Das "Schwarzbuch Satanismus" ist sicherlich eine sehr gute Zusammenschau dessen, was an Kritischem über den Satanismus im Jahr 1995 schon zusammen getragen werden konnte. Und dabei haben die Brüder Grandt mit diesem Buch sicherlich Pionierarbeit geleistet. Da die meisten Inhalte ihres "Schwarzbuches Satanismus" in späteren Büchern zum Thema nur höchstens bruchstückhaft referiert werden, geht eigentlich kein Weg auch an diesem Buch vorbei, wenn man sich umfassend über diese Thematik informieren will.
Auf Amazon werden die Bücher der Brüder Grandt über Satanismus überraschend schlecht rezensiert, selbst noch in den letzten Jahren. Obwohl man doch heute schon so viel mehr weiß, als vor 15 Jahren. Und dann denkt man sich: Wenn so viele Leute zugleich ähnliches schreiben, muß doch etwas Wahres daran sein. Nimmt man diese Bücher aber dann doch irgendwann einmal in die Hand, wird schnell klar: Nein. Gar nichts ist wahr daran. So ist - z.B. - auch das Grandt-Buch "Satanismus" aus dem Jahr 2000 keine "Neuauflage" des Grandt-Buches "Schwarzbuch Satanismus" aus dem Jahr 1995. Beide ergänzen sich vielmehr hervorragend. Und sie ersetzen einander in keiner Weise. Es wiederholt sich fast nichts.
Für das Buch aus dem Jahr 2000 haben die Grandt-Brüder nur sehr viel über multiple Persönlichkeitsstörung hinzugelernt und referieren das.
Aber auch schon in diesem Buch aus dem Jahr 1995 kommen sechs Überlebende satanistischen Wahns und Gewalt zu Wort. Die wichtigste von ihnen ist sicherlich Heike, die heute in Sydney, Australien lebt (1, S. 90 - 97), und die tiefe Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Freimaurerei und Satanismus gibt, ebenso wie zwischen Nazi-Ideologie und Satanismus. Sie berichtet von geheimen satanistischen "breeding farms" in Australien, bei denen man sich an die Lebensborn-Heime der SS erinnert fühlt.
Auch etwa das Telefoninterview der Grandts mit dem Inhaber eines Verlages und Versandes esoterischer Bücher in der Nähe von Frankfurt am Main unter der Vorgabe, sie gehörten selbst einer satanistischen Gruppierung an und suchten Kontakt zu Gruppen, die rituelle mit Kinder "arbeiten" würden, ist außerordentlich erhellend (1, S. 149 - 166). Der Verleger sagt, daß man mindestens den achten Meistergrad einer Loge oder eines Ordens erreicht haben muß, bevor man sexualmagisch mit Kindern arbeiten könne. Auch hier ganz klar der Zusammenhang zwischen Freimaurerei und Satanismus.