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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen3
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Die Thematik von Heidi Hassenmüllers Jugendroman "Schwarz, Rot, Tot" interessiert mich sehr und ich war gespannt, wie sie diese Thematik verarbeitet. Mir ist es bereits nach wenigen Seiten gelungen mich in die Geschichte, welche schnell an Dramatik gewinnt, einzufinden. Udos Situation wird gut dargestellt und es ist nachvollziehbar, wieso er bei seiner Suche nach Anerkennung in die rechte Szene abrutscht. Dabei habe ich stets einen guten Einblick in Udos Gedanken erhalten, welche deutlich machen dass man nicht von jetzt auf gleich zum Neonazi wird, sondern dass dies ein Entwicklungsprozess ist. Auf Grund der Kürze des Buches durchläuft Udo diesen sehr schnell, und oftmals habe ich mir gewünscht die Autorin würde etwas tiefer auf die Thematik eingehen.

Im Laufe der Geschehnisse werden auch immer wieder die Anschläge in Rostock, Hoyerswerda, Solingen, Mölln sowie 9/11 erwähnt. Durch die Erwähnung dieser realen Geschehnisse wurde Udos Geschichte für mich realer und auch authentischer.

Etwa zur Hälfte des Buches nimmt das Geschehen eine Wende und ab hier flaut für mich die Geschichte auch ab. Es geschehen zu viele unrealistische Zufälle, welche auch sehr vorhersehbar sind. Die Autorin wiederholt die vorherigen Geschehnisse immer wieder, was in eigenen kleinen Absätzen geschieht. Für mich war es zu viel Wiederholung, denn bei einem Buch mit 200 Seiten Umfang kann ich mir das Geschehen noch ganz gut merken.

Das Ende hat mir nicht gefallen, denn es ist in meinen Augen unrealistisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich so in der Realität geschieht. Während des ganzen Buches ist es der Autorin sehr gut gelungen, die Gefahr welche von extremen Rechten ausgeht darzustellen. Das Ende soll diese Gefahr noch einmal verdeutlichen, verharmlost sie jedoch in meinen Augen.

Der Schreibstil der Autorin ist durch das ganze Buch hinweg sehr angenehm zu lesen. Sie verwendet eine einfache Sprache, welche auch für jüngere Leser gut geeignet ist.

Mein Fazit:

Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen, die zweite Hälfte konnte mich dann jedoch leider nicht mehr überzeugen. Das finde ich schade, denn die Thematik Rechtsradikalismus und Neonazis finde ich interessant.

Von mir gibt es 2 ' 3 Sternchen für "Schwar, Rot, Tot"
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am 6. Oktober 2006
Ein sehr interessantes Buch, dass einen richtig zum Nachdenken anregt. Udo ist wie der Junge von nebenan: ganz einfach ein normaler Jugendlicher. Er ist weder verhaltensgestört noch auffällig oder aggressiv. Dass so ein normaler Teenager trotzdem in rechtsradikale Kreise gezogen werden kann, ist traurig und leider sehr realistisch. Willi, der im entscheidenden Moment auftaucht, um Udo zu helfen, ist für Udo nichts anderes als die Rettung im richtigen Moment. Er ist dankbar und stuft Willi automatisch als Freund ein. Dass Willis Kopf voll von rechtsradikalen, nicht durchdachten Ansichten steckt, weiß Udo ja nicht. Ihm wäre das wahrscheinlich auch egal, denn ein Freund ist ein Freund. Bei Freunden drückt man eben mal ein Auge zu. Dass diese Freundschaft Udos Leben völlig umgräbt und sein Leben in eine neue Richtung lenkt, wird ihm erst sehr spät bewusst, nämlich als die Sache mit Mehmet passiert. Und dann? Welche Gedanken hat Udo dann? Im Buch wird das Gefühlschaos sehr gut beschrieben. Wer sich gerne mit diesem Thema und der Persönlichkeitssuche Jugendlicher befasst, dem empfehle ich auch das Buch "Eiserner Turm" von Ulrike Bucher, das wir als Wendelektüre in meiner Klasse auf dem Programm hatten und das noch eine Stufe weiter geht: Die Hauptfigur, der undurchsichtige Turm, muss vor seiner rechtsradikalen Clique fliehen, obwohl er genau wie Udo nur eines suchte: einen Freund. "Schwarz, rot, tot" - ein wirklich richtig gutes Buch!
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am 14. Juni 2010
Ich habe mir das Buch von einer Freundin geliehen und finde es nicht besonders spannend. Udo wirkt nicht wie ein Jugendlicher, sondern wie ein naiver Junge. Ich finde seine Gutgläubigkeit manchmal sogar richtig ärgerlich. Außerdem bleiben in der Geschichte, meiner Meinung nach, zu viele Fragen offen. Das Ende ist zwar nicht "happy", was man eigentlich auch erwarten kann, es wirkt aber sehr gewollt. Außerdem sind die Figuren sehr Stereotyp; Der gutherzige Pfarrer, die netten aber viel zu beschäftigten Eltern, der weise Großvater, die hübsche und kluge Klassenkameradin, die dummen Nazis und deren cleverer Anführer etc...Dadurch das Udos Gedanken über mehrere Seiten einfach nur wiedergegeben werden, wird man oft aus dem Lesen "herausgerissen". Kein Buch das man unbedingt kaufen sollte.
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