Im November 1905, nach dem Ende des Russisch-Japanischen Krieges, wurde Groß-Korea Protektorat Japans. 1033 Koreaner lassen sich für Arbeit in Mexiko anwerben: Verwandte des Königshauses ebenso wie Kleinkriminelle, Walfänger, entlassene Soldaten, Bauern, ein Schamane, ein katholischer Ex-Priester, die meisten mit Familie. Auf dem Schiff kommt es zu schweren Spannungen. Aber zwischen dem Straßenjungen I-gong und der adligen Yon-su wächst auch eine heftige Liebe heran.
Auf Yucatan werden die Koreaner in Sisal-Haziendas ausgebeutet und misshandelt. Es kommt zu Aufständen. Die einen arrangieren sich mehr, die anderen weniger - wie die unterdrückten Maya. Der Spagat zwischen dem befohlenen Katholizismus und den heimlichen schamanischen Bräuchen wird gefährlich.
Nach Ablauf ihrer Lohnsklaven-Verträge kämpft ein Teil von ihnen als Söldner gegen den mexikanischen Diktator Diaz. Einige gründen in Tikal, im guatemaltekischen Urwald der Mayas sogar ein neues freies Korea, das über ein Jahr Bestand hat.
Der Autor entwickelt vielschichtige Charaktere und treibt sie durch 77 Kapitel koreanischer und mexikanischer Geschichte, bei dem man lesend jede Menge lernen kann. Ein wirklich spannender Roman, der Lust auf mehr koreanische Literatur macht.