"Die Mondsilberkugel" ist an sich ein nettes Soloabenteuer, dass den Helden recht knallhart mit dem Aventurischen Süden und seinen Gefahren konfrontiert.
Allein - es fehlt der bissige Humor und der mysteriöse Charme eines Soloabenteuers von Witzko (z.B.: in "Am Rande der Nacht" und "Die Ungeschlagenen"). Außerdem ringt mir der zentrale Witz des Abenteuers (der Held bedient sich einer "Anti-Dämonen-Handgranate") eher ein müdes Lächeln, wenn nicht sogar ein leichtes Schaudern ab. Man wird während des gesamten Abenteuers den Verdacht nicht los, dass es einzig und allein konstruiert ist um die "Schrumpfkopftradition" der Mohas zu begründen.
Und Hand aufs Herz: Wer interessiert sich denn schon intensiver für sowas...?
Ansonsten bleibt man von haarsträubenderen Ideen der teilweise recht eigenwilligen DSA-Welt von Ralf Hlawatsch verschont, ein solides Abenteuer bleibt es allemal.
Einen deutlichen Hauch besser ist das ebenfalls im Dschungel spielende Soloabenteuer "Der große BHaccanaq".