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Schwarzbuch Banken
 
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Schwarzbuch Banken [Taschenbuch]

Christiane Oppermann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 318 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426777150
  • ISBN-13: 978-3426777152
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 352.553 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hier ein Euro, da ein Euro -- welcher Bankkunde hat sich nicht schon über irgendwelche Bankgebühren geärgert, die ihm beim Zugriff auf sein sauer Verdientes oder bei Transaktionen -- und sei es bei der Abhebung des zuvor Eingezahlten -- angelastet werden. Dass die Abzocke der Banken in Gelddingen System hat und strategisch geschickt und langfristig geplant war, zeigt dieses Buch von Christiane Oppermann.

Die Autorin geht mit der Branche hart ins Gericht. Allein die Aufzählung von Fakten, die fundiert mit einem Quellennachweis belegt sind, begründet auf über 300 Seiten eine Analyse, die dem Leser bei der Lektüre eine Emotionsskala von Grummeln über Wut bis hin zur Schadenfreude garantiert. Denn manchmal erwischt es selbst die Profis kalt, wie etwa am sattsam bekannten Beispiel der EM.TV-Aktie und der Firmenhistorie zu lesen ist.

Die Fantasie der Banker scheint fast unerschöpflich: Raffiniert eingefädelte Rechnungsstellungen für das normale Tagesgeschäft wie etwa Extrakosten für "Eil"-Überweisungen werden genauso durchleuchtet wie moderne Wegelagerei. So langt ein Bankhaus sogar zu, wenn ein Kunde öfter als fünf Mal pro Jahr an den teuer angemieteten, eigenen Safe gehen möchte.

In neun Kapiteln mit griffigen Überschriften wie "Abzocker", "Kredithaie", "Plattmacher" oder "Krisengewinnler" geht die Autorin die verschiedenen Themenkreise an. Beispiele werden zuhauf genannt, ob es ums Tagesgeschäft, die T-Aktie oder die Schuldenkrise in Mexiko geht. Gut lesbar geschrieben offenbart sich ein Blick hinter die Kulissen -- ein Wirtschafts- und Finanzkrimi ohne Fiktion. Und da die Handlung in der aktuellen Wirklichkeit spielt, bleibt dem Leser nach der höchst spannenden Lektüre eigentlich nur eins: Auf der Auszahlung seines Gehaltes in bar zu bestehen und den guten alten Sparstrumpf wieder zu reanimieren. Dann gibt es wenigstens das Gefühl, der Ohnmächtigkeit gegenüber den Finanzhäusern ein kleines Stück weit entronnen zu sein.

Doch auch, wenn das Buch nur dazu führt, gegenüber Banken, ihren Produkten und ihren Preisforderungen kritischer zu sein, hat das Werk seine gute Schuldigkeit getan. Ansatzpunkte zu hartem Hinterfragen werden geliefert -- und vielleicht lässt sich ja doch der eine oder andere Euro vor dem Bankenzugriff retten... --Horst-Joachim Hoffmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Hamburger Abendblatt, 27. September 2002

(Christiane Oppermann) hat nicht nur peinlichst genau das Handeln der Branche und die Konsequenzen daraus recherchiert, sie hat auch ein Bild der Branche gezeichnet, das spannend geschrieben und trotz der schwierigen Materie auch für Laien gut verständlich ist. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FarK
Format:Gebundene Ausgabe
Dass Banker noch nicht einmal dazu taugen als Fachidioten bezeichnet zu werden, zeigt dieses Buch sehr deutlich. Diese Bezeichnung wäre noch ein Kompliment, zwar nicht ein sehr schmeichelhaftes, aber dennoch eines mit dem man leben könnte. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass höchst zweifelhafte Personen millionenschwere Kredite erhalten nur weil sie in einem Anzug und einer Krawatte daherkommen. Oder dass Investitionen gekappt werden, gerade in dem Moment in dem eine Gesellschaft kurz davor steht wieder profitabel zu werden. Hinter den meisten Firmenpleiten stehen mindestens immer zwei Banken, die die eigentlich verantwortlichen sind, weil sie maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Management Missmanagement getrieben hat.

Anhand vieler sehr gut recherchierter Beispiele zeigt die Autorin, wie die meisten Banken im Hintergrund wirklich handeln. Wie sie u. a. "hohen Gebühren für miesen Service" verlangen und der Kunde abgezockt wird, da er auf ein Konto angewiesen ist, um seine Geldgeschäfte zu erledigen. Wie sie mit Krediten und Wucherzinsen, Menschen um ihre Existenz bringen und ein Leben auf Pump hochstilisieren mit bunten Anzeigen und Werbefilmen, in denen das "Lebe jetzt, zahle später" propagiert wird. Das Kapitel, welches mich am meisten interessierte, war der, in dem es um die Vorgänge am Neuen Markt und um dessen Zusammenbruch ging. Auch hier haben die Banken wieder einmal sehr deutlich gezeigt wie unfähig man handeln kann. Zwei Beispiele, welche den meisten bekannt sein dürften ist die EM.TV AG oder der Fall Kirch. Beides Firmen, die mit Hilfe von Bankkrediten aufgebläht wurden um dann in die Pleite zu rutschen.

Weitere interessante und bekannte Beispiele, die ebenfalls behandelt werden, sind der Fall Schneider und der Konkurs der Baufirma Philipp Holzmann AG, die anfangs mit Hilfe des damaligen Kanzerls Schröder zeitweilig gerettet schien, aber dann doch fallen gelassen wurde, als die Banken mit dem Daumen nach unten zeigten. Welche Banken daran beteiligt waren, ist hier in diesem sehr gut recherchierten und leicht zu lesenden Buch zu erfahren, das einen Umfang von 300 Seiten hat und natürlich noch weitere informative Kapitel zu bieten hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannende Lektüre 23. Juni 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist interessant zu lesen für Leute, die sich für die Verknüpfung zwischen Banken und Wirtschaft interessieren - von der Bankfiliale vor Ort und dem Handwerksbetrieb und den international tätigen Großbanken und der ebensolchen Industrie bis hin zum Einfluß der Banken auf die wirtschaftliche (und damit auch politische) Entwicklung ganzer Staaten.
Was ich vermißt habe, war der Aufruf an den Bankkunden zu mehr Eigenverantwortung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alles nur nicht Seriös! 23. März 2007
Format:Taschenbuch
Seit ich dieses Buch gelesen habe, sehe ich eine Bank mit ganz anderen Augen. Egal bei welcher Bank, das Gefühl von "über den Tisch gezogen" bleibt! Der Artikel über Herrn Schneider war sehr lehrreich. Also: Privat bei einer Bank sein Privatvermögen anlegen und mit dem Kontoauszug über sein Privatvermögen zu den anderen Banken gehen, Milliarden Kredite beantragen (und erhalten) und nicht zurück zahlen! Einfach genial oder? Was auch noch ganz toll war, diese Selbsteinschätzung der Manager mit ihren Aussagen "Ich trage keine Schuld!", und da sie nicht schuldig sind, erhalten sie eine "Provision". Nach dem Motto "gut gemacht und weiter so, aber nicht mehr bei uns!". Ich finde jeder sollte dieses Buch lesen.
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