Nach dem großen Erfolg von "Schwarzbuch Markenfirmen" das Buch zum schmutzigen Geschäft mit dem "schwarzen Gold".
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Produktinformation
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Einige Beispiele gefällig ?
Die Grafik im ersten Kapitel welche die historische Entwicklung der Rohölpreise seit 1861 darstellt ist falsch beschriftet und verkehrt deren Kernaussage ins Gegenteil.
Richtig ist, daß trotz eines aktuellen Ölpreises von ca. 60 Dollar pro Barrel die heutige Situation noch nicht so brisant ist wie etwa 1980, als der Preis nominal zwar nur ca. 35 Dollar betrug, dies aber inflationsbereinigt heute 80 Dollar entsprechen würde.
Auf S. 194 erfährt man, daß der norwegische Ölfonds "über 800 Milliarden Dollar" wert ist, auf S. 197 dass "der Erdölfonds bis zum Jahr 2010 einen Wert besitzt, der 93 Prozent des norwegischen Bruttoinlandsprodukts entspricht". Die Norweger würden sich freuen, entspräche dies der Wahrheit: sie wären dann DIE weltweiten Superstars beim pro-Kopf Bruttoinlandsprodukt. Tatsächlich betrug das BIP von Norwegen im Jahr 2003 170 Milliarden EUR - bei der ersten Wertangabe des Ölfonds wurden wohl norwegische Kronen mit Dollar verwechselt.
Auf S. 253 werden die Ölreserven von BP mit 10.100 Mio. Barrel angegeben, eine Seite später mit 18,3 Milliarden Barrel.
Auf S. 237 erfährt man daß die weltweiten Ölreserven im Jahr 2004 1188.6 Milliarden Barrel betrugen,
3 Seiten später liest man von 1050 Milliarden Barrel.
Die oben angeführten Widersprüche sind für den aufmerksamen Leser unmittelbar ersichtlich - die Frage ist: wenn schon diese beim Redigieren nicht aufgefallen sind, wieviele weniger offensichtliche Fehler sind dann im Buch noch enthalten ?
Ärgerlich und das Verständnis erschwerend ist zudem, daß im Buch viele Zahlen zu Ölmengen genannt werden, aber unterschiedliche Maßeinheiten verwendet werden: meist Barrel, manchmal aber auch Tonnen oder Liter.
Wenn man mit diesen Schwachpunkten leben kann bleibt eine locker und unterhaltsam geschriebene Einführung über das Geschäft mit der Förderung von Rohöl und dessen wirtschaftlichen, ökolologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen,insbesondere in den Förderländern.
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