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Produktinformation
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Unter der Meeresoberfläche brodelt es neuerdings gehörig. Im Nordwesten Amerikas verschwinden Wale spurlos, um bald darauf gar nicht mehr artgerecht wieder aufzutauchen. Australien gibt Quallenalarm. Vor Norwegens Küste entdecken Ölbohrfachleute eine unbekannte Wurmspezies, deren monströse Kauwerkzeuge einen halben Kontinent zum Einsturz bringen können. Dem Meeresbiologen und Schöngeist Sigur Johanson schwant Übles: Die gesamte Meeresfauna und -flora scheint sich ferngesteuert gegen die Menschheit zu wenden. Ein wissenschaftliches Dreamteam nimmt den Kampf auf.
Unglaubliche 1.000 Seiten (angeblich Verlagsrekord!), routiniert erzählt und -- so weit es sich überblicken lässt -- solide recherchiert (immerhin ging ein wissenschaftlicher Beraterstab von annähernder Heeresstärke dem Autor zur Hand). Die Ökothematik zerdehnt zwar die Story, aber so nebenbei erfährt man allerhand über die Ölgewinnung auf den riesigen Plattformen vor Norwegens Küste und wird mit dem weit gehend unerforschten Ökosystem Tiefsee vertraut gemacht.
Für den spannenden Plot hat Tausendsassa Schätzing (der Mann leitet eine Werbeagentur, ist Musikproduzent, sieht gut aus und hat eine mehr als bewegte Website), diverse Erfolgsrezepte zusammengerührt und mit Öko abgeschmeckt. Nicht unclever und präventiv erwähnt Schätzing im Roman das Quellgebiet, das er geistig angezapft hat. Michael Crichtons uvre, Independence Day, Contact mit Jodie Foster und ganz besonders James Camerons Erfolgsfilm Abyss, sie alle grüßen herzlich aus nicht allzu großer Ferne.
Im letzten Drittel wird kräftig (Methan-)Gas gegeben. Tsunamis schwappen, Gallertartiges triumphiert. Höllengleich mutieren Zellverbände zu formenreichen Glibberwesen voller Tentakel. Knietief jagt Schätzing uns durch den intelligenten Schleim, der die Menschheit vor ihre größte Herausforderung stellt. Beängstigender Ökothriller! Bitte sofort die Ölheizung abdrehen! --Ravi Unger
Versteht sich, dass ein Multitalent und Kontrollfreak wie Schätzing auch seine Hörspielfassung generalstabsmäßig durchplante. Zu seinem Leidwesen mussten die sage und schreibe 1.000 Seiten des Buches gehörig eingedampft werden. Eine Straffung, die, so möchte man sagen, der Story gut getan hat. Die Sprecher stellen die Creme des Synchrongewerbes dar, allen voran der füchsische Edelmime Manfred Zapatka als Erzähler. Den Meeresbiologen Sigur Johanson spricht der knarzige Bass Joachim Kerzel, der bereits Jack Nicholsons, Dustin Hoffmans und Anthony Hopkins deutsche Stimmbänder zum Schwingen bringt. Dauerquasselstrippe Ralph Morgenstern finden wir in einer überraschenden Nebenrolle und -- natürlich Schätzing selbst, der als CIA-Fiesling Jack Vanderbilt debütiert. Auch hier macht der Mann eine gute Figur.
Schätzing-Spezi Loy Wesselburg, Komponist diverser Tatorte, wie auch Dominik Grafs Die Sieger, zimmerte -- zusammen mit dem Autor, versteht sich -- einen Soundtrack, der Hollywood zur Ehre gereicht. Seine maritimen Soundeffekte verwandeln jedes heimische Wohnzimmer zum Zentrum eines furchterregenden Seebebens. Dem ohnehin edel designten Schuber fügte Schätzing noch einen ausführlichen Werkstattbericht bei, versehen mit zahlreichen Schauspielerportraits und Foto-Dokumenten der Aufnahmesessions. Zwölf apokalyptische Tauchfahrtstunden zu den Yrr! Mehr kann man nicht verlangen. Die Sensation geht weiter!
Gekürzte Hörspielfassung, 10 CD im Schuber, Gesamtlaufzeit ca.726 min. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
193 von 210 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Teils große Klasse, teils banal,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Es fällt mir gar nicht leicht, meine Meinung über dieses Buch kundzutun. Es hinterlässt bei mir reichlich zwiespältige Gefühle. Die erste Hälfte und etwas mehr finde ich ausgezeichnet. Sie bietet eine Mischung aus Spannung und Belehrung, die in wohlproportionierten Häppchen daherkommt. Es werden viele wissenschaftliche Tatsachen (oder zumindest weithin anerkannte Theorien) anschaulich erklärt, die zumindest mir teilweise nicht bekannt waren. Das Wechselspiel zwischen den Problemen der Ölindustrie vor Norwegen und den wunderbaren Wal-Szenerien vor der kanadischen Küste, der langsam aufkommende Grusel ob einer sich anbahnenden Katastrophe (und das Bewusstsein, dass vieles davon ganz real werden könnte), ja selbst die Charaktere vermögen zu fesseln, auch wenn bereits dort deutlich wird, dass es einen gewissen Hang zur Hollywood-Dramatik gibt. Dennoch habe ich diese Teile verschlungen, und mich hat auch noch die Einführung in die Kultur der Inuit fasziniert. Aber was danach kommt, also im Prinzip ab dem Moment, in dem US-Militär und CIA das Kommando übernehmen, ist leider nur als Effektheischerei zu bezeichnen. Auch die Vorgänge auf der "Independent" sind ab und an durchaus noch interessant, aber das Buch gleitet mehr und mehr in ein typisches Hollywood-Drehbuch ab. Auch wird man den Eindruck nicht los, dass sich der Autor sehr stark vom Film "The Abyss" beeinflussen ließ. Der Showdown wird den Pyrotechnikern bei der fast zwangsläufigen Verfilmung alles abverlangen.Für die ersten ca. 600 Seiten würde ich durchaus 5 Sterne vergeben, obwohl mir bekannt ist, dass gegen Schätzing Anzeige wegen Urheberrechtsverletzung gestellt wurde. Der Rest des Buches ist mir höchstens 2 Sterne wert. Immerhin tröstlich jedoch, dass das Ende dennoch offen bleibt und immerhin zum Nachdenken anregt. Der Autor bekennt insofern Farbe, als er sich klar auf die Seite der "Yrr" stellt und die Zerstörung des Planeten uns Menschen anlastet. Auch versucht er, die Grenzen der Religion aufzuzeigen, insbesondere der Religionen, die das Menschenbild allzusehr ins Zentrum stellen. Deshalb gebe ich insgesamt doch 4 Sterne, die das Buch wegen der wissenschaftlichen und philosophischen Betrachtungen und trotz der bisweilen kitschigen Action verdient hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Knapp am Ziel vorbei und doch darüber hinausgeschossen,
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Obwohl das Buch vom Verfasser in vier Teile gegliedert wird, kann man es ganz klar auf zwei Parts reduzieren: Der erste Teil handelt von den weltweit zeitgleich auftauchenden Anomalien (Wale greifen Schiffe und Menschen an, überaus giftige und gefährliche Quallen- sowie Algenarten bevölkern die Küsten, Trilliarden von Eiswürmen naschen an Meeresmethan etc.) und zieht sich bis zu dem verheerenden Tsunami, der über Nordeuropa fegt; der zweite Teil handelt von dem global und gut ausgesuchten Wissenschaftlerstab, der im Zuge des Kampfes gegen die Umweltkatastrophen entdeckt, dass es sich hierbei um keine Umweltkatastrophe per se handelt, sondern um eine intelligente Lebensform aus den Urtiefen des Meeres, das sein Revier gegen die Menschen verteidigt und nach jahrelanger Verpestung der Weltmeere auch nicht auf Verhandlung gepolt ist.Als ich die ersten Rezessionen zu diesem Buch las, befand ich mich mittendrin, knapp nach dem Tsunami, und konnte nicht verstehen, dass einige Kritiken so negativ ausfielen. Ich konnte es auch gegen Ende des Buches nicht verstehen, da viele Leser eindeutig die sich bis zum letzten Wort durchziehende Schwachstelle des Buches ab circa Seite 600 entdecken. Ich habe das Buch verschlungen und als der Disput zwischen den Wissenschaftlern und dem amerikanischen Militär entfachte, gelang es mir nicht einmal mehr, das Buch für eine Sekunde aus der Hand zu legen. Meine Meinung änderte sich allerdings schlagartig, als ich die letzten Seiten vor mir hatte. Auf den letzten Metern kämpft man sich doch sehr arg durch und merkt erst hier, was für ein Wälzer das ist. Am Ziel angekommen ist man etwas enttäuscht und fühlt sich nicht komplett aufgeklärt. Wird man von Schätzing oft zu tief in die Materie geführt (Erklärungen über die Entstehung von Golfstrom, Methan, Satelliten oder unterseeische Vulkane ziehen sich oft seitenlang hin, wo es ein einfacher, zweizeiliger Satz à la Wikipedia auch getan hätte), fehlt einfach ein Schluss. Weder wird man spannend im Unklaren gelassen noch wird man befriedigend versorgt mit den wirklich wichtigen Informationen. Und dies ist der Punkt, wo man zurückblickt auf das Buch und dann in Konsens tritt mit den vorher erwähnten Kritikern: Das Buch ist auf den ersten 600 Seiten unschlagbar, die nächsten 200 Seiten sind definitiv spannend, aber nicht mehr so gut strukturiert wie die Vorgänger. Die letzten 100 Seiten sind - meiner Meinung nach - die große Schwachstelle. Hier hat es der Autor eindeutig versäumt, den Spannungsbogen ordentlich auszuarbeiten, viele Szenen, die durchaus noch etwas Pfeffer vertragen hätten, werden abrupt abgebrochen und andere Szenen sind leider ganz pfefferlos und unrealistisch, so dass man sich zwingen muss, zuende zu lesen. Auch merkt man, an welchen der Charaktere Schätzing wirklich hängt und welche nur in die Story integriert wurden, damit der Fluß nicht gestört wird. Er greift bei manchen Personen zu tief in die Trickkiste und vergisst oft, Lücken aus der Vergangenheit sauber zu schließen, zudem unterstellt er allen Hauptcharakteren irgendwann im Laufe der Story unglaubwürdige Handlungen und Worte. Dass ein Leon Anawak auf einmal nachts im Traum wieder zu seinem Stamm findet, ist für mich der größte Reinfall. Auch das Massensterben am Ende - ausgelöst durch eine Hysterie Lis, die zwar gut initiiert wurde, der man diese Eigenschaft aufgrund Schätzings Beschreibung als rationale und kühle Person einfach nicht abkauft - ist fehl am Platz. Hier sieht man ganz klar: Ambition Hollywood. Und auf die Gefühlsentwicklung zwischen Jack Greywolf und Alicia Delaware einerseits sowie Leon Anawak und Karen Weaver andererseits warte ich heute noch. Klar stehen bei diesem Roman die Yrr im Vordergrund, aber wenn man eine (oder besser gesagt drei) Liebesgeschichten einbaut, darf man den Leser nicht damit abspeisen, dass bei zwei der drei Pärchen die Konstellation aufgrund von Tsunamis und Orcas flöten geht und man aufgrund des Epilogs davon ausgehen kann, dass das dritte Pärchen nun vermutlich vereint ist - mit viel Phantasie. Natürlich soll "Der Schwarm" keine Schnulze sein, dann hätte der Autor jedoch ganz auf Zwischenmenschliches verzichten sollen. Im Nachhinein wäre ich persönlich damit besser bedient gewesen. Am Ausbau der Charaktere muss Schätzing ganz klar arbeiten, wo es bei den einen zuviel an Informationen ist, fehlt es bei den anderen an Tiefgang. Einzig bei Sigur Johansson scheint mir die Darstellung - bis auf ein paar Details - recht stimmig zu sein. Dies mag daran liegen, dass Johansson ziemlich offensichtlich das Selbstbildnis Schätzings ist, sowohl äußerlich als auch innerlich. Auch an Schätzing ging der Van Gogh-Effekt nicht vorrüber. Trotz dem eindeutigen Antiamerikanismus (den ich persönlich eher erheiternd - und leider auch sehr realistisch - finde. Alle Welt schreit immer gegen Amerika, aber wenn sich jemand traut, den Gedanken auszuführen, wird sofort wieder mit Steinen geschmissen), der etwas zähen Religionsfrage, der Fehlkonstruktion einiger Charaktere und dem fehlenden Abschluss ist es im Großen und Ganzen doch ein sehr gelungener, spannender Schmöker, der auch für Laien verständlich ist. Ohne Frage sind einige Ausführungen zu lang, aber wer bei einem fast 1000seitigen Buch über die Tiefen des Ozeans nur Spiel, Spannung und Schokolade erwartet hat, ist selber Schuld. Ich hätte gerne fünf Sterne vergeben, aber aufgrund dessen, dass Schätzing eher ein Drehbuch für einen guten Hollywoodfilm geschrieben hat (der ja auch bekanntermaßen demnächst angepackt und hoffentlich 2010 in den Kinos erscheinen wird) und weniger einen Roman, erhält das Buch von mir gut gemeinte 4 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Sehr spannendes Thema, aber unnötig in die Länge gezogen...,
Von ilka07 "ilka07" (Külsheim, Baden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Eines mal vorab: Das Thema ist wirklich sehr gut!!! Auch die Entwicklung der Handlung sowie die einzelnen Charaktere - da gibt es wirklich aber auch gar nichts zu meckern.Zum Inhalt: An den verschiedesten Orten auf der Welt geschehen merkwürdige Dinge: Fischer verschwinden spurlos, Wale greifen Menschen und Boote an, Hummer enthalten plötzlich einen unbekannten Virus, giftige Meerestiere fallen über Badestrände her, und vieles mehr. Einem Team von Wissenschaftlern gelingt es diese ganzen einzelnen Geschehnisse zu einem großen Plan zusammenzubringen: das Meer schlägt zurück und ist dabei die Menschheit auszurotten. Die Lage spitzt sich immer mehr zu: Sturmfluten begraben die Küstenstädte unter sich, der Golfstrom versiegt, ... Die Anwort auf die Frage wer hinter all dem steckt ist wirklich faszinierend - deshalb nehme ich sie hier auch nicht vorweg - obwohl der Name wahrscheinlich niemandem etwas sagen würde :-). Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die wenigsten an so etwas gedacht hätten - wirklich sehr gut gelungen. Warum gebe ich dem Buch dann nur drei Sterne wird man sich jetzt fragen? Ganz einfach: Das Buch hat fast 1.000 Seiten; und während des Lesens habe ich mich desöfteren gefragt, ob der Autor lediglich einen neuen Rekord an Seitenzahlen aufstellen wollte?!?!? Über Seiten hinweg wird über Dinge berichtet, die in keinem Zusammenhang mit der Handlung stehen oder es werden Szenen in die Länge gedehnt, indem die Thematik mit allen wissenschaftlichen Hintergründen belegt wird. Manche Details sind für so ein Buch wirklich hilfreich - aber doch nicht alles - nicht alle der Leser sind Biologen oder Walforscher :-) aber nach dem Lesen könnte man es fast werden :-)! Zu dem Buch ist noch zu sagen, dass es sich aufgrund der Schriftgröße nicht so gut lesen lässt. Für jemand, der gerne abends vor dem Einschlafen im Bett liest, dem fallen nach wenigen Seiten aufgrund der Anstrengung meist die Augen zu... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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