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Schwarzbuch USA
 
 
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Schwarzbuch USA [Gebundene Ausgabe]

Eric Frey
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821855746
  • ISBN-13: 978-3821855745
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15,8 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 697.002 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eric Frey
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die USA als Weltpolizist? Wenn dem Personalchef eines x-beliebigen Sicherheitsunternehmens eine auch nur mit einem Kapitel dieses Buches ansatzweise vergleichbare Akte über die Vergangenheit eines Bewerbers in die Hände fiele, würde er ihn wahrscheinlich auf der Stelle verhaften lassen, statt über eine mögliche Einstellung nachzudenken.

Auf knapp 500 Seiten präsentiert uns Eric Frey, Chef vom Dienst der österreichischen Tageszeitung Der Standard, die Ergebnisse seiner umfassenden Recherchen über die Sündengeschichte der USA, die diese in der Gesamtschau geradezu als eine kriminelle Vereinigung erscheinen lassen. Das Buch beginnt bei der Vernichtung der Indianer, die der Autor ausweislich der Überschrift des ersten Teils seiner Ermittlungsakte zu den in der Zeit von 1776 bis 1945 begangenen "Jugendsünden der USA" zählt. In die "Jugendzeit" der letzten verbliebenen Weltmacht fällt demnach auch der Zweite Weltkrieg und die Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, an der die USA immerhin auch maßgeblich beteiligt gewesen sein sollen.

Doch auch dieses Kapitel der amerikanischen Geschichte ist Frey zufolge nicht frei von gravierenden Makeln. Bereits für den Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland weist 1920er-Jahren und der gravierenden wirtschaftspolitischen Fehler, die in die Weltwirtschaftskrise mündeten, eine Mitschuld zu. Auch was die Führung des an sich "gerechten Krieges" gegen Nazi-Deutschland und seine Verbündeten anbelangt, ist das von Frey zusammengetragene Sündenregister der USA lang und reicht von den auf zivile Ziele gerichteten Bomben bis zu den Atombombenabwürfen auf Japan. Und selbst was das allerdunkelste Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts betrifft, wirft Frey den USA zumindest unterlassene Hilfeleistung vor. "Warum", so fragt er, "wurden die Gaskammern von Auschwitz nicht bombardiert, um so den Holocaust an Europas Juden zu stoppen oder zumindest einzudämmen?" Die gegen solche Forderungen damals vorgebrachten Argumente jedenfalls, wie "das Lager sei für amerikanische Kampfflugzeuge nicht erreichbar, sodass die Bomber nicht geschützt wären", hält er für nichts als Ausflüchte: "Im Herbst und Winter 1944 flog die US-Luftwaffe jedoch zahlreiche Angriffe auf Industrieziele, die nur wenige Kilometer von Auschwitz entfernt lagen."

Im dritten und vierten Teil seines Schwarzbuches setzt sich der Autor dann akribisch mit der amerikanischen Gegenwart auseinander -- mit den "Sünden gegen die eigene Bevölkerung" ebenso wie mit jenen "gegen den Rest der Welt". Angefangen beim immer drastischeren Auseinanderdriften von Arm und Reich, das unberechenbare Justizsystem, in dem das Recht zur Lotterie verkomme, die Todesstrafe bis hin zur Präventivkriegsdoktrin der Regierung Bush und dem, was sie sich im Zusammenhang damit bislang hat zu Schulden kommen lassen.

Kurzum: Gäbe es ein Weltengericht und wäre Frey dessen Ankläger, es stünde nicht gut um den selbst ernannten Weltpolizisten USA, dem man nur wünschen könnte, dass sich baldmöglichst ein Autor fände, der sich mit ähnlichem Furor an das Verfassen einer Verteidigungsschrift machte. Auf die müssen wir einstweilen noch warten. Die Schrift des Anklägers aber, ob wir ihr nun folgen oder nicht, ist zumindest lesenswert. --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Von der Vernichtung der Indianer bis zur Kriegspolitik George W. Bushs: Der Amerika-Experte und Politikwissenschaftler Eric Frey dokumentiert im "Schwarzbuch USA" zum ersten Mal alle Sünden und Verbrechen amerikanischer Politik, nicht nur auf der Bühne der Weltpolitik und Weltwirtschaft, sondern auch gegen die Bürger im eigenen Land.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Schwarzbuch USA" (Ullstein 36998 - erweiterte und aktualisierte Taschenbuchauflage 2008, gebundene Erstauflage beim Eichborn-Verlag 2004)) von Eric Frey, einem leitenden Redakteur beim Wiener "Standard", ist eine umfassende Dokumentation (553 Seiten plus Literaturhinweisen und einem Register) der dunklen Seiten von "God's own country". Diese werden an Anbeginn - Landraub und Vernichtung der Indianer - bis heute - der Krieg gegen den Irak - verständlich und differenziert sowie ohne Anti-Amerikanismus behandelt. Teil I behandelt die "Jugendsünden" der USA (1776 bis 1945): Der Raub eines riesigen Gebietes (von der Ost- bis zur Westküste) von den Indianern und deren weitgehende Vernichtung; die Sklaverei und die Unterdrückung der Schwarzen; der ungezügelte Kapitalismus zur Zeit der Räuberbarone; die imperialistische Behandlung von Lateinamerika als Hinterhof; Unrecht im gerechten Krieg (Internierung von Japanern, Bomben gegen Zivilisten, unterlassene Hilfeleistung für Europas Juden); Einsatz von Atombomben über Hiroshima und Nagasaki. In Teil II (1945 bis 1991) wird auf die Sünden der USA im Kalten Krieg eingegangen: Sowjetunion als Todfeind; die McCarthy-Ära; nukleares Wettrüsten und die Kuba-Krise; Interventionen der CIA im Iran, in Guatemala, Kuba und Chile; die Tragik des Vietnam-Kriegs. In den Teilen III und IV wird die USA heute betrachtet: In Teil III die Sünden gegen die eigenen Bürger (ungezügelte Konsumgesellschaft und der Verfall des öffentlichen Raums, Ungleichheit und fehlende soziale Sicherheit, das alltägliche Morden, das Recht als Lotterie, das Land der staatlichen Henker, korrumpierte Demokratie, ...) und in Teil IV gegen den Rest der Welt (andauerndes Außenhandelsdefizit, kaum Entwicklungshilfe, Krieg statt Therapie - sinnloser Kampf gegen den Drogenhandel, die Macht der Lobbys in der Außenpolitik, scheinheilige Menschenrechtspolitik, der Unilateralismus und die Zerstörung der Weltordnung, die Präventivkriegsdoktrin, ...) angeführt. Alles in allem kann das Buch nicht des Antiamerikanismus geziehen werden, wenngleich es nahezu zur Gänze der Amerika-Kritik gewidmet ist. Versöhnlich sieht der Autor jedoch heute in vielen Bereichen "Licht am Ende des Tunnels". Im übrigen ist das Buch trotz seines "schweren" Inhalts "leicht" zu lesen.
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42 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwarzbuch USA 26. Februar 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein hervorragendes Buch! Ausführlichst recherchiert, ausgewogen und nicht polemisch. Alles was man den Verreinigten Staaten an Sünden vorwerfen kann und trotzdem nicht in einen plumpen Anti-Amerikanismus verfallend.
Sehr umfangreich - Eine Zusammenfassung der letzten 200 Jahre. Weltpolitik und kommt darin genauso vor wie Fresssucht oder die Anti-Raucher Kampagnen. Spannend wie ein politischer Krimi. Vierzig ausführliche Kapitel die sich mit allen Aspekten des Anti-Amerikanismus auseinanderstezten. Das Buch ist Amerika-kritisch aber aus der Sicht eines Amerika Freundes geschrieben. Dieses Spannungsfeld macht es um so befriedigender. Sicherlich das beste Buch zu dem Thema in dem deutschsprachigem Markt. Kann ich wärmstens empfehlen.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
...das sich der langen Reihe der Amerika-kritischer Bücher anschließt, die zur Zeit erscheinen. In 40 sauber strukturierten Kapiteln hält der österreichische Politikwissenschaftler und promovierte Princeton-Absolvent Frey dem Paradeland der christlichen Werte und der Demokratie 40 Schattenseiten vor. Angefangen bei dem größten Landraub der Geschichte und der Ausrottung der Indianer über die Sklavenhaltung, mehrfachem Absetzen demokratisch gewählter Regierungen in Lateinamerika und Asien, Hiroshima-Bombe, Vietnamkrieg über die Ausbeutung der 3.Welt und Verarmung der eigenen Bevölkerung bis zur Verweigerung des Klimaschutzprotokolls sowie des internationalen Gerichtshofs für Menschenrechte u.v.m. Der Irak ist nur ein Kapitel von vielen und zeigt, dass er einfach die konsequente Fortführung einer hegemonialen Politik ist.

Frey schreibt nach eigener Aussage nicht gegen die Amerikaner, sondern gegen deren Politik. Die meisten Themen sind bekannt und werden hier nochmals mit exakten Zahlen und interessanten Hintergrund-Details hinterlegt - manche Zusammenhänge wurden und werden in den Medien nur unvollständig dargestellt. Ganze Bücher wurden hier auf wenige Seiten kompakt und effektiv zusammengefasst. Einige Themen sind neu, und manche sind vielleicht auch überzogen - man muss auch nicht unbedingt einen höheren moralischen Standard ansetzen als beim Rest der Welt. Auch die EU zerstört beispielsweise erfolgreich durch ihre riesigen Subventionen die Märkte für Agrarprodukte in der Dritten Welt. Doch wer nach Michael Moore etwas Tiefergehendes und Umfassenderes wünscht, findet hier eine interessante Lektüre.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Eher ein Geschichte- als ein Schwarzbuch
Ich war von dem "Schwarzbuch USA" eher enttäuscht. Es bietet zwar einen guten geschichtlichen Überblick, bleibt auber mit seiner Kritik und seiner Analyse der Probleme... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Björn Bartmann veröffentlicht
Lesen! Lesen! Lesen!
Es gibt viele Gründe, sich mit der Geschichte der nordamerikanischen Supermacht auseinanderzusetzen. Ein Grund ist dieses Buch! Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Andreas Neumann veröffentlicht
Durchweg empfehlenswert!
Dieses Buch ist kein Schwarzmalen, kein Antiamerikanismus, keine Polemik. Dieses Buch ist eine Kritik wesentlicher Aspekte der US-Politik von ihren Anfängen bis 2008, aber... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Chris veröffentlicht
Einfach nur gut!
Dieses Buch öffnet Augen und ist einfach großartig geschrieben. Keine Form von Anti-Amerikanismus, sondern einfach nur die traurige Wahrheit.
Veröffentlicht am 9. Dezember 2008 von Tobifier
SCHLECHT!!!
Leider kann man nicht weniger als einen Stern vergeben!
Das Buch besteht im wesentlichen aus purem Antiamerikanismus, der versucht in seriösem - wissenschaftlichen Gewand... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2007 von MAH
Gottes eigenes Land im Zwielicht
Dieses Buch sollte jeder politisch interessierte Mensch (allen vorweg Polit-Profis)zur Kenntnis nehmen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. März 2006 von Dr. Hartmut Heuermann
Zuwenig Objektivität
Das Buch enthüllt Fakten über die „Sünden" der USA, angefangen mit der Vertreibung der Indianer im 18. und 19. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2005 von "usilvester"
Geniales Buch
Das Schwarzbuch USA ist nicht hauptsächlich ein Buch in dem beschrieben wird, wie es in Amerika heute aussieht und was sie momentan so treiber, sondern fängt am Anfang an... Lesen Sie weiter...
Am 18. Oktober 2004 veröffentlicht
Ideologisch motivierte Hypothesen für Moore Fans
Ein solches Buch könnte über jedes einzelne Land der Erde, über jede Organisation oder gar über jeden Menschen geschrieben werden, denn Unrühmliches findet... Lesen Sie weiter...
Am 18. September 2004 veröffentlicht
Kein plumper Antiamerikanismus, sondern gelungene USA-Kritik
Polemik bedient nur Vorurteile, das weiß auch Eric Frey. Deshalb ist sein "Schwarzbuch USA" keine bitterböse Abrechnung, sondern ein kritischer Blick auf Geschichte und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2004 von Rolf Dobelli
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