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Schwarze Seide
 
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Schwarze Seide [Broschiert]

Tereza Vanek
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Produktinformation

  • Broschiert: 380 Seiten
  • Verlag: Helmer (19. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897412373
  • ISBN-13: 978-3897412378
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 396.023 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tereza Vanek
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

London im Jahre 1787: Eine junge russische Abenteurerin lebt ihr eigenes Leben. Mit ihrer extravaganten Erscheinung und ihren freien Ansichten gilt die Malerin Natalja Serbinskaja als ein bunter Vogel. Sie denkt nicht einmal daran zu heiraten, sehr zum Leidwesen ihrer Amme und stetigen Begleiterin Jelena. Doch dann verliebt sich Natalja - in eine Frau. In eine Schwarze und Leibeigene: Sadie.

Klappentext

Lebenskünstlerin Natalja, Tochter eines russischen Grafen und einer deutschen Freidenkerin, ist fassungslos, als sie einer Einladung ins Haus ihrer verheirateten Jugendfreundin nach Bristol folgt. Die Familie, in der sie landet, erweist sich als erzkonservativ. Marie Luises Gatte ist nicht nur dominant, er besitzt zudem eine Plantage auf Jamaica, die er mit Sklaven betreibt. Seine Ehefrau scheint zwar nicht glücklich, genießt aber doch auch ihre Privilegien: In ihrem Haus hält sie selbst Leibeigene.

Eine davon ist die junge Schwarze Sadie. Natalja ist fasziniert von Sadies Stolz und beschließt, ein Porträt von ihr zu malen. Für Marie Luises Familie ist das eine offene Provokation. Während der Sitzungen überwinden die stolze Leibeigene und die revolutionäre Adelige allmählich die Schranken ihrer Vorurteile. Doch mehr als eine vorsichtige Begegnung scheint kaum denkbar in der zutiefst rassistischen Gesellschaft, die eine Beziehung zwischen Standesungleichen unter allen Umständen verurteilt - von der Liebe zwischen Frauen ganz zu schweigen - Als der brutale Plantagenverwalter Malraux auftaucht, um die »aufmüpfige« Sadie zu »bändigen« und nach Jamaica zurückzubringen, kommt es zum Eklat.

Tereza Vanek erzählt eindrucksvoll die Geschichte einer Frauenliebe in den dunklen Zeiten der Leibeigenschaft.


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine außerordentlich Liebe, ungewöhnlich gut erzählt, 5. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Seide (Broschiert)
Dieses Trade Paperback zieren die verschwommen dargestellten Gesichter einer schwarzen und einer weißen Frau. In der Mitte prangt ein schwarzer Balken mit dem Titel des Buches und einem Blumenornament. Diese Darstellung lässt gleich auf den Inhalt des Buches schließen und gefällt mir sehr gut.

Auf eine ungewöhnliche Art und Weise, nämlich in Tagebuchform, erzählt diese Geschichte von der außerordentlichen Liebe zwischen Natalja und der Sklavin Sadie. Der Leser wird zum einen mit den Gedanken der Gräfin Natalja Serbinskaja, einer russischen Malerin und Abenteuerin, zum anderen mit denen des Sklavenjungen Noa, dem Bruder der Schwarzen Sadie, vertraut. Dieses "Lesen in fremden Tagebüchern" erlaubte mir sowohl Einblicke in die englische Lebensweise im 18. Jahrhundert als auch in das Leben der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen auf Jamaika. Besonders reizvoll fand ich auch, diese Geschichte aus der Sicht der unterschiedlichen Protagonisten zu erfahren.

Die Hauptfigur des Romans ist Natalja Serbinskaja, Tochter eines russischen Grafen und einer deutschen Freidenkerin. Sie verlor ihre Mutter früh und wuchs mit ihrem Vater und Jelena, einer Leibeigenen, die der Vater beim Glücksspiel gewonnen hatte, auf. Jelena ist ihr aber mehr eine mütterliche Freundin als eine Bedienstete. Durch diese Figur erfuhr ich viel über die Situation der Leibeigenen im Russland des 18. Jahrhunderts.

Einer Einladung Marie Luise Cavenders, einer Jugendfreundin Nataljas, ins Haus deren Mannes folgend, reisen die beiden Russinnen nach Bristol. Die recht unkonventionellen russischen Damen sind jedoch ungeliebte Gäste im Hause der Cavenders, einer erzkonservativen Familie, die auf Jamaika mit Sklaven eine Zuckerrohrplantage betreibt.

Natalja ist von der stolzen Sklavin Sadie, der Zofe Marie Luises, so fasziniert, dass sie beschließt, ein Portrait von ihr zu malen. Bei den Sitzungen zu diesem Bild kommen sich die beiden Frauen langsam näher. Als der französische Sklavenaufseher Malraux als Gast auftaucht, um mit dem Hausherrn die weitere Vorgehensweise auf der Plantage zu besprechen, überschlagen sich die Ereignisse und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Tereza Vanek hat in ihrem Buch nicht nur die Liebe der beiden ungewöhnlichen Frauen zueinander auf einfühlsame Art und Weise beschrieben. Sie gewährt dem Leser auch Einblicke in das Seelenleben der anderen Figuren. Sadies Bruder Noa schreibt aus seiner Sicht vom Leben seiner Familie auf der Plantage und in Bristol. Natalja schildert in ihrem Tagebuch das Schicksal der Leibeigenen Jelena, aber auch das unglückliches Leben Marie Luises an der Seite des kalten und überheblichen Alexander und dessen Mutter Sarah. Durch das Auftauchen des Aufsehers Malraux erfährt der Leser auch etwas über die Anfänge der Französischen Revolution und über den Sklavenhandel.

Dieser Roman ist sehr gut recherchiert. Die Autorin hat einige geschichtliche Daten, wie das Erscheinen eines erwähnten Buches, ein wenig verschoben. Das erklärt sie im Nachwort.

Ich konnte mich am besten mit Natalja identifizieren, weil sie ihren eigenen Kopf hat. Aber auch Sadie war mir sehr sympathisch, weil auch sie, soweit es ihr in ihrer Stellung als Sklavin möglich ist, ihren Stolz bewahrt.

Besonders fasziniert hat mich, dass ich die Tatsachen aus verschiedenen Blickwinkeln, also aus der Sicht Noas und Nataljas, betrachten konnte. Die Menschen wurden nicht eindimensional dargestellt, sondern auch deren Hintergrund wurde beleuchtet: Selbst der unsympathische Aufseher Malraux hat menschliche Seiten, die oberflächliche Marie Luise zeigt Gefühle und der eiskalte Alexander Cavender hat einmal geliebt.

Fazit: Dieser Roman hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Sehr sensibel wird die Liebe der beiden Frauen geschildert. Auch die anderen Figuren werden sehr gut beschrieben. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und hoffe, dass Tereza Vanek bald noch weitere Bücher veröffentlichen wird. Ein großes Kompliment für dieses Erstlingswerk!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes Zeitkolorit und eine berührende Geschichte, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Seide (Broschiert)
England, im ausgehenden 18. Jahrhundert: Die russische Lebenskünstlerin Natalja hat in London ein neues Zuhause gefunden, wo sie sich mit Arbeiten für das Theater durchschlägt. Auf Einladung einer alten Freundin besucht sie diese und ihren schwerreichen Mann Anthony Cavender auf ihrem Anwesen. Hier wird ihr bewusst, dass Cavender sein Vermögen mit dem Sklavenhandel macht, und zum ersten Mal trifft Natalja auf schwarze Leibeigene. Darunter befindet sich auch die eigenwillige Sadie. Schon bald fühlen sich die beiden Frauen zueinander hingezogen und eine nahezu unmögliche Liason beginnt.

"Schwarze Seide" ist ein Historischer Roman, der sich außerhalb gängiger Genre-Klischees bewegt, und trotzdem beste Unterhaltung bietet.

Gut recherchiert und anschaulich beschrieben, wird das England der Epoche vor den Augen des Lesers lebendig. Das Thema des Sklavenhandels und die Frage der Menschenwürde wird eindringlich thematisiert, ohne belehrend zu wirken.

Insbesondere die Figur der selbstbewussten und selbstbestimmten Natalja macht den Roman zu einem Erlebnis.

Empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen Ambitioniert und super gelungen, 23. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Seide (Broschiert)
Mittlerweile bin ich Tereza-Vanek-Fan. Ich mochte schon 'Chinatown' und 'Die Dichterin von Aquitanien' sehr, die 'Träume der Libussa' liegt bereit, und nun also 'Schwarze Seide'.

Gleich vorweg: Mit hat das Buch ausgezeichnet gefallen. Einmal mehr hat Tereza Vanek sich eines mehr als sperrigen Themas angenommen, nämlich der Frauenliebe zwischen einer schwarzen Sklavin und einer verarmten russischen Gräfin, die finanzielle Sicherheit nicht so wichtig findet wie ein selbstbestimmtes Leben ' und das im Jahr 1787. Dabei wird die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt, der der Gräfin und der des jüngeren Bruders der Sklavin. Es gelingt der Autorin, viele Facetten der Sklaverei zu beleuchten, indem sie auch die Leibeigenschaft und die Schuldsklaverei beschreibt.

Es ist ein ambitioniertes Buch, das meiner Meinung nach dem Anspruch gerecht wird. Stilistisch interessant und gekonnt, erweckt Tereza Venek ihre Figuren zu glaubhaften Persönlichkeiten mit all ihren Macken und Befindlichkeiten. Ja, auch Sadie, die schwarze Sklavin, sowie ihre Mutter sind beileibe nicht nur Opfer, sondern bekommen die Gelegenheit zum Handeln, wenn auch nicht immer in die 'richtige' Richtung.

Und das ist es auch, was mir besonders gut gefallen hat: Keine der Personen verhält sich klischeehaft. Immer wieder überraschen sie mit (durchaus logischen) Verhaltensweisen und Ansichten, selbst der böse Oberaufseher auf der Zuckerrohrplantage in der Karibik ist, nun ja, anders, als die geneigte Leserin erstmal denkt. Böse ja, aber eben anders und überraschend.

Ich kann 'Schwarze Seide' nur empfehlen!
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