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Schwarzbuch Deutsche Bahn
 
 
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Schwarzbuch Deutsche Bahn [Gebundene Ausgabe]

Christian Esser , Astrid Randerath
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (11. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570100367
  • ISBN-13: 978-3570100363
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 252.358 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Christian Esser
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die ZDF-Dokumentation »Das Pharmakartell« von Christian Esser und Astrid Randerath ist "ein herausragendes Beispiel von investigativem Journalismus". (Jury-Begründung für die Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreises )

"Ein flott geschriebener, schonungsloser Bericht." (Die Welt )

"Astrid Randerath und Christian Esser zeigen präzise auf Schwachstellen und flankierende Propaganda-Maßnahmen. Wo es noch Bahnhöfe gibt mit einer Bahnhofsbuchhandlung darin, sollte dieses Buch in großen Stapeln ausliegen, damit es in allen verspäteten Zügen gelesen werden kann." (Frankfurter Rundschau )

Kurzbeschreibung

Die brisante Wahrheit über die Machenschaften der Deutschen Bahn

Im Frühjahr 2009 übernimmt Rüdiger Grube als neuer Bahnchef ein Unternehmen im Chaos: ein beispielloser Spitzelskandal, brechende Zug-Achsen, ein gescheiterter Börsengang. Die Bahn ist zum Global Player geworden – auf Kosten der Bahnkunden und der Mitarbeiter. 5000 Gleiskilometer wurden in zehn Jahren stillgelegt, hunderte Bahnhöfe dichtgemacht. Und das bei steigenden Preisen und miesem Service. Gleichzeitig wurden zehntausende Jobs vernichtet. Auf Basis intensiver Recherchen, interner Dokumente und vieler Gespräche mit Mitarbeitern und Managern entlarven die beiden Journalisten das System Deutsche Bahn. Sie decken gefährliche Defizite, folgenschwere Fehlentscheidungen und politische Netzwerke auf.

Die Autoren arbeiten beim ZDF-Magazin "Frontal 21", das für seine kritischen Recherchen bekannt ist.



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Kundenrezensionen

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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bigbug21
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin kein Fan der Deutschen Bahn. Als Vielfahrer ärgert mich das Unternehmen im Wochentakt, als angehender Fachmann und Student im Eisenbahnbereich kratze ich mich nur all zu oft über diesen Saftladen am Kopf. Vor diesem Hintergrund habe ich das nun vorgelegte Schwarzbuch gelesen und war vor allen Dingen eins: enttäuscht.

In zehn Kapiteln (knapp 300 Seiten) beleuchten Christian Esser und Astrid Randerath das Unternehmen Deutsche Bahn aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie berichten von schlechtem Kundendienst, Fehlentscheidungen, dem miesen Umgang mit den eigenen Mitarbeitern, der Haus-und-Hof-Gewerkschaft Transnet, Sicherheitsmängeln sowie dem Umgang mit Journalisten, der Umwelt und der Politik. In einem gut zehnseitigen Plädoyer sprechen die Autoren sich abschließend für einen umfassenden Neuanfang der DB AG aus.

Inhaltlich liefert der Text dem interessierten Leser kaum Neues. Was die Autoren schreiben, war weitgehend schon woanders in ähnlicher Form zu lesen. Einzig einzelne Interviews mit verschiedenen Mitarbeitern von DB, Eisenbahn-Bundesamt und mehr vermitteln hier wirklich neue Perspektiven -- wobei es den Autoren nicht gelingt, sachlich-fundierte Kritik von ideologischen geprägten Einzelmeinungen frustrierter Mitarbeiter zu trennen. Wie sonst ist es zu erklären, dass beispielsweise das Fehlen von Lokführer-Toiletten im ICE zum Problem stilisiert wird?

Dem Text mangelt es in meinen Augen vor allen Dingen an Konsistenz. So fordern die Autoren mal einen besseren Taktfahrplan, ein paar Seiten weiter aber implizit eine höhere Auslastung der Fernzüge mit Verweis auf die SNCF -- die eben nicht nach Takt, sondern strikt nach Nachfrage fährt. Mal soll das Schienennetz im ländlichen Raum ausgebaut werden, um wenig später die hohen staatlichen Zuschüsse zu kritisieren. Die hohe Verschuldung des Unternehmens wird kritisiert, aber der Gewinn könne doch für dieses und jenes verwendet werden. Wie passt das zusammen?

Hintergründe, wie Rahmenbedingungen von Gesellschaft, Verkehrspolitik und Technik, bleiben weitgehend außen vor. Den Eindruck, dass die Autoren eine echte sachliche Abwägung und eine entsprechend fundierte Kritik vorgenommen hätten, hatte ich an keiner Stelle. Dass schwarz gemalt, indem alle irgendwie greifbaren belastende Argumente nach vorn geworfen werden, während entlastende sachliche Hintergründe nahezu durchweg ausgeblendet bleiben, mag man einem Schwarzbuch nicht weiter zum Vorwurf machen.

Schwerer wiegt für mich der Eindruck einer sachlich nicht fundierten Recherche. An dutzenden Stellen wirkte die Darstellung über die Maßen stark vereinfacht oder war schlicht sachlich unzutreffend. So wird die immer wieder kursierende Zahl von "schätzungsweise 1000 Personenunglücken" (S. 116) pro Jahr geliefert, während der EBA-Sicherheitsbericht klar von gut 720 Fällen pro Jahr spricht. Schlicht falsch sind beispielsweise Behauptungen, die Kosten der Neubaustrecke Köln--Rhein/Main hätten sich auf 6,4 Milliarden Euro verdoppelt (S. 65), Thilo Sarrazin wäre Mitglied im DB-Konzernvorstand gewesen (S. 104), nur in Deutschland würden Hochgeschwindigkeitszüge im konventionellen Netz verkehren (S. 186) oder Lokführer könnten ungebremst in Baustellen fahren (S. 204). Bei manchen Fehlern habe ich mich an den Kopf gekratzt, wie kurzsichtig zwei Berufsjouranlisten eigentlich sein können. So wird der Begriff "Abhören" auf einem Screenshot des Programms "netstat" auf S. 148 f. als Beleg für Abhörmaßnahmen an Mitarbeitern angeführt -- selbst ohne einen gewissen IT-Sachverstand lässt sich in Sekunden ergoogeln, das dies das normale Verhalten eines Netzwerk-PCs ist...

Weiter entwertet wird der Text aus meiner Sicht dadurch, dass die Autoren für den Großteil ihrer Behauptungen und Darstellungen -- selbst für wörtliche Zitate -- keine Belege liefern. Auf rund 250 Seiten Reintext kommen gerade einmal rund 60 Fußnoten. Es gelingt dem Text an vielen Stellen nicht, zwischen Fakt, Behauptung und Mutmaßung zu trennen. So bleibt beispielsweise unklar, ob die DB wirklich eines der besten Lobbynetzwerke der Republik habe (oder ob das nur die Meinung der Autoren ist).

Das Durcheinander aller möglichen Bahn-Bashing-Argument mag dadurch zu Stande gekommen sein, dass es den Autoren offenbar an echtem Sachverstand fehlte. Dass Fachbegriffe an dutzenden Stellen verwechselt und mitunter ulkige neue Formen kreiert werden, mag ein überdeutlicher, prägnanter Ausweis sein. Munter verwechselt werden elementare Fachbegriffe wie "Zugführer" und "Lokführer", "Triebwagen", "Triebköpfe", "Triebzüge" und "Lokomotiven", "Kollision" und "Zusammenstoß", "Verbindung", "Strecke" und "Relation" und dergleichen Dingen mehr. Bei humorvollen Spitzen wie "Notausgängen" im ICE (S. 173), "Doppelstockwagen der Marke Dostos" (S. 226) und "Triebkopfführern" (auf Loks, S. 198) blieb mir irgendwann das Lachen im Halse stecken. Seriöser Fachjournalismus sieht sicher anders aus. Natürlich muss ein für die breite Öffentlichkeit geschriebenes Buch eine verständliche Sprache finden -- aber gerade von wahren Fachjournalisten sollte man erwarten, diese Brücke mit Bravour zu schlagen. Nicht zuletzt durch die Vielzahl an rein handwerklichen Fehlern disqualifiziert sich das Buch als fundierte Kritik in meinen Augen selbst.

Einzelne positive Momente, darunter ein Teil der Interviews, Auszüge aus Protokollen der Datenschutz-Ermittlungen und hervorragende Karikaturen, könnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass zwei Autoren ohne wirklich schlüssiges Konzept und Fachwissen ein Buch vorgelegt haben, das vor allem einem Zweck zu dienen scheint: Geld zu machen und Publicity zu generieren.

Im Grunde fasst es die am Ende des Buches zitierte E-Mail-Antwort von Herrn Mehdorn, der eine Beteiligung an dem Buch ablehnte, treffend zusammen, was diesem Buch zum Vorworf zu machen ist. Es ist eine der "vielen Publikationen (...), die außer Effekthascherei kein ehrliches Bemühen um sachliche Inhalte" haben. Dazu ist eigentlich nichts weiter zu sagen.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von 59200-5
Format:Gebundene Ausgabe
Als begeisterter Zugfahrer war ich sehr interessiert an dem "Schwarzbuch Deutsche Bahn" und ich muß sagen, es hat mich nicht vollständig überzeugen können.

Was einem nach ein paar Kapitel deutlich auffällt ist, daß die beiden Autoren sehr unterschiedliche Schreibstile haben (ich gehe jedenfalls davon aus, daß es daran liegt, daß einige Kapitel wirklich interessant und lesenswert sind, während andere sich hauptsächlich in Polemik ergehen).

Alles in allem zeigt es recht gut die Mißstände bei der Bahn und spricht sich (wie ich finde zu Recht) deutlich gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn und besonders des Streckennetzes aus. Es ist schon traurig, daß es gelungen ist, aus einer verschworenen Gemeinschaft (wie es die Bahner einmal waren) einen in Teilen demotivierten Haufen zu machen, der sich obendrein noch verfolgt zu fühlen scheint. Vor wenigen Wochen war ich z.B. im ICE von München nach Hannover unterwegs und durfte zum ersten Mal in den letzten Jahren einen so rundherum guten 1. Klasse-Service erleben, das ich mich nach Ende der Fahrt bei der Stewardess nach ihren Namen erkundigte. Die erste Reaktion war die Frage "Gibt es jetzt Ärger?" Dabei wollte ich mich nur bedanken und (weil ich es schon lange aufgegeben habe, mich über den schlechten Service zu beklagen und nur noch eine E-Mail an die Bahn schicke, wenn ich etwas zu loben habe) den Namen wissen, damit mein Lob vielleicht auch die Vorgesetzten erreicht.

Ein paar Sachen habe ich an dem Buch allerdings auch zu bemängeln. So weiß ich nicht, was der Triebfahrzeugführer eines ICE mit einer Toilette soll. Theoretisch kann er an jedem Halt die Zugtoilette nutzen (klar gibt es dabei Verspätungen, da er nicht einfach aussteigen und mal für ein paar Minuten verschwinden kann), viel wichtiger wäre eine Toilette in den Loks, mit denen Güterzüge bewegt werden. Schließlich stehen die manchmal stundenlang im freien Feld und warten auf die Weiterfahrt. Auch der ICE 3, bei dem in Köln ein "Achsbruch" festgestellt wurde, war nicht der ICE 518 "Wolfsburg", sondern der Triebzug "Wolfsburg", der als ICE 518 unterwegs war. Namen haben die meisten Fernverkehrszüge nämlich seit Jahren nicht mehr. Und "Dosto" ist keine Bauart der Doppelstockwagen, sondern ein Spitzname, die Bauart ist z.B. DABpza 758.

Wer sich an solchen Nebensächlichkeiten nicht stört, bekommt jedoch genug Punkte zum Nachdenken geliefert. Wieso z.B. muß man den Fahrplan so gestalten, das man so schnell wie möglich von A nach B kommt, wenn man allerdings in B nach C umsteigt fast eine Stunde auf seinen Zug wartet, weil die Anschlüsse nicht aufeinander abgestimmt sind? Kann man der Bahn die vom Steuerzahler bezahlten Gleise und Anlagen wirklich schenken, damit sie möglichst gut an der Börse dastehen würde? Wieso frage ich den Bundestagsabgeordneten aus meinem Wahlkreis eigentlich nicht, wie er dazu steht? Ist ein (gescheiterter) Kanzlerkandidat und (aktueller) Fraktionsvorsitzender wirklich unabhängig, wenn mitten im Wahlkampf die Deutsche Bahn in seinem Wahlkreis ein Großprojekt mit ihm als Schirmherren ankündigt? Besonders bei der Verstrickung der DB mit der Bundespolitik sollte man die Politiker daran erinnern, das es in Artikel 87e (4) Grundgesetz um das Wohl der Allgemeinheit und nicht um das einzelner Politiker geht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von John Ryder TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich will bei dieser Rezension aufpassen auch wirklich das Buch zu bewerten und nicht den aufgestauten Frust als Kunde der Deutschen Bahn abzulassen. Sieht man bei Amazon nach, findet man einige Bücher zu diesem Thema, und merkt schnell, hier lässt sich Geld machen. Umso erstaunlicher, dass ich nachdem ich zwei Jahre nicht mehr Bahn gefahren bin, ich bei einer Reise neulich merken musste, dass sich wohl nichts zum positiven geändert hat.
So beginnt das Buch auch mit einigen Erlebnissen unzufriedener Kunden, einige davon haarsträubend, was den Leser auch gleich auf die Seite der Autoren zieht, schließlich kann zumindestens ich, meine eigenen Erlebnisse hier wunderbar drauf projezieren. Schon ist eine Vertrauensathmosphäre geschaffen, aus der heraus man gerne weiterliest, so nach dem Motto: Mal sehen was da jetzt noch alles zu Tage kommt. Eigentlich trägt das Kapitel für mich aber nichts neues zusammen, denn als ex Bahnfahrer kenne ich das so oder ähnlich zur Genüge.
Wirklich interessant wird es dann in den Kapiteln, Lobbyismus, Unternehmenskultur und vor allem Sicherheit. Wenn das wirklich alles so stimmt wie es hier geschrieben wird, dann stellt sich die Frage, ob man tatsächlich jemals mit diesem Unternehmen noch verreisen möchte.
Fairerweise sollte man aber auch im Hinterkopf haben, dass das Buch natürlich auch ein gewisses Ziel hat und man natürlich keine Auflage macht, wenn man gutes berichtet.
Jedoch kommen die Punkte insgesamt glaubhaft und nachvollziehbar herüber. Das macht es so verstörend.
Insgesamt finde ich den Titel gelungener als die "Senk ju..." Titel, da mehr Substanz.
Wenn schon nichts anderes, so ist das Buch eine kleine Befriedigung, nach den ganzen verpassten Anschlüssen, fehlenden Zugteilen (immer der wo meine Reservierung drin ist), Verspätungen und dem Chaos welches ich in den letzten jahren erlebt habe.
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