»Die Jagd ist, anders als die landläufige Meinung unter Jägern, kein Grundrecht. Die Jagd ist letztendlich nur eine aus dem Jagdrecht sich ergebende Nutzung. Der Staat hat diese Nutzung zu kontrollieren, muss womöglich das Recht zu jagen exakt bestimmen, auch einschränken und - wenn nötig - örtlich und sachlich verbieten«, schreibt der Journalist Jakob Kurz in seinem Vorwort. »Der Staat ist somit verpflichtet, mit zusätzlichen Gesetzen neuen wild- und waldbiologischen Erkenntnissen Rechnung zu tragen.«
Das »Schwarzbuch der Jagd« ist ein brandaktuelles Buch zum Thema Jagd. Es beleuchtet die derzeitige politische Situation, geht auf die »Eckpunkte« aus dem Künast-Ministerium ein und macht die Forderungen für die längst fällige Novellierung des Bundesjagdgesetzes deutlich. Jacob Kurz geht in seinem Buch dem Phänomen von Jagdfieber und Jagdleidenschaft nach, beleuchtet Gesetze, die dehnbar wie Gummi sind, lüftet den Deckmantel des Begriffs »Weidgerechtigkeit« und zeigt die vielfältigen Gefahren der Jagd für Tiere, Natur und Menschen auf. Ein besonderes Augenmerk richtet der Journalist auf das Thema Haustierabschüsse, die organisierte Jagd auf Hund und Katze: Mit rund 400.000 Katzen und 65.000 Hunden sind fast ein Zehntel der von deutschen Grünröcken getöteten Tiere unsere Haustiere.
Fazit des Autors: »`Alte Zöpfe' müssen abgeschnitten, die `Jagd in Deutschland' muss dringend reformiert, mit neuen Gesetzen den wild- und waldbiologischen Erfordernissen angepasst werden. Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Isaak B. Singer sagte, für Tiere sei jeder Tag Auschwitz und Treblinka. Höchste Zeit also zum Handeln!«
Das »Schwarzbuch der Jagd« ist ein »Muss« für jeden Tierfreund: informativ, verständlich, spannend - und obendrein preiswert!