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Schwarzbuch VW: Wie Manager, Politiker und Gewerkschafter den Konzern ausplündern Taschenbuch – 2006

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Detlef Gürtler, Jahrgang 1964, lebt und arbeitet in Berlin, Marbella und Rüschlikon bei Zürich. Er ist u.a. Chefredaktor des Zukunftsmagazins GDI Impuls, Autor erfolgreicher Wirtschaftssachbücher (»Die Dagoberts«; »Die Tagesschau erklärt die Wirtschaft«), Kolumnist (Gürtlers Gesammelte Grütze in der WELT Kompakt), Blogger (tazblog Wortistik) und Berater für internationale Unternehmen.

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Die Plünderer

Wenn ein Konzern vor die Hunde geht, weil keiner mehrauf Recht, Gesetz und Profitabilität achtet und jeder nur nochan sich denkt, ist davon eine Zeit lang praktisch nichts zu merken.Das ist ein bisschen wie bei einem Auto, das am Straßenrandabgestellt worden ist und steht und steht und steht und steht.Eine ganze Weile bleibt es so stehen, man könnte es jederzeit wieder starten; aber irgendwann, wenn Staub und Schmutz anzeigen,dass der Wagen herrenlos sein könnte, fängt es an. Einer -oder eine Clique - schlägt eine Scheibe ein und holt sich das Autoradio. Und ist der erste Stein geworfen, gibt es kein Haltenmehr: Innerhalb weniger Tage sind die Räder weg, die Scheinwerfer,die Batterie, ist das Auto bis aufs Blech ausgeschlachtet.Wenn sich kein Eigentümer kümmert, kommen die Plündereraus ihren Löchern.

Bekannt ist diesesPhänomen vor allem bei Gütern, dieder Allgemeinheit gehören, sowie beim Umgang mit Steuergeldern.Bei Beamten, die über die Vergabe von öffentlichenGeldern entscheiden, ist es weltweit üblich, dass den Zuschlag nicht einfach der preiswerteste Anbieter bekommt, sondern der Anbieter, der die entscheidenden Personen am besten dafür bezahlt.Das Unrechtsbewusstsein ist denkbar gering: Schließlich ist das Gehalt, das der Staat seinen Beamten zahlt, in vielen Ländernlächerlich niedrig, nicht zuletzt, weil Schmier- und Trinkgelderbei der Gehaltsfestsetzung schon einkalkuliert werden. Zudem gilt bei öffentlichen Projekten regelmäßig der eigentümerlose Anfangsverdacht:
Öffentliche Güter gehören allen. Damit niemandem. Da ist die Versuchung groß, einen Teil davon aufs eigeneKonto zu privatisieren. Das macht doch nichts, das merkt dochkeiner?"

Auszug aus Schwarzbuch VW von Hans-Joachim Selenz. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Inhalt 7 Vorwort 9 Die Plünderer 12 Topmanager
28 Gewerkschafter 43 Politiker 60 Und der Aufsichtsrat? 74 Die
Geplünderten 75 Mitarbeiter 87 Aktionäre 101 Kunden 111 Halbzeit:
Volkswagen ? eine mafiöse Vereinigung? 112Volkerts Freud?sche
Fehlleistung 123 Wolfsburg: Casa Nostra 138 Die Komplizen 140
Wirtschaftsprüfer 151 Justiz 167 Journalisten 179 Mitarbeiter 187 Gegen
die Wand 190 Zu teuer 200 Zu abgehoben 211 Zu schlecht 217 Die Zukunft
222 Personenregister Die Plünderer Wenn ein Konzern vor die Hunde geht,
weil keiner mehr auf Recht, Gesetz und Profitabilität achtet und jeder
nur noch an sich denkt, ist davon eine Zeit lang praktisch nichts zu
merken. Das ist ein bisschen wie bei einem Auto, das am Straßenrand
abgestellt worden ist und steht und steht und steht und steht. Eine
ganze Weile bleibt es so stehen, man könnte es jederzeit wieder starten;
aber irgendwann, wenn Staub und Schmutz anzeigen, dass der Wagen
herrenlos sein könnte, fängt es an. Einer - oder eine Clique - schlägt
eine Scheibe ein und holt sich das Autoradio. Und ist der erste Stein
geworfen, gibt es kein Halten mehr: Innerhalb weniger Tage sind die
Räder weg, die Scheinwerfer, die Batterie, ist das Auto bis aufs Blech
ausgeschlachtet. Wenn sich kein Eigentümer kümmert, kommen die Plünderer
aus ihren Löchern. Bekannt ist dieses Phänomen vor allem bei Gütern, die
der Allgemeinheit gehören, sowie beim Umgang mit Steuergeldern. Bei
Beamten, die über die Vergabe von öffentlichen Geldern entscheiden, ist
es weltweit üblich, dass den Zuschlag nicht einfach der preiswerteste
Anbieter bekommt, sondern der Anbieter, der die entscheidenden Personen
am besten dafür bezahlt. Das Unrechtsbewusstsein ist denkbar gering:
Schließlich ist das Gehalt, das der Staat seinen Beamten zahlt, in
vielen Ländern lächerlich niedrig, nicht zuletzt, weil Schmier- und
Trinkgelder bei der Gehaltsfestsetzung schon einkalkuliert werden. Zudem
gilt bei öffentlichen Projekten regelmäßig der eigentümerlose
Anfangsverdacht: Öffentliche Güter gehören allen. Damit niemandem. Da
ist die Versuchung groß, einen Teil davon aufs eigene Konto zu
privatisieren. Das macht doch nichts, das merkt doch keiner? In
Deutschland ist die öffentliche Korruption noch verhältnismäßig gering
ausgeprägt: Im Korruptionsindex von Transparency International erreicht
die Bundesrepublik derzeit 8,2 von 10 Punkten (10 steht für die
geringstmögliche Wahrnehmung von Korruption) und liegt damit auf Platz
15 von 146 bewerteten Nationen - weit hinter Spitzenreiter Finnland (9,7
Punkte), aber immerhin deutlich vor den USA (7,5) und Japan (6,9
Punkte).Von den sprichwörtlichen preußischen Tugenden ist also auch ein
Menschenalter nach dem Ende des preußischen Staates noch immer etwas
übrig geblieben, zumal die deutschen Beamtengehälter im internationalen
Vergleich so hoch sind, dass sie keinen Anreiz zur Korruption bieten
sollten. Wie weit diese vergleichsweise gute Platzierung auf die in
Teilen "zurückhaltende " oder rechtsstaatlich nachlässige Arbeit
deutscher Staatsanwaltschaften zurückzuführen ist, steht auf einem
anderen Blatt. Fälle von Betrug und Schlimmerem, die in anderen Ländern
vor Gericht landen, verschwinden in Deutschland sehr oft unter dem
Teppich. Der Grund ist die Weisungsgebundenheit deutscher Staatsanwälte,
die an einer ganz kurzen politischen Leine hängen. Geld allein macht
nicht ehrlich. Bestochen wird bis in die allerhöchsten Gehaltsklassen.
Und der Anfangsverdacht des nicht vorhandenen Eigentümers gilt eben
nicht nur bei öffentlichen Gütern. Er besteht ebenso bei allen
Vermögenswerten privater Unternehmen, wenn nicht oder nicht hinreichend
kontrolliert wird, wie die Beschäftigten innerhalb ihres
Verantwortungsbereiches damit umgehen. So wird fast die Hälfte aller
Ladendiebstähle von den eigenen Angestellten begangen.Wenn in einem
Unternehmen erst einmal die Botschaft durchgedrungen ist, dass die
Chefetage nicht mehr kontrolliert, gibt es für die Mitarbeiter auf allen
Ebenen kein Halten mehr. Diese Botschaft scheint bei VW irgendwann Mitte
der Neunzigerjahre, in der Anfangszeit der Ära Piëch, durchgedrungen zu
sein. Piëch war am 1. Januar 1993Vorstandsvorsitzender bei VWgeworden.
Als Bernd Pischetsrieder ihn 2002 in diesem Amt beerbte, wechselte er in
den Vorsitz des Aufsichtsrates. Geändert hat sich an der Fahrlässigkeit
der Konzernspitze dadurch nichts. Daher konnte sich die Botschaft von
der mangelnden Kontrolle zwölf Jahre lang so in das Unternehmen
hineinfressen, dass es allen Beteiligten zunehmend als völlig herren-
und verantwortungslos vorgekommen sein muss. In den Topetagen bei VW
bestach und erpresste fast jeder jeden, und alle zusammen plünderten sie
das Unternehmen aus, das sie ohnehin fürstlich bezahlte.
Zusammengeschweißt wurde das "Team" von Managern und vorgeblichen
Kontrolleuren durch Geld, Machtmissbrauch und gemeinsame
Rotlichtabenteuer. Viele Topmanager des Konzerns und ihre Co-Manager von
der IG Metall spielten den Playboy, W bezahlte. Und zahlte und zahlte
und zahlte. Dabei hätten die Verantwortlichen wirklich Dringlicheres zu
tun. Hielte nicht die Politik die schützende Hand über Wolfsburg, wäre
der Konzern längst von effizienteren Konkurrenten aufgekauft und neu
justiert worden. Doch dass die beteiligten Politiker völlig
uneigennützig, rein aus Sorge um die Arbeitsplätze und den
Wirtschaftsstandort Deutschland oder Niedersachsen handeln, ist
angesichts der filzig-verschwitzten Atmosphäre bei Volkswagen nicht sehr
wahrscheinlich. Mehr dazu später. Zuerst möchte ich Sie bitten, mich auf
einem Ausflug in die beiden Topetagen der VolkswagenAG zu begleiten: in
die offizielle, die des Vorstands, und in die tatsächliche, die des
Betriebsrats.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Niclas am 3. Juli 2009
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Schwarzbuch VW" von Hans-Joachim Selenz beschreibt die Machenschaften, Schiebereien, unsauberen Methoden und Betrügereien bei VW.
Wer jedoch glaubt, keinen VW mehr kaufen und den eigenen Golf gleich verkaufen zu wollen, weil die geschilderten Fälle einfach zu frech und unglaublich sind, könnte in seiner Entscheidung recht bekommen, da sich der Käufer nichts anderes als abgezockt vorkommen muss, wenn man liest wie Millionen und Milliarden verschleudert, verschoben, Geschäftsberichte gefälscht und Politiker und Vorstandsmitglieder geschmiert und bestochen werden.

Allerdings sollte jeder, der in einem mittelständischen bis großen Unternehmen arbeitet, einfach mal Augen und Ohren offen halten, denn in den allermeisten Fällen sieht es dort ähnlich, wenn nicht sogar ganz genauso aus. Dies reißt Selenz im Abschnitt "Wirtschaftsprüfer" nur ganz kurz an. Doch jeder klar Denkende dürfte sich bewusst sein, dass in Konzernen so gut wie nichts mehr ohne eine kleine "Spende" läuft.

Und daher dürfte der eigene Golf nicht das Einzige sein was abgeschafft werden müsste. Es träfe auch den Telefonanschluss, den Mobilfunkvertrag, Elektrogeräte namhafter Hersteller, den Stromanschluss, die Kleidung, ...

"Schwarzbuch VW" ist ein, wie ich finde, erschütterndes aber leider nur allzu realistisches Abbild unserer Wirtschaft und definitiv lesenswert, um Dinge mit anderen Augen zu sehen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Frieda am 28. Februar 2006
Format: Taschenbuch
in dem Selenz schonungslos aufzeigt, wie tief die Bananenrepublik Deutschland gesunken ist.
Er legt Hieb-und stichfeste Beweise auf den Tisch.
Doch die Staatsanwälte winden sich und geben die Beweisakten lieber wieder zurück. ZU HEISS.
Und die blinde Justitzia muß taub und stumm bleiben, weil unsere Politiker es so befehlen.
Die dummen Bürger wissen nichts, woher auch.
Hier unten das Fußvolk, das sich ein Zipfelchen Wohlstand zu erarbeiten hofft und oben die Macht/Geldspieler, die sich alles erlauben können zu Lasten des Volkes.
Hoffentlich hilft Selenz' Buch den Stall auszumisten, noch bevor alle Untaten verjährt sind.Oder die Verantwortlichen das Zeitliche segnet, siehe Neuber und Rau.
Die Welt lacht über Deutschland und seine "Paten".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Oliver Scheid am 16. Februar 2007
Format: Taschenbuch
Das Buch ist durch die aktuelle Verurteilung von Peter Hartz und den laufenden Ermittlungsverfahren in Sachen VW hochaktuell. Der Author zeigt etliche Machenschaften auf, die im VW Konzern ablaufen. Allerdings verliert er sich dabei teilweise in Banalitäten. So ist die Tatsache, dass ein Vorstand die Kosten für das Hotel-Pay-TV unrechtmäßigerweise auf Firmenkosten schreibt noch lange kein Indiz dafür, dass überall Korruption und Selbstbedienung herrscht. Ausgehend von diesen Banalitäten strickt Hans-Joachim Selenz die Geschichte weiter und zeigt auf, wie die Vorstände, der Betriebsrat, die Stadt Wolfsburg, das Land Niedersachsen und die Wirtschaftsprüfer alle ihren Teil zum "VW-System" beitragen.

Stellenweise erinnert das Buch an eine typische Verschwöhrungstheorie. Gegen Ende des Buches befasst sich der Author mehr und mehr mit den Management-Fehlentscheidungen (Stichwort Phaeton).

Bleibt abzuwarten, was der Einstieg von Porsche bei VW und der Führungswechsel (Winterkorn für Pischetsrieder) bei VW bewirkt.

Insgesamt ein interessantes und gut zu lesendes Buch.
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