Bei diesem Abenteuer handelt es sich um den zweiten Teil der Kampagne um die Sieben Gezeichneten und die Rückkehr Borbarads. Dies wird den Spielern aber, wenn sie nicht über eine äußerst guten Kombinationsgabe verfügen, wohl erst in der letzten Szene bewusst werden. Die Geschichte ist etwa ein halbes Jahr nach den Ereignissen aus "Alptraum ohne Ende" im winterlichen Herzogtum Weiden angesiedelt. Die Helden werden vom Herzog Waldemar persönlich nach Trallop gebeten, um eine Reihe von mysteriösen Morden und Entführungen auf zu klären.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist dieses Abenteuer nicht linear aufgebaut, sondern läßt, sowohl den Helden als auch dem Spielleiter alle Freiheiten, was vor allem dem Meister etwas an Vorbereitung und Improvisationstalent abverlangt.
Während des ganzen Abenteuers sind die Helden im Herrschaftsgebiet des Herzogs unterwegs und suchen nach Spuren um das düstere Geheimnis zu ergründen, dass hinter all den seltsamen Vorfällen steckt. Dabei ist ihnen vollkommen freigestellt, wie sie die Sache genau angehen wollen und wohin sie sich wenden. Beständig reisen sie von einem Orte zum anderen auf der Suche nach weiteren Teilen, die das Puzzle vervollständigen und den Schleier um die Vorgänge lüften. Dabei ist sowohl ein scharfer Verstand als auch eine nicht minder scharfe Klinge gefragt.
Dem Meister sind eine Reihe von Begegnungen, Szenarien und Ereignissen an die Hand gegeben, die er nach belieben einstreuen kann, wenn er es für günstig erachtet und es ist noch genügend Raum für eigene Ideen geblieben. Dadurch kommt keine Langeweile auf sondern man kann das Interesse der Spieler gezielt wecken.
In diesem Band wird einem alles geboten, was man sich von einem Abenteuer wünscht. Es gibt hervorragende Kämpfe und einen fulminanten Showdown. Auf der Spurensuche im verschneiten Weiden kann man seine detektivische Natur voll ausleben und bei den vielen Begegnungen mit NSCs vom Bauern bis zu so alten Bekannten wie Luzelin und Pardona bieten sich viele Gelegenheiten zum Rollenspiel. Zum Schluss, wenn das Übel ausgemerzt und die Gefahr gebannt scheint, gibt es eine dramatische Wendung und die ganze Tragweite der Ereignisse wird offenbar. Hier liegt vielleicht ein Schwachpunkt im Abenteuer, da sich der Sieg der Helden, wie so oft in dieser Kampagne, nur als ein kleiner herausstellt und das eigentliche Unglück weiter seinen Lauf nimmt, ohne dass sie, erkennbar, Einfluss darauf nehmen können. Man kommt sich wieder mal dem Schicksal ausgeliefert vor. Es ist halt nicht leicht gegen einen Göttersohn zu bestehen.