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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Informationen satt zu einem unvermeidlichen Thema,
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Öl: Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld (Taschenbuch)
Ein typisches Werk des Genres "Patchwork-Publizistik": Journalisten veröffentlichen ihre gesammelten Reportagen bearbeitet und unter einem einigenden Leitgedanken in Buchform. Doch der Kitt, mit dem die journalistischen Versatzstücke verbunden werden, ist mitunter etwas dünn gemischt. Einem in der Tageshektik entstandenen Zeitungsartikel mag man Stilblüten (wie z. B., dass Wolfsburg "der ground zero der deutschen Automobilindustrie" sei) noch verzeihen, einem Buch mit seiner hoffentlich längeren Lebensdauer dagegen nicht. Trotzdem bietet sich dieser Polit-Sampler perfekt dazu an, der eigenen politischen Bildung im Rundumschlag auf die Sprünge zu helfen - wobei man nicht zart besaitet sein sollte: Die Öl-Historie ist naturgemäß eine Chronik von Krieg, Elend und Betrug. Bürgerkrieg im Sudan, die Yukos-Affäre, der Tschetschenien-Krieg, die Gazprom-Pipeline - es geht immer nur um eins: Energie. Das Buch vermittelt Informationen satt und ist darum, so finden wir, allen zu empfehlen, die über eines der wichtigsten Themen unserer Zeit auf dem aktuellen Stand sein wollen.
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49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
unterhaltsam aber ohne große Sorgfalt geschrieben,
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Öl: Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld (Taschenbuch)
Die reißerische Überschrift im ersten Kapitel: "Die Welt hängt am Tropf - Die Öl-Sucht derIndustriegesellschaft" weist darauf hin: Thomas Seifert ist Redakteur beim Wochenmagazin NEWS, dem österreichischen Aushängeschild des Boulevardjournalismus. Folgerichtig ist das Buch geprägt von durchaus gefälliger Unterhaltung bei geringen Ansprüchen an genau recherchierte Inhalte. Einige Beispiele gefällig ? Die Grafik im ersten Kapitel welche die historische Entwicklung der Rohölpreise seit 1861 darstellt ist falsch beschriftet und verkehrt deren Kernaussage ins Gegenteil. Auf S. 194 erfährt man, daß der norwegische Ölfonds "über 800 Milliarden Dollar" wert ist, auf S. 197 dass "der Erdölfonds bis zum Jahr 2010 einen Wert besitzt, der 93 Prozent des norwegischen Bruttoinlandsprodukts entspricht". Die Norweger würden sich freuen, entspräche dies der Wahrheit: sie wären dann DIE weltweiten Superstars beim pro-Kopf Bruttoinlandsprodukt. Tatsächlich betrug das BIP von Norwegen im Jahr 2003 170 Milliarden EUR - bei der ersten Wertangabe des Ölfonds wurden wohl norwegische Kronen mit Dollar verwechselt. Auf S. 253 werden die Ölreserven von BP mit 10.100 Mio. Barrel angegeben, eine Seite später mit 18,3 Milliarden Barrel. Auf S. 237 erfährt man daß die weltweiten Ölreserven im Jahr 2004 1188.6 Milliarden Barrel betrugen, Die oben angeführten Widersprüche sind für den aufmerksamen Leser unmittelbar ersichtlich - die Frage ist: wenn schon diese beim Redigieren nicht aufgefallen sind, wieviele weniger offensichtliche Fehler sind dann im Buch noch enthalten ? Ärgerlich und das Verständnis erschwerend ist zudem, daß im Buch viele Zahlen zu Ölmengen genannt werden, aber unterschiedliche Maßeinheiten verwendet werden: meist Barrel, manchmal aber auch Tonnen oder Liter. Wenn man mit diesen Schwachpunkten leben kann bleibt eine locker und unterhaltsam geschriebene Einführung über das Geschäft mit der Förderung von Rohöl und dessen wirtschaftlichen, ökolologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen,insbesondere in den Förderländern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt,
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Öl: Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld (Taschenbuch)
In den deutschen Kinos startete gerade der Politthriller "Syriana", als am 24. Februar 2006 in Saudi-Arabien zwei El-Kaida-Selbstmordattentäter beim Versuch scheitern, sich mit ihren Autos an einem der äußeren Zugänge zur Raffinerie von Abkaik in die Luft zu sprengen. In Abkaik steht nicht irgendeine Erdölanlage. Zitat aus dem "Schwarzbuch Öl": "Durch Abkaik fließen täglich fast sieben Millionen Barrel Öl, Abkaik ist der Knotenpunkt der saudischen Ölindustrie und damit eine der verwundbarsten Industrieanlagen der Welt." Der frühere CIA-Agent Robert Baer bezeichnet die Anlage in seinem Buch "Die Saudi-Connection" als ideales Ziel für Terroristen und beschreibt minutiös eine folgenschwere Detonation. "Auch wenn der saudische Außenminister, seine Hohheit Prinz Saud al Faisal, bei einer Pressekonferenz im Wiener Imperial Buchautoren wie Baer als anti-saudische Propagandisten abtat“, wie Thomas Seifert und Klaus Werner schreiben, bekommt die Beschreibung von Baer bei Meldungen wie dem misslungenen Anschlag am 24. Februar 2006 nahezu prophetischen Charakter.Was gibt es zum „Schwarzbuch Öl“ sonst zu sagen? Die beiden Autoren nehmen die Leser auf mehr als 300 Seiten in bester Reportermanier mit an die Erdölfront. In fünf Kapiteln werden unter anderem der Konflikt am Persischen Golf, den sie „als Mutter aller Schlachten“ bezeichnen, der allumfassenden Einfluss der Öl-Lobby und die Funktion von Öl als „Demokratie-Antiserum“ beschrieben. Zum Abschluss werden mögliche Wege aus der „Erdölfalle“ gezeigt. Kurzum: Das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. Endlich erfährt man spannend und verständlich aufbereitet, was wirklich hinter den explodierenden Treibstoffpreisen steckt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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