebesgeschichte und Kriminalroman. Dunkel-unheilvoll kündigen sich kollektive Schuld, Verbrechen und apokalyptische Zustände an. Es gibt eigentlich keinen Sympathieträger im Buch. Einschließlich des Ich-Erzählers sind die Personen bestenfalls zwiespältig und nicht besonders nett zueinander.

Das Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich.
Ich bin darauf aufmerksam geworden, weil der Maler Neo Rauch es als wichtige Inspirationsquelle angab. Stellt man sich die Schilderungen wie ein Gemälde von Neo Rauch vor, ist es lustig.
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