Man könnte dieses Abenteuer fast schon als Klassiker bezeichnen, war es doch der Auftakt zu einer völlig neuen geschichtlichen Entwicklung auf Aventurien. denn hierbei handelt es sich um den ersten Teil der Gezeichneten-Kampagne, die jeder DSA-Spieler gespielt haben sollte und die höchsten Spielspaß verspricht. Leider muss man dafür auch dieses Abenteuer über sich ergehen lassen, welches mehr als nur einen Kritikpunkt in sich vereint. Erstens ist es viel zu kurz, und zweitens sind selbst bei dieser Kürze einige Passagen wahrlich ihr Geld nicht wert. Nach einem eher lahmen Auftakt in Baliho erfahren die Helden durch die Vision einer Travia-Geweihten von schrecklichen Ereignissen im Städtchen Dragenfeld (näheres soll hier nicht verraten werden) und machen sich auf den Weg dahin. Während die Spieler nachts von Alpträumen geplagt werden, die von den Autoren auf wirklich meisterliche Weise ausgearbeitet wurden, schleppen sie sich tagsüber durch Bauerndörfer und ziehen Informationen über die vor ihnen liegende Strecke ein. Die Beschreibungen der zahlreichen Dörfer nehmen zwar viel Platz in dem Abenteuer ein, sind jedoch so erbärmlich ausgearbeitet, dass der Meister sie auch ohne Weiteres selbst improvisieren könnte. Doch irgendwann, als sich die Spieler Dragenfeld nähern, nehmen die Ereignisse ihren Lauf, und das Abenteuer wird wirklich spannend und dramatisch, so sehr, dass selbst das blose Durchlesen Gänsehaut verspricht.