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Schwarze Geschichten
 
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Schwarze Geschichten

Vincent Price , Peter Lorre , Roger Corman    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Vincent Price, Peter Lorre, Basil Rathbone
  • Regisseur(e): Roger Corman
  • Komponist: Les Baxter
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono), Französisch (Mono), Spanisch (Mono)
  • Untertitel: Französisch, Spanisch, Niederländisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
  • Erscheinungstermin: 6. Oktober 2003
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 85 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00016POYU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.377 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Gleich dreifach schlägt der Horror zu in diesem Episodenfilm. Mord, Rache Wahnsinn, lebendig Begrabene und ein unheimlicher schwarzer Kater sorgen für ein saftiges Stück Unterhaltung aus dem Gänsehaut-Kino. Und drei der ganz Großen des Genres - Vincent Price, Peter Lorre und Basil Rathbone - garantieren, dass kein Horror-Fan diese Schauerballaden nach Motiven von Edgar Allan Poe versäumen will. Morella erzählt die Geschichte eines Mannes und seiner Tochter, die die Rache der toten Mutter zu spüren bekommen. In "Die schwarze Katze" werden eine Frau und ihr Liebhaber vom eifersüchtigen Ehemann lebendig begraben. Und in "Der Fall Valdemar" lässt sich ein Sterbender hypnotisieren - nur um anschließend die Hölle auf Erden zu erleben."

VideoMarkt

"Morella": Um sich zu rächen, schlüpft der Geist von Mr. Lockes verstorbener Frau in den Körper seiner Tochter. Vor Schreck wirft Locke eine Kerze um und das Haus geht in Flammen auf. "Die schwarze Katze": Ein Trinker mauert seine untreue Frau und deren Liehaber lebendig in seinem Keller ein. Eine Katze, die ebenfalls in das Grab gelangte, verrät durch ihr Kratzen das Verbrechen. "Der Fall Waldemar": Durch Trance wird der sterbende Waldemar in einen komatösen Zustand versetzt. Als der hinterhältige Hypnotiseur vor Schreck stirbt, zerfällt Waldemars Leiche zu Staub.

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Kundenrezensionen

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das gewisse Etwas 11. April 2004
Von Ein Kunde
Leider ist diese Fassung anders synchronisiert- anders wie in SAT 1 ausgestrahlt, wo die Titelmusik in allen drei Episoden vorkam und den Film etwas Dramatik verschaffte. Vermisst werden auf der DVD die professionellen Sprecher, wie z.B. Friedrich Schoenfelder oder Hugo Schrader, die zu Vincent Price oder Peter Lorre gepasst hätten, wie die Faust aufs Auge. Von der Metro-Goldwyn-Mayer DVD kann man außerdem kein Bonusmaterial erwarten, das gäbe jeweils -großzügig- einen halben Stern abzug. Am sonsten ist die Handlung ganz in Ordnung und hätte vier Sterne verdient. Da aber dieses gewisse Etwas fehlt, bleiben nur drei Sterne übrig. Schade um die Ausstattung.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von christine TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Anfang der 60er Jahre verfilmte Roger Corman mehrere Geschichten von Edgar Allan Poe, die meisten mit Vincent Price in der Hauptrolle. Der Episodenfilm "Tales of Terror" von 1962 ist einer von ihnen, meines Erachtens auch einer seiner gelungensten. Im Vordergrund aller drei Episoden steht die Frage, was im Augenblick unseres Todes passiert - und was danach.

Teil 1 "Morella": Locke (Price) lebt 26 Jahre nach dem Tod seiner geliebten Frau Morella (deren mumifizierten Leichnam er im Schlafzimmer aufgebahrt hat) in zunehmender geistiger Verwirrung. Als seine Tochter ihn kurz vor ihrem Tod besucht, nimmt der Geist der Verstorbenen Rache an ihrem Mann und ihrer Tochter, die sie für ihren Tod verantwortlich macht. - Schön schaurig, mit viel Nebel, Spinnenweb und Leichen, die ihr Aussehen verändern, wird hier als Variation zu Poes "Tomb of Ligeia" eine nekrophile Obsession erzählt, die in Tod und Verderben endet. Woran Morella starb oder warum ihre Tochter glaubt, sterben zu müssen, wird nicht erklärt. Egal, hier geht es nicht um Ratio.

Teil 2 "Die schwarze Katze": Der unter chronischem Alkoholmangel leidende Säufer Montresor (Peter Lorre) trifft bei einer Weinprobe auf den affektierten Weinkenner Fortunatu (Price). Als Fortunatu Montresors attraktive Gattin kennenlernt, beginnt er hinter dessen Rücken ein Verhältnis mit ihr. Montresors Rache wird bitterböse: Er mauert die beiden im Keller ein. Aber kommt man ihm nicht doch auf die Schliche? - Die Darstellung Fortunatos nutzt Price zu einem mimischen und gestischem Feuerwerk. Ein reines Vergnügen seinem Augenrollen, Schmatzen und Schmachten zuzusehen. Und Lorres Darstellung zwischen Boshaftigkeit, Leutseligkeit und Wahnsinn komplettiert das Vergnügen. In den Szenen, in denen Montresor im Alkoholrausch Halluzinationen hat, verzerrt sich das Bild wie in einem Spiegelkabinett. Insgesamt sehr schwarzhumorig, enthält die Episode auch Motive der Erzählung "Das Fass Amontillado.

Teil 3 "Der Fall Valdemar": Der sterbenskranke Valdemar (Price) behandelt gegen den Rat seines Arztes und seiner Frau (Debra Paget) seine Schmerzen unter dem Einfluss von Hypnose. Als Gegenleistung verspricht er dem Mesmeristen (Basil Rathbone), sich im Augenblick des Todes hypnotisieren zu lassen. Dieser missbraucht Valdemars Vertrauen und lässt ihn in einem Zustand bei Bewusstsein, in dem sein Körper schon gestorben ist. Als er sich auch noch an Valdemars Frau vergreift, greift Valdemar ein. - Insgesamt die düsterste Episode des Films. Sie rührt an existenzielle Fragen: Was geschieht mit uns im Augenblick unseres Todes?

Ich halte den Film für ein Meisterwerk des gepflegten Gruselfilms, der mit geradezu mörderischem Vergnügen existenziellen Fragen nachgeht. In leuchtenden Farben, mit originellen Zwischentiteln (ein klopfendes Herz, Bluttropfen) und der suggestiven Filmmusik von Les Baxter hat er die Jahre sehr gut überdauert. Die Episodenform verhindert auch dramaturgische Durchhänger, da es sich um die Adaption von Kurzgeschichten handelt. Ich liebe diesen Film seit meiner frühen Jugend. Die Altersfreigabe ab 16 ist natürlich längst überholt.

Der Film wurde auch schon mal unter dem sinnfreien deutschen Verleihtitel "Der grauenvolle Mr. X" veröffentlicht. Der Film bietet leider außer verschiedenen Sprachversionen (in Mono) und Untertiteln keinerlei Extras.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Zum Inhalt des 1962er Episodenfilms von Roger Corman nach Poe-Motiven siehe die Amazon-Angaben. Teil eins ("Morella") vereint alle Un-/Tugenden einer Roger-Corman-Poe-Adaption. Der gute Hauptdarsteller (Vincent Price), die eigenwillige schauerromantische Künstlichkeit (nicht nur, aber auch in der Farbgebung, z.B. beim Grünblau Morellas Leichnams), das letztlich parasitäre Ausnutzen des Namens Poe, von dessen Geschichte nur wenig übernommen wurde, obwohl ein Schlusszitat Werktreue vorgaukelt... Bei alldem beschlich mich das Gefühl, das schon besser und weniger plakativ gesehen zu haben; für Vielschichtigkeit ist die Episode auch entschieden zu kurz! Die wirklich sehr übertrieben raumfüllenden Spinnweben, wie kann man dort eigentlich ohne Schimmelbefall und erbärmlichen Gestank leben? Wie viel interessanter war da z.B. das Intérieur der in der Vergangenheit lebenden Miss Havisham in David Leans Great-Expectations-Adaption (1946)! Lean, der es ebenfalls opulent anging, bezog viel stärker Stilmittel wie Kamerawinkel, Kadrierung, Positionierung von Gegenständen ein, Corman hat nur Spinnweben. Das Aufbewahren der toten Morella erinnert in einer 1962er Verfilmung allzu stark an "Psycho" (1960). Das Theremin als schauerromantisches Musikinstrument und eine wenig nuancierte orchestrale Dauerbeschallung werden eingesetzt, als seien die Uhren seit Miklos Roszas Track für Hitchs "Spellbound" (1945) stehengeblieben. Gegen Ende kann Corman nicht mehr verbergen, dass er letztlich ein Billigfilmer ist, da waren Kollegen wie Edgar G. Ulmer cleverer. Ein ganzes Schloss brennt in Sekundenschnelle ab (eine Beleidigung für jeden, der sich sommers redlich beim Grillanzünden abmüht), und allzu leicht sind die Doppelbelichtungen erkennbar. Schließlich ist die Episode ab einem gewissen Punkt bis ins Letzte vorhersehbar, was ganz gut an den Reaktionen meines Sohnes abzulesen war, der diesen Film eigentlich noch einige Jahre lang nicht sehen darf. Immerhin - dass die Atmosphäre nicht ganz ihre Wirkung verliert, das war auch abzulesen. Dennoch tut dem Streifen nicht gut, dass er in viel zu kurzer Zeit sowohl den Plot als auch die genretypischen Zutaten sämtlich abzuhaken gedenkt; dadurch ist er zum Forcierten geradezu gezwungen. Ein Film ohne Aufs und Abs, eine Schussfahrt ohne Kurven, ohne die Möglichkeit eines Blicks zur Seite. Anders als beim Skifahren nicht steil, sondern flach. Höchstens drei Sterne!

Teil zwei, "Die schwarze Katze" bietet wenigstens teilweise Lichtblicke, kann aber auch nicht auf ganzer Linie überzeugen. Zwar möchte der Streifen ebenso ein Horrorfilm sein, gelingt aber immer dann, wenn er genau dies nicht ist. In den ersten zwei Dritteln ist die im Vergleich zum Vorherigen längere Episode eine glänzende und etwas böse Komödie, auf der Zielgeraden versaut es Corman aber wieder durch billigen Budenzauber, der immerhin filmgeschichtlich interessant ist: Corman erbringt nämlich den Beweis, dass Filmemachen einmal ein billiges Jahrmarktsvergnügen war, und als sei man 1962 noch in den Kinderschuhen des Mediums, flicht er eine Alptraumsequenz mit billigem Linsenverzerrer ein, der alle Personen im wahrsten Sinne des Wortes zusammenstaucht. Wo der Film zuvor freiwillig komisch war, ist er nun unfreiwillig komisch, und das Ganze sieht aus wie im Spiegelkabinett in der Jahrmarktsbude - nie war "freigegeben ab 16 Jahren" derart unpassend. Der Teil rettet sich zwar noch in ein passables Finale, hat aber seine Stärken in der gar nicht horrormäßigen Anfangsphase. Peter Lorre spielt einen niemals nüchternen und zunächst sehr unangenehmen Zeitgenossen namens Montresor (also "mein Schatz", was sich als ganz und gar bittere Ironie erweisen wird). Bei einer nächtlichen Zechtour zieht die negativ eingeführte Figur die Lacher geschickt auf ihre Seite. Hierzu trägt ein phasenweise äußerst ausgefeiltes Drehbuch bei, was der Film ansonsten vermissen lässt. So pumpt der betrunkene Montresor einmal vier Personen hintereinander an, die sich jeweils angewidert abwenden. Jedes Mal wird seine Ansprache ein ganz kleines bißchen weniger verlogen, bis er am Ende schlicht zugibt, schnorren zu wollen. Das ist brillante nuancierte Dialogschärfe, wie man sie eher bei Mankiewicz oder Wilder als Corman vermutete. Anschließend stolpert Montresor (das ist wörtlich zu nehmen) in eine Weinhändlerversammlung und misst sich mit dem angeblichen König der Weintester - nur um weitersaufen zu können. Vincent Price spielt den Konkurrenten mit einem Höchstmaß an Selbstironie und Spott über die Sitten der Weinkenner, macht den Probiervorgang zur Zeremonie, während Montresor einfach die Gläser in einem Zug leert. Und dennoch stets Wein, Hanglage und Jahrgang exakt bestimmen kann, was nicht nur die blasierte Gesellschaft zum Vergnügen des Zuschauers irritiert, sondern vielleicht auch eine tiefere Wahrheit enthält: Nur wer das Leben in vollen Zügen in sich aufsaugt, der kann es auch kennen, nicht der, der nur dran nippt. Was natürlich auch seine unangenehmen Folgen hat (hier mag man trotz des freien Umgangs mit der literarischen Vorlage gewisse Parallelen zu Poes eigenem Alkoholismus erkennen). Allein für diese Szenen, in denen sich auch einmal die Musik mit herausgehobenen Posaunen und Tuben der Komik anpasst, kann man die Episode goutieren. Insgesamt kann sie sich jedoch dem Trash-Etikett nicht ganz entziehen, und die Gründe für permanente Szenenwechsel mit Einfrierbildern sind mir immer noch rätselhaft (ist dann eine Überblendung kostengünstiger herzustellen?).

Zu Teil drei ("Der Fall Valdemar") ist schließlich nicht mehr viel zu sagen, er liegt irgendwo im Mittelfeld. Der schöne Humor des Mittelteils ist verschwunden, die Anbindung an Poe ist etwas enger. Die Verknüpfung von Hypnose und Hokuspokus scheint Relikt des 19. Jahrhunderts zu sein, aber letztlich ist dies nur plot device für etwas Tiefergehendes und eben doch angenehm Zeitloses: Was geschieht im Moment des Todes, und kann die Unsterblichkeit nicht eher Fluch als Segen sein? Sehr gradlinig und mit einem genauso charismatischen wie vorhersehbar schurkischen Basil Rathbone wird der Moribunde Vincent Price zum Opfer gemacht, bis es zu einem schauerlichen Schockeffekt kommt, bevor sich Price endgültig aus dem Diesseits verflüssigen kann. Dieser Moment wirkt jedoch in der kraftvollen Sprache Poes stärker als bei dem künstlich wirkenden Schmadder, den Corman seinem Hauptdarsteller überkippen ließ. Die Farben sehen so unnatürlich nach selbstgemixt aus, dass man sich erstmal erstaunt fragt, was das denn sein soll, anstatt sich zu fürchten oder zu ekeln - und dann sind Szene und Film auch schon vorbei.

Insgesamt vereinen sich also originelle Ansätze mit Quark, wir verrühren das Ganze mal zu einem Drei-Sterne-Menü, was bei Amazon leider etwas anderes heißt als bei Michelin. Immerhin ist der Hauptgang schmackhaft wie ein guter Wein (wenn auch schal im Abgang).
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