eigentlich schließe ich mich meinem vorredner an- wer eine fundierte abhandlung zum thema sucht, wie in der aufmachung beschworen, wird enttäuscht. zum einen kommt der autor vermutlich aus zwielichtigem umfeld, das riecht nach rechter verschwörungstheorie. so eine art jan van helsing light. zum thema wird eigentlich nur schlaglichtartig etwas gesagt. es ist eben keine kontinuierliche recherche über das phänomen 'schwarze sonne', dazu wird immer nur eine bestimmte geschichtliche epoche eingeblendet, die gerade passt oder passend scheint. da überspringt man mal locker ein paar hundert oder tausend jahre, erwähnt weder wie der 'mythos' gewandert ist noch welche schicht träger des glaubens ist, noch bekommt man den eindruck, dass ein roter faden existiert. historische zusammenhänge werden oftmals konstruiert und passen oft nicht zu der grundauffassung des buches, die schwarze sonne sei von blonden nordvölkern verbreitet worden, die überhaupt erst die zivilisation gebracht hätten. die nachweisbare indoeuropäische / indogermanische wanderung und verbreitung werden beinahe vollkommen außen vor gelassen. im grunde ein ärgerliches und zum schmunzeln einladendes heftchen.
die zwei gnadenpunkte gibt es für die erwähnung der geschichtlichen epochen, in denen die 'schwarze sonne' durchaus eine rolle gespielt haben mag und das sind stellen wo man in seriöser literatur einhaken kann.