Wenn man "Schachmatt" und "Die schwarze Dame" gelesen hat, merkt man schnell, dass man die handelnden Personen schon kennt - es handelt sich bei "Schwarz und Weiß" eigentlich um den ersten Teil einer Trilogie. Für sich genommen ist das Buch aber so eigenständig, dass ein Leser die beiden anderen nicht kennen muss.
Ich fand "Schachmatt" wunderbar, "Die schwarze Dame" gut, "Schwarz und Weiss" jedoch langatmig und in der Handlung nicht immer stimmig, sodass die Spannung schon oft auf der Strecke blieb. Die Personen wirken etwas hölzern und der trockene Humor vom Erstwerk "Schachmatt", noch andeutungsweise in der "schwarzen Dame" zu finden, fehlt hier völlig. Der Autor reitet fast verbittert auf Rassenunterschieden und -vorurteilen herum, deren Problematiken besonders in der Oberschicht Amerikas für den Leser im ersten Buch vielleicht neu, danach noch interessant, aber hier nur noch verkrampft geschildert werden.
Trotzallem ist dieser Polit-Thriller noch um Klassen besser als viele andere Bücher, die in diesem Bereich auf dem Markt sind, weil er weder "dämlich" geschrieben noch einfach gestrickt ist und man ihn von der ersten bis zur letzten Seite wirklich lesen kann.