Über den Autor
Dr. Magda Antonic ist bei Publikum und Fachwelt als Redakteurin und Autorin von medizinischen und Familien-Themen bekannt, vor allem zu Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
ßMeistens passiert es ganz unverhofft, wenn man auf dem Sofa liegt und ein wenig ausruht, wenn man im Büro mit einem Kunden telefoniert oder wenn man in der Küche das Abendessen zubereitet - ein Klopfen im Bauch, ganz sanft,wie ein Hauch, und doch bleibt einem der Atem weg, vor Freude und Überraschung. Dieses zarte Klopfen gehört zu den aufregendsten und einprägsamsten Erlebnissen in der Schwangerschaft. Spätestens jetzt können Sie mit Ihrem Baby kommunizieren. Das bedeutet nicht nur zu ihm reden, sondern auch über Berührungen mit ihm in Kontakt treten. Sie werden merken, wie Sie das Kind beruhigen können, wenn es kräftig und aufgeregt strampelt, indem Sie es durch die Bauchdecke streicheln. Manchmal wird es sich auch nah an die Bauchdecke schmiegen, um ihren Berührungen näher zu sein. Sie werden lernen, die ßSpracheß Ihres Babys zu verstehen und angemessen zu reagieren. Sie werden wissen, ob es sich einfach nur aus Freude an der Bewegung dreht und wendet oder ob es aufgeregt ist, ob es schmusebedürftig ist oder ob ihm die Körperhaltung nicht gefällt. Mit ein wenig Übung und Hilfe von der Hebamme finden Sie auch schnell heraus, welchen Körperteil des Kindes Sie berühren. Der Vater, der sich bisher nur mit Informationen ßaus zweiter Handß zufrieden geben musste, ist jetzt endlich auch in der Lage, sein Kind zu spüren und es über den Bauch der Mutter zu berühren. Bis zum Ende des fünften Monats hat sich das Gehör des Babys so weit entwickelt, dass es sowohl den gleichmässigen Herzschlag der Mutter, die zahlreichen anderen Geräusche in ihrem Körper wie auch Laute aus der Außenwelt hören kann. Es reagiert auf die Geräusche und Rhythmen, und verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Kinder nach der Geburt an Stimmen und Melodien, die sie im Bauch der Mutter regelmäßig gehört haben, erinnern: Sie lassen sich von solchen Stimmen und Melodien leichter beruhigen als von unbekannten....ß