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Kommentar: Auflage 1994 ACHTUNG ARBEITSEXEMPLAR!!!!!
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Schwarze Hunde Gebundene Ausgabe – 1994

8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 226 Seiten
  • Verlag: Diogenes (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257060076
  • ISBN-13: 978-3257060072
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 537.807 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot, wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert und für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt und arbeitet in London.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

en Seiten der menschlichen Natur und über die Frage, wie man an die Erkenntnis dieser Natur herangehen kann." (profil)
--This text refers to the Taschenbuch edition.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ian McEwan, geboren 1948, lebt und schreibt in London; las mit zwanzig Kafka und Freud als sich ergänzende Texte; wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert, für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet, gelangte mit dem zweiten auf die Bestsellerliste der 'Sunday Times'; erscheint deutsch von Christian Enzensberger, Harry Rowohlt und Wulf Teichmann im Diogenes Verlag. --This text refers to the Taschenbuch edition.


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Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 12. September 1999
Format: Taschenbuch
McEwan hat einen psychologisch-politischen Detektivroman, in dem man sich, geleitet durch seine einfühlsame wie sympathische Erzählweise, sogar auf die Geschichte einer gestörten englischen Ehe und deren etwa 40jährige Geschichte einläßt. Zwei junge Leute, Engländer, während des Krieges für die Regierung und deren Unterstützung der französischen Résistance arbeitend, idealistische Kommunisten, machen ihre erste Auslandsreise als Jungverheiratete 1947 in das befreite Frankreich. Auf einer Wanderung durch die einsamen Wälder Südfrankreichs hat June, die junge Frau, ein Schockerlebnis, das sie zutiefst verwandelt und an dessen Verarbeitung - oder Nichtverarbeitung vor allem seitens ihres skeptisch-rationalistischen Mannes Bernard - ihre Ehe später zerbrechen soll: sie wird von zwei schwarzen Hunden angefallen und meint, in ihnen dem Bösen zu begegnen. So findet sie zu Gott. Als sie dem Bürgermeister des Dorfes von dem furchtbaren Zwischenfall berichtet, stellt sich heraus, daß es sich dabei um 1944 freigelassene und seitdem verwilderte Gestapo- Hunde handelte, mit denen die Deutschen vor ihrem Abzug Partisanen gejagt hatten. Aber je mehr wir erfahren, um so komplexer wird das Bild: das der Ex-Kommunisten, das der Résistance, zu der jener Bürgermeister selbst gehört hatte, die Ehe unserer beiden Hauptpersonen, die mühsame Aufarbeitung von Vergangenheit und Gegenwart (Majdanek und Kreuzberg spielen da eine Rolle), die Dissonanzen zwischen dem inzwischen zum Labour-Reformer mutierten Bernard und seiner gottsuchenden June, die sich später in ihr Haus nach Südfrankreich zurückzieht.Lesen Sie weiter... ›
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von K. Preuß am 12. Juli 2009
Format: Taschenbuch
Bernard und June sind auf Hochzeitsreise in Südfrankreich. Der zweite Weltkrieg ist vorbei, sie haben in dieser Zeit in London für den Kommunismus gearbeitet, erleben erst jetzt so richtig das Ausmaß der Zerstörung, dem Europa anheim gefallen war.

Mitten in der wunderbaren, wildromantischen Landschaft Südfrankreichs, sie waren gerade dabei, sich eine herrliche Zukunft auszumalen, passiert etwas, das dem Idyll ein jähes Ende setzt: June begegnet 2 schwarzen Hunden, die sie bedrohen, und nimmt diese Begegnung mit dem Bösen als Anstoß, ihr Leben zu ändern. Die lebenslange Entfremdung der frisch verheirateten beginnt, June zieht sich mehr und mehr nach Frankreich zurück.

40 Jahre später beginnt ihr Schwiegersohn und Ich-Erzähler, die Geschichte nochmals nachzufragen, sich beide Seiten anzuhören. Schon als Jugendlicher hatte er sich bei den Eltern seiner Freunde angebiedert, da seine eigenen schon sehr früh verstorben waren. Eine Suche nach der Vergangenheit, die ihn tief in sich selbst führt....

Ein merkwürdiges Buch. McEwan zählt zu meinen absoluten Favoriten, ich liebe seine Sprache, seine Fähigkeit, den Leser in seinen Bann zu ziehen, indem er das Grauen von Innen zeigt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von änis am 10. September 2006
Format: Taschenbuch
das buch "schwarze hunde" ist nicht nur die geschichte von einer zerbrochenen ehe, es ist der ewige kampf zwischen vernunft und glauben, verkörpert durch die schwiegereltern des weisen jeremy. jeremy steht zwischen diesen beiden poolen. zwischen der wissenschaft, die alles begründen kann und dem glauben an einen gott und damit an einen teufel,den glauben an das unerklärlich gute und das unerklärich böse.

seine schwiegermutter june begegnete dem bösen in form von zwei hunden und wurde dadurch zum glauben an einen gott bekehrt. paradox, mag es scheinen, doch gleichsam einleuchtend.

doch neben dem drama des kampfes zwischen vernunft und glauben wird noch eine frage aufgeworfen, die frage nach der utopisch veranlagten natur des menschen. das ergründen der vergangenheit seiner schwiegereltern ist die suche eines haltlosen, vereinsamten nach einem sinn, einem halt... die zu keinem klaren ergebnis führt.

jeremy sieht, wie die dinge je nach weltanschauung verschieden interpretiert werden, wie jeder die fakten zu gunsten seiner utopie/lebensauffassung etwas abändert und wie die vergangenheit zurchtgebogen wird.

daher kann man sich des eindrucks nicht erwehren, dass am ende jede utopie zum scheitern verurteilt ist und der mensch wieder ohne wegweiser (ohne eltern), verweist in der dunkelheit zurückgelassen wird.

ein nachdenklich stimmendes, tiefgründiges buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von musiConnaisseur am 20. Juni 2012
Format: Taschenbuch
... gelang dem Autor nicht mit diesem Roman. Doch Ian McEwan gehört eben zu jenen Vertretern "anspruchsvoller Gegenwartsliteratur", die von Berufskritikern routinemäßig bejubelt werden, auch wenn (oder gerade weil) sie in erster Linie ihre sprachliche und konstruktive Meisterschaft vorführen, wie es hier der Fall ist. Man muss McEwan aber zugutehalten, dass er im vorliegenden Werk ziemlich glaubwürdige, sympathische Hauptfiguren agieren lässt, anders als etwa im "Liebeswahn", einem spannenden, aber völlig grotesken Psychothriller zum Thema "Stalking". An dieses Buch musste ich denken, weil McEwan dort nochmals ein Motiv anklingen lässt, das in "Schwarze Hunde" das zentrale Thema darstellt: Zwei gegensätzliche Weltanschauungen prallen aufeinander, wobei die wissenschaftlich-rationale Denkweise dem Mann zugeordnet wird, während die Frau den spirituellen, intuitiven Standpunkt vertritt. So wie immer halt - umgekehrt wäre es doch mal originell. Der Ich-Erzähler Jeremy, Schwiegersohn der beiden entfremdeten Ehepartner, mag sich auf keine Seite schlagen und bekennt sich zur Macht der Liebe, die ihm eine Familie und damit sein Lebensglück bescherte, nachdem er jahrelang bindungsunfähig und vergeblich auf der Suche nach Ersatzeltern gewesen war.

Es fällt auf, dass der Autor mehrere Elemente einführt, die er dann später wieder aufgreift: Gewalt in der Familie, Auswirkungen des 2. Weltkriegs, Kommunismusbegeisterung in den 50ern versus Maueröffnung in Berlin. Dadurch erhält der Roman noch eine hintergründige Struktur und erscheint zugleich gewichtiger, als er tatsächlich ist.
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