Aus der Amazon.de-Redaktion
Michael Connelly hat in seinem neuen Krimi Schwarze Engel gleich ein ganzes Arsenal von Abgründen zusammengetragen. In jeden einzelnen kann sein Held der Geschichte, Detective Bosch, hinabstürzen. Spannende Unterhaltung ist das, was der Autor hier bietet. Und eine lehrreiche dazu. Der Autor ist Amerikaner, das vorliegende Buch eine gut gemachte Übersetzung. Weil das so ist, kann der Leser eine Menge lernen über die Art, wie das amerikanische Polizeiwesen funktioniert. Connelly verrät die Liebe zum Detail, wenn er beschreibt, wie peinlich die Beamten darauf bedacht sind, eine körperliche Berührung mit der weiblichen Kollegin zu vermeiden -- auch dann, wenn es räumlich eng wird. Amerika, von vielen immer noch gerühmt als das Land der großen Freiheit, entpuppt sich als ein Land voll von juristischen Zwängen, Anforderungen an das, was als "Political correctness" die Runde macht, verdecktem Rassenhass und einigem mehr. Connelly zeigt, wahrscheinlich ohne das ausdrücklich zu intendieren, das Bild vom anderen Amerika. Seine glänzende Geschichte hat in der deutschen Übersetzung nur einen Nachteil: Abkürzungen für verschiedene Polizeitruppen und Dienststellen gehören sofort erklärt und nicht erst Seiten später. Vielleicht wird das in einer späteren Auflage vom Verlag noch nachgeholt und verbessert. --Corinna S. Heyn
Kurzbeschreibung
Eine Stadt wird zum Pulverfass
Der gewaltsame Tod eines farbigen Anwalts droht in Los Angeles Unruhen auszulösen. Der Anwalt hatte vor allem mit seinen Prozessen gegen die örtliche Polizei Aufsehen erregt. Detective Harry Bosch als Leiter der Ermittlungen weiß, dass er die Verdächtigen zuerst in den eigenen Reihen suchen muss.