Dieses neu vom Steidl-Verlag aufgelegte Buch war bereits 1994 unter dem Titel "Schwarzbuch Helmut Kohl - Oder: Wie man einen Staat ruiniert" erschienen. Engelmann beschreibt darin sehr anschaulich, wie die CDU-Politik das Geld der arbeitenden Bevölkerung hin zu den wenigen Reichen verschob. Die durch ihre Nazi-Vergangenheit schwer belasteten Fritz Ries und Hanns-Martin Schleyer planten bereits Anfang der Siebziger den Aufstieg Helmut Kohls an der Seite von Kurt Biedenkopf. Auch F. J. Strauss taucht in diesem "Vierergespann" noch einmal auf, und diese untereinander gepflegten und von Engelmann gut ausgeleuchteten Verknüpfungen machen allzu deutlich, wie man sich gegenseitig bevorteilte. Allerdings sollte man nicht glauben, Kohl wäre aufgrund der vielzitierten "Bimbes-Politik" der einzige Übeltäter in diesem Filz; vielmehr nur ein Rädchen der Maschinerie. Man darf sich zu Recht wundern, weshalb es Kohl trotzdem zum Bundeskanzler brachte, und sein "Bimbes" bestand bereits zuvor und wird nach wie vor bestehen, wenn auch unter anderem Namen. Bernt Engelmann (gest. 1994), bekannt u. a. durch seine Co-Arbeit "Ihr da oben, wir da unten" mit Günter Wallraff, legte bereits in seinem "Schwarzbuch Franz-Josef Strauss" die Machenschaften und Verwicklungen von Politikern offen.
Interessant sind im Zusammenhang mit "Schwarzbuch Helmut Kohl" folgenden Bücher, da sie die darin besprochenen Personen und Verhältnisse weiter verarbeiten und für ein besseres Verständnis sorgen:
- Bernt Engelmann, "Grosses Bundesverdienstkreuz"
- Fast ausnahmslos sämtliche Bücher von Hans-Herbert von Arnim
- Noam Chomsky, "Haben und Nichthaben"