Deon Meyer ist mit guten Grund der erfolgreichste Krimiautor Südafrikas. Mittlerweile ist er nicht nur dort bekannt, sondern hat sich weltweit eine Lesercommunity geschaffen. Seinen Ruf hat er sich im deutschsprachigen Raum mit seinen Romanen "Der traurige Polizist" (Aufbau Taschenbuch 2170), "Tod vor Morgengrauen" (Aufbau Taschenbuch 2280), "Das Herz des Jägers" (Aufbau Taschenbuch 2328) und "Der Atem des Jägers" (Aufbau Taschenbuch 2470) geschaffen. In "Schwarz. Weiss. Tot." (Aufbau Taschenbuch 2555) sind 6 kurze Geschichten - unterschiedlich lang, von 16 bis 120 Seiten - in einem Band zusammengefaßt. Alle Geschichten - bis auf eine - spielen in Südafrika. In "Karoonacht" muß sich Bodyguard Lemmer mit der Stasi abgeben. "Der perfekte Mord" hat nicht geklappt und Bennie Griessel macht sich auf die Spuren eines "Selbstmörders". In "Das Nostradamus-Dokument" windet sich Sersant Dekker elegant aus der Bredouille, in die er sich selbst gebracht hat. Luitenant Muller sucht in "Verschwunden" den mittlerweile schon 14 Tagen nicht zum Dienst erschienenen Konstabel Antonie de Beer und gerät wie dieser in die Fänge einer jungen Frau und deren Bewacher. Die Kurzgeschichte "Der Schuh der Maria" spielt in Italien und läßt das spezielle südafrikanische Flair der Erzählungen von Deon Meyer vermissen. Ein wenig enttäuschend die letzte und längste Geschichte "Auszeit", in welcher der ins Archiv abgeschobene und kurz vor seiner Pensionierung stehende Polizeioffizier John October drei Morde auf metaphysische Art aufklärt. Insgesamt ein Buch, wo Deon Meyer ähnlich wie in den oben erwähnten Romanen als Chronist der südafrikanischen Gesellschaft und ihrer Morde auftritt. Im Anhang von "Schwarz. Weiss. Tot." erläutert der Autor noch, wie er zu den Geschichten gekommen ist. Ein Glossar mit Erklärungen der afrikaanssprachigen Wörter und anderer Begriffe rundet das Buch ab.