11 knackige Kurzgeschichten voller Spannung - Michael Gick weiß, wie man seine Leser fesselt! Ob nun bewusst gängige Geschichten mit überraschendem Ende oder neue, innovative Ideen, "Schwarz wie die Nacht" ist in jedem Fall ein Fest.
Die ersten paar Geschichten haben mich beinahe enttäuscht. Sie waren vorhersehbar, was vor allem daran lag, dass ich bewusst quergedacht habe, da ich bereits wusste, dass dies eine Anthologie mit hundertachtzig-Grad-Wendungen werden würde. Doch nach und nach wuchs mein Staunen, denn die Geschichten wurden besser und besser, hielten mich in ihrem Bann und überraschten mich immer öfter mit einem unvorhergesehenen Ausgang.
Zum Inhalt:
"Der Chauffeur" ist eine Kurzgeschichte, die ich besser für sich selbst sprechen lasse, da alles, was über den Titel hinausgeht, bereits zu viel der Erklärung gewesen wäre.
"Der Lastwagen" beschäftigt sich mit dem beliebten Thema einer Prophezeiung, deren Erfüllung man mit Spannung entgegenfiebert.
In "Rendezvous" wartet ein Gentleman auf seine Verabredung, begegnet jedoch einem gesuchten Serienmörder.
"Happy End" erzählt davon, was geschieht, wenn Liebe wehtut - Happy End inbegriffen!
In "Ansichtssache" lernen wir auf einer Kreuzfahrt in die Karibik die Tücken einer Illusion kennen.
"Die Fratze", wieder eine Geschichte über eine Prophezeiung, empfand ich als besonders gut gelungen. In einem schrecklichen Traum sieht eine junge Frau ihrer Zukunft ins Gesicht.
"Die Begegnung" handelt von einem diabolischen Serienmörder, der nach neuen Opfern sucht - eine weitere ausgezeichnete Geschichte mit schockierendem Ausgang.
In "Ein ganz gerissener Plan" lernen wir einen Mann mit Geldsorgen kennen, der sich entschließt, seine Spielschulden ein für alle mal zu begleichen und einen ganz gerissenen Plan ausheckt, um unbehelligt an das Geld zu kommen.
"Das Spukhaus" ist genau das, was man sich unter diesem Titel vorstellt - ein altes Gemäuer, das ein seltsames Eigenleben entwickelt. Und doch ist alles ganz anders - eine besonders schillernde Perle in dieser Anthologie.
"Joyce" geht von allen übrigen Geschichten am meisten unter die Haut, was Horror und Spannung betrifft. Wir beobachten die unheimliche, ja, beängstigende Entwicklung der Beziehung zwischen Vater und Tochter - Gänsehaut garantiert, das Grausen lässt einen nicht mehr los!
Last but not least - "Mörderische Visionen" erzählt von einem Mann, der eines Morgens entdeckt, dass er in telepathischen Kontakt mit einem Mörder steht.
Alles in allem kann ich diese Kurzgeschichtensammlung nur wärmstens empfehlen!